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Garmin Instinct 2 Solar im Hands-on: Smartwatch mit unbegrenzter Akkulaufzeit

Auch mit Pulsmessung und Benachrichtigungen soll die Instinct 2 Solar laut Garmin im Alltag nie ans Ladekabel müssen – bei genug Sonne.
/ Peter Steinlechner
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Instinct 2 Solar von Garmin (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)
Instinct 2 Solar von Garmin Bild: Peter Steinlechner/Golem.de

Im Umgang mit Smartphone, Sportuhr und Tablet ist es wohl einer der größeren Träume: Nie wieder Ladekabel suchen, anschließen und dann warten, sondern all die kleinen und großen Wearables einfach verwenden. Garmin sagt, dass das bei der neuen Instinct 2 Solar klappt.

Obwohl kontinuierlich Funktionen wie die Herzfrequenzmessung am Handgelenk, die Kalorienschätzung, das Schrittezählen und Benachrichtigungen zumindest ein bisschen Strom verbrauchen, soll die Sportuhr nicht manuell aufgeladen werden müssen.

Bedingung laut Garmin(öffnet im neuen Fenster) : Die Uhr muss rund drei Stunden am Tag in der Sonne sein, konkret bei " Lichtverhältnissen von 50.000 LUX" . Ein wolkenfreier Sonnentag erreicht bis zu 100.000 Lux, ein bewölkter Himmel rund 20.000 Lux.

Damit dürfte das kabellose Laden im Frühjahr und Sommer machbar sein, im Herbst und Winter sehen wir da eher schwarz – im wahrsten Sinne des Wortes.

Erst dann, wenn beim Aufzeichnen von Trainingsrunden per GPS mehr Energie benötigt wird, soll der Akku irgendwann tatsächlich leer sein. Beim Spitzenmodell ist das laut Hersteller nach rund 48 Stunden der Fall – das reicht für viele und lange Radtouren und Laufeinheiten.

Die neuen Instinct-2-Modelle sind die Nachfolger der schon länger erhältlichen Instinct und Instinct Solar. Garmin hat die Linie grundlegend überarbeitet und neben den längeren Akkulaufzeiten auch sinnvolle Funktionen hinzugefügt, die Golem.de im Test der Instinct Solar noch vermisst hat.

Garmin Instinct 2 und Instinct 2 Solar
Instinct (von 2018) Instintc 2S Instinct 2 Instinct 2S Solar Instinct 2 Solar
Durchmesser 45 mm 40 mm 45 mm 40 mm 45 mm
Höhe/Gewicht 15,3 mm/52 Gramm 13,3 mm/42 Gramm 14,5 mm/52 Gramm 13,3 mm/43 Gramm 14,5 mm/53 Gramm
Display Größe 0,9 Zoll 0,79 Zoll 0,9 Zoll 0,79 Zoll 0,9 Zoll
Display Auflösung 128 x 128 Pixel 156 x 156 Pixel 176 x 176 Pixel 156 x 156 Pixel 176 x 176 Pixel
Akkulaufzeit Smartwatch 14 Tage 21 Tage 28 Tage 21 Tage 28 Tage
Akkulaufzeit Smartwatch mit Solar in Sonne - - - 51 Tage Unendlich
Akkulaufzeit GPS 16 Stunden 22 Stunden 30 Stunden 22 Stunden 30 Stunden
Akkulaufzeit GPS mit Solar - - - 28 Stunden 48 Stunden
Preis ab 250 Euro ab 350 Euro ab 350 Euro ab 450 Euro ab 450 Euro

Aber der Reihe nach: Statt einer Einheitsgröße mit 45 mm Durchmesser gibt es die neuen Uhren alternativ mit 40 mm Durchmesser – das passt besser zu dünnen Handgelenken. Beide Größen sind mit und ohne Solarladung erhältlich.

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Golem.de hat von Garmin vorab mehrere Versionen der Instinct 2 erhalten. Richtig sinnvoll testen konnten wir die Sportuhren noch nicht, weil wir sie nicht mit Garmin Connect koppeln konnten. Beim Hands-on haben die Wearables aber wie die Vorgänger wegen des niedrigen Gewichts und der für derartige Outdoor-Wearables geringen Bauhöhe einen sehr guten Tragekomfort offenbart.

Bei dem Pulssensor auf der Rückseite handelt es sich um die neuste Version von Garmin, also Elevate 4. Allerdings werden die LEDs und die Dioden anders als bei der Fenix 7 ( Test auf Golem.de ) nicht von einer Glasabdeckung geschützt, sondern von dem bekannten Kunstharz.

Garmin Instinct 2: Funktionen und Verfügbarkeit

Die Instinct 2 bietet in Sachen GPS sowohl einfaches GPS als auch Multiband (GPS plus Galileo oder Glonass), aber nicht Multi-Frequenz – das bietet Vorteile vor allem in engen Straßenschluchten und Felstälern.

Verarbeitung und die Druckpunkte der fünf Tasten sind wie bei den Vorgängern ausgezeichnet. Das Scrollen durch die Menüs klappt ähnlich schnell.

Die Grafikqualität auf dem monochromen LCD-Bildschirm – der wesentliche Grund für den geringen Energieverbrauch – macht einen ähnlichen Eindruck wie bei den ersten Instinct.

Allerdings hat Garmin die Pixeldichte etwas erhöht: Die kleineren Instinct 2S bieten 156 x 156 Pixel, bei der größeren Instinct 2 sind es 176 x 176 Pixel – die Vorgänger zeigten 128 x 128 Pixel.

Durch das Mehr an Bildpunkten wirkt das Zifferblatt zwar nicht schöner, aber bei einigen Anzeigen sind etwas mehr Informationen gleichzeitig sichtbar.

Was die angesprochenen neuen Funktionen angeht: Alle Instinct 2 bieten über die komplette Palette der bislang vor allem in teureren Sportuhren verfügbaren Werkzeuge wie Trainingszustand und Belastungsfokus auch die Anzeige von VO2max, Erholungszeiten sowie Trainingseffekten – und das unter Berücksichtigung der Höhen- und Wärmeakklimatisierung.

Auch Zyklus- und Schwangerschaftstracking, die Messung der Sauerstoffsättigung im Blut, die erweiterte Schlafanalyse inklusive des Sleep Score von Garmin, Stresslevel und Atemfrequenz sind von Anfang an integriert.

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Was es nicht gibt: Über die Instinct 2 kann keine Musik abgespielt werden. Es gibt weder Offline- noch Onlinekarten, und die Uhr kann nur per Bluetooth oder Kabel synchronisiert werden – aber nicht über WLAN. Das Ladekabel verwendet den proprietären Pogo-Anschluss an USB-A.

Wie bei den Vorgängern gibt es die Instinct 2 in mehreren Versionen, was einige Details der Software betrifft. Bei der Surf-Edition etwa werden die aktuellen Surfbedingungen der fünf nächstgelegenen Spots angezeigt.

Garmin Instinct 2 (Solar) – Trailer
Garmin Instinct 2 (Solar) – Trailer (00:54)

Bei den sogenannten Tactical-Modellen wiederum löscht ein Kill Switch auf Knopfdruck den gesamten Benutzerspeicher. Übrigens gibt es bislang keine Instinct 2 für E-Sportler – bei der ersten Instinct hatte Garmin eine derartige Variante nachgereicht.

Laut Garmin sind die Instinct 2 ab sofort verfügbar – nicht nur in mehreren Ausstattungsversionen, sondern auch in mehreren Farbvarianten. Alle Modelle sind wasserdicht bis 10 ATM. Die günstigste Instinct 2 kostet rund 350 Euro, die günstigste Instinct 2 Solar ist für rund 450 Euro erhältlich.

Autor Peter Steinlechner auf Strava(öffnet im neuen Fenster)


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