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Garmin im Hands on: Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

Selbst das kleinste Modell der Fenix 5 von Garmin verfügt in der neuen Plus-Version über 16 GByte statt über 64 MByte internem Speicher. Der wird für Musik und Offlinekarten mit frischen Ideen genutzt - Golem.de hat die Sportuhren im Hands on ausprobiert.

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Auch die relativ kleine Garmin Fenix 5S Plus verfügt über routingfähige Offlinekarten.
Auch die relativ kleine Garmin Fenix 5S Plus verfügt über routingfähige Offlinekarten. (Bild: Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)

Garmin hat die drei Spitzenmodelle seiner Sportwatch- und Sportuhrenserie Fenix 5 überarbeitet. Unter dem Namenszusatz Plus gibt es das Trio jetzt statt mit 16 MByte grundsätzlich mit 64 GByte an internem Speicher - bislang hatte das nur das Spitzenmodell Fenix 5X. Nun können auch die relativ kleine Fenix 5S Plus (42 Millimeter Durchmesser) und das mittlere Standardmodell Fenix 5 Plus (47 Millimeter Durchmesser) Jogger oder Radfahrer mit farbigen topografischen und vor allem voll routingfähgien Offlinekarten durch Wälder und Wiesen, aber auch durch alle Großstädte in Europa navigieren.

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Die Streckendaten werden nicht nur vom amerikanischen GPS-System, sondern wahlweise auch vom russischen Glonass sowie erstmals vom europäischen Galileo-Satellitensystem erfasst, was besonders präzises Routing erlaubt; ausschließlich der Einsatz von Galileo ist übrigens nicht möglich, GPS dient immer als Hauptsystem.

Bei den neuen Wearables stehen 4 GByte an Speicher für Musik zur Verfügung. Das reicht normalerweise für etwa 500 Songs, die am PC oder Mac auf das Wearable übertragen und dann mit Bluetooth-Kopfhörern gehört werden können. Beim Hands on hat haben die drei Modelle außerdem kleinere Detailverbesserungen offenbart: Die Menüs scrollen jetzt schicker animiert und spürbar flüssiger bei Wechseln durch die Menüs, es gibt ein paar zusätzliche seitliche Hilfsmarkierungen und das Laden von Daten, die sich gerade im nichtflüchtigen Speicher befinden, geht schneller. Außerdem gibt es nun auch Apps für Yoga, für Kayaking sowie den Stepper und den Elliptical Trainer im Fitnessstudios.

Die Offlinekarten, die es bislang nur bei der mit 52 größten Fenix 5 gab, erlauben keine direkte Eingabe einer Adresse an der Uhr. Die Orientierung läuft dort anders: Zum einen können wir sogenannte Points of Interest um uns herum wählen. Dann zeigen die Uhren beispielsweise alle Restaurants in unserer Nähe mit einer auf den Meter genauen Entfernungsangabe an. Wenn wir uns für eines entschieden haben, zeigt uns die Fenix ähnlich wie ein Auto-Navi den Weg dorthin.

Es gibt noch ein paar andere Funktionen, die beim Ausprobieren gut funktioniert haben. So können sich Jogger oder Radfahrer etwa in einer unbekannten Stadt einen Rundkurs mit ihrer Wunsch-Streckenlänge erstellen lassen. Das System weiß auf Grund der in den vergangenen Jahren von anderen Garmin-Nutzern hochgeladenen Trainingsaktivitäten, wo Läufer oder Radler am liebsten unterwegs sind, und wählt nach Möglichkeit deren Strecken - so dass man im Normalfall etwa nicht direkt an einer Autobahn, sondern einen ruhigeren Waldweg ein paar Meter entfernt entlang geleitet wird. Garmin nennt das "Trendline Popularity Routing".

  • Die Fenix 5S Plus hat jetzt dank 16 GByte internem Speicher auch Offlinekarten eingebaut. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Bie dieser Fenix 5 Plus besteht die Lünette aus Titan. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Beim Design von Gehäuse und Band gibt es nur kleine Unterschiede. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Auch auf der Rückseite hat sich kaum etwas getan, der Anschluss zum Laden ist unverändert. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Ganz links auf der Fenix 5X Plus befindet sich die rot blinkende LED zur Messung der Sauerstoffsättigung. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Auf diesem Feld wird die Sauerstoffsättigung der Fenix 5X Plus angezeigt - wir befanden uns beim Hands-on leider nicht auf dem Everest, sodass die Anzeige hier etwas langweilig aussieht. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Messer und Gabel marieren auf diesem Plan des Münchner Olympiaparks natürlich Gaststätten. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
Beim Design von Gehäuse und Band gibt es nur kleine Unterschiede. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)

Das Navigationssystem hat noch eine Reihe weiterer spannender Funktionen: Wenn sich etwa in der Tour ein Anstieg befindet, kann sich der Nutzer mit einer Grafik anzeigen lassen, wie viel er davon schon geschafft hat, um so seine Kräfte besser einzuteilen - oder notfalls zu einem sinnvollen Zeitpunkt wieder zurückzukehren.

Wer eigene Routen erstellen möchte, muss das auf der Webseite von Garmin machen und die Daten dann auf seine Sportuhr übertragen. Bei den entsprechenden Funktionen wurde in den letzten Monaten die Benutzerführung spürbar vereinfacht. Ein bisschen Einarbeitung ist zwar nötig, aber dann sollte jeder ambitionierte Sportfan damit zurechtkommen. Außerhalb von Europa muss der Anwender bei Garmin entsprechende Karten kaufen. Wahlweise kann man aber auch kostenloses Open-Street-Map-Material verwenden - dafür ist dann aber fortgeschrittenes Wissen nötig.

Frühwarnung am Mount Everest

Bislang gab es nur auf der großen und dicken Fenix 5X (52 Millimeter Durchmesser; Test auf Golem.de) die Möglichkeit, Offlinekarten zu verwenden. Nun hat die 5X Plus ein anderes Alleinstellungsmerkmal: Mithilfe eines zusätzlichen Sensors auf der Rückseite ermittelt sie die Sauerstoffsättigung im Blut. Der Wert wird auf einer Skala angezeigt. Sobald dort eine rote Schwelle erreicht wird, droht akute Gefahr und der Sportler sollte seine Besteigung des Mount Everest besser noch mal überdenken. Für Bergsteiger ist die Funktion ebenso interessant wie für Ausdauerhöhentrainings etwa in mittleren Höhenlagen, im Alltag dürfte sie kaum eine Rolle spielen.

Bei den sonstigen Funktionen (Schritt- und Kalorienzähler) und bei den Gehäusen der Fenix-Serie unterscheiden sich die Plus-Modelle kaum von den bisher verfügbaren Versionen. Die mittlere Fenix 5 ist 0,3 Millimeter dicker, was beim Probetragen aber schlicht nicht spürbar ist. Das Design der Armbänder wurde dezent überarbeitet, die bisher verfügbaren lassen sich aber weiterverwenden - Stegbreiten und das Quickfit-Schnellwechselsystem hat Garmin nicht verändert.

Auch bei der Ermittlung des Pulses über optische Sensoren am Handgelenk gibt es laut Garmin keine Neuerungen. Datensynchronisierung war bislang nur bei den teureren Modellen mit Safirglas über das heimische WLAN statt über Bluetooth am Smartphone möglich. Nun beherrschen alle Fenix 5 Plus den schnelleren Austausch über WLAN.

Alle drei Modell unterstützten auch in Deutschland das kontaktlose Bezahlen etwa an Supermarktkassen, die das inzwischen recht weit verbreitete NFC-System für Kreditkarten verwenden. Garmin kommt damit hierzulande sogar Apple Pay zuvor. Allerdings funktioniert das über einen Dienstleister und bislang nur mit Mastercard, aber dafür mit den Karten aller Banken. Der Nutzer muss eigentlich vorab ein Guthaben auf die Uhr laden. Sollte das Geld an der Kasse dann doch nicht ausreichen, soll die virtuelle Mastercard in Echtzeit aufgeladen werden können, sagt Garmin - ausprobiert haben wir das noch nicht.

Die neuen Fenix 5 Plus sind ab sofort in mehreren Varianten erhätlich. Die für schmale Handgelenke gedachte 5S Plus und die mittlere 5 Plus kosten ab 700 Euro, für die große 5X Plus sind mindestens 850 Euro fällig. Die Fenix 5 ohne Plus sind weiterhin verfügbar und nun etwas günstiger - Fenix 5S und 5 kosten ab 550 Euro.



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niemandhier 24. Jun 2018

Garmin hat seine eigene Software Infrastruktur..

Abdiel 22. Jun 2018

Wo steht denn da, dass keine Sensoren unterstützt werden? Gerade am Rad werden heute fast...

Abdiel 22. Jun 2018

Die AOK arbeitet mit den genannten Plattformen, weil es der einfachste (und wohl auch...

daNick73 21. Jun 2018

Stimmt. Als ich kaufte gab es die vivoactive 3 Music noch nicht, ist eine günstigere...

grunge 20. Jun 2018

Die Sportuhr konnt ihr euch sonst wo hinstecken! Ich will keine Schritte gezählt haben...


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