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Garmin Fenix 9 Pro im Test: Großes Upgrade - aber längst nicht für alle

Die Fenix 9 Pro bietet schnellere Karten, besseres Training und Satelliten-SOS. Für Besitzer des Vorgängers lohnt sich das Upgrade nur selten.
/ Peter Steinlechner
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Garmin Fenix 9 Pro (Links 43 mm, Mitte 47 mm und Rechts Solar 51 mm) (Bild: Peter Steinlechner / Golem)
Garmin Fenix 9 Pro (Links 43 mm, Mitte 47 mm und Rechts Solar 51 mm) Bild: Peter Steinlechner / Golem
Inhalt
  1. Garmin Fenix 9 Pro im Test: Großes Upgrade - aber längst nicht für alle
  2. Besseres Rudern und Rucking
  3. Garmin Fenix 9 Pro: Verfügbarkeit und Fazit

Wenn ich nicht nur durch den Stadtpark joggen würde und schlimmstenfalls vor dem Dackel des Nachbarn flüchten müsste, sondern längere Touren in den Alpen oder anderen nicht ganz ungefährlichen Gegenden unternehmen würde, sollte ich mich im Notfall bemerkbar machen können. Genau dafür gibt es die Fenix 9 Pro auch mit Garmins Inreach-Technik: Selbst ohne Smartphone kann ich über LTE kommunizieren und notfalls per Satellit Nachrichten oder einen SOS-Ruf absetzen.

Ganz neu ist das nicht, Garmin hatte LTE und Satellitenfunk bereits im Herbst 2025 mit der Fenix 8 Pro eingeführt. Bei der Fenix 9 Pro trifft die Technik nun auf ein überarbeitetes Titangehäuse, deutlich schnellere Karten und weitere Verbesserungen. Im Test zeigt sich allerdings: Nicht jeder braucht das Upgrade.

Von der Fenix 9 gibt es auch Pro-Versionen, von denen mir drei zum Test vorlagen: die AMOLED-Modelle mit 43 und 47 mm sowie die 51 mm große Solar-Version mit MIP-Display. Die günstigere Fenix 9 ohne Pro-Zusatz konnte ich nicht ausprobieren. Sie besitzt vermutlich einen etwas langsameren SoC – Garmin macht dazu keine eindeutigen Angaben.

Etwas kompliziert wird es bei der Kommunikation: Auch die Fenix 9 Pro gibt es mit und ohne Inreach. Nur die Inreach-Varianten besitzen eigenes LTE-M und Satellitenfunk.

Die übrigen Modelle sind für die Kommunikation nach außen wie bisher auf ein gekoppeltes Smartphone angewiesen; WLAN steht unter anderem für die Datenübertragung zur Verfügung. Für die Nutzung von LTE und Satellit ist außerdem ein kostenpflichtiges Inreach-Abo erforderlich.

Garmin Fenix 9 und 8 im Vergleich (Exemplarisch 47-mm-Version)
Fenix 9 Pro Solar/MIPFenix 9 Pro AMOLEDFenix 9 AMOLEDFenix 8 AMOLED
Größe / Gewicht (nur Gehäuse)47 x 47 x 15,8 mm / 63 g47 x 47 x 13,8 mm / 56 g47 x 47 x 13,8 mm / 53 g47 x 47 x 13,8 mm (52 g Titan)
Display1,3 Zoll / 260 x 260 Pixel1,4 Zoll / 454 x 454 Pixel1,4 Zoll / 454 x 454 Pixel1,4 Zoll / 454 x 454 Pixel
Akkulaufzeit Smartwatch (lt. Hersteller)bis zu 34 Tagebis zu 18 Tagebis zu 16 Tagebis zu 16 Tage
Akkulaufzeit GPSbis zu 54 Stunden (81 Stunden mit Solar)bis zu 32 StundenBis zu 30 Stundenbis zu 47 Stunden
Speicher64 GByte64 GByte64 GByte32 GByte
Wasserdichtigkeit10 ATM10 ATM10 ATM10 ATM

Hardwareseitig gibt es einige Verbesserungen, die alle Fenix-9-Modelle betreffen. Die AMOLED-Displays leuchten laut Garmin viel heller als bei der Fenix 8, zusätzlich stehen nun 64 statt 32 GByte Speicher für Karten, Musik und andere Daten zur Verfügung. Der Arbeitsspeicher ist um 50 Prozent gewachsen.

Bei der 51 mm großen Fenix 9 Pro wächst das AMOLED-Display zudem auf 1,5 Zoll und bietet damit 15 Prozent mehr Fläche. Die Pro bekommt obendrein erstmals ein Titangehäuse statt lediglich einer Titanlünette und -rückseite. Ihre Taschenlampe verfügt neben weißem und rotem nun auch über grünes Licht.

Bei den Solarversionen setzt Garmin weiterhin auf MIP. Trotz einiger anderslautender Berichte in sozialen Medien konnte ich im direkten Vergleich mit der Enduro 3 (baugleich Fenix 8) keine sichtbare Verbesserung des Displays feststellen.

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Garmin Fenix 9 Pro, 47 mm, GPS-Multisport-Smartwatch, Titan

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Beim Tragekomfort unterscheidet sich die Fenix 9 Pro insgesamt wenig von der Fenix 8. Die Uhren sind hervorragend verarbeitet, besitzen Saphirglas und wirken entsprechend robust.

Beim Vergleich der Generationen lohnt sich allerdings ein genauer Blick auf die jeweilige Variante: Einige Fenix-9-Modelle sind deutlich dünner und leichter geworden – aber eben nicht alle. Eine pauschale Aussage für die gesamte Modellfamilie ist deshalb kaum möglich.

Keine Änderungen bei Herzfrequenz- und GPS-Modul

Bei der exzellenten Sensorik hat Garmin nichts Wesentliches verändert. Der Elevate-5-Sensor misst weiterhin unter anderem Herzfrequenz und Blutsauerstoff und ermöglicht die EKG-Funktion; eine Blutdruckmessung oder -schätzung gibt es nicht.

Auch das Multiband-GPS entspricht der Vorgängergeneration. Im Test funktionierten Herzfrequenzmessung und GPS weiterhin sehr gut; relevante Unterschiede zur Fenix 8 konnte ich nicht feststellen.

Umfangreich bleibt die bekannte Ausstattung mit Garmin Pay, Musikspeicher, Offline-Karten und Navigation sowie Schlaf-, Stress-, HRV- und Trainingsauswertungen. Dazu kommen mehr als 100 Sportprofile und Tauchfunktionen.

Mikrofon und Lautsprecher sind ebenfalls wieder vorhanden. Letzterer ist bei der Fenix 9 deutlich lauter als bei der ursprünglichen Fenix 8. Bereits bei der Fenix 8 Pro hatte Garmin hier offenbar auf Beschwerden von Nutzern reagiert und nachgebessert.

Bei der Software hat Garmin ebenfalls nachgelegt. Neu ist unter anderem Garmin Epic, damit lassen sich Aktivitäten über einen Zeitraum von bis zu 92 Tagen zu einem gemeinsamen Abenteuer zusammenfassen.

Garmin Connect bündelt daraus Strecken, Distanz, Höhenmeter sowie Leistungs- und Gesundheitsdaten; Fotos und Notizen lassen sich ergänzen. Für mehrtägige Wanderungen oder Radtouren ist das praktisch, im normalen Trainingsalltag für mich aber eher eine nette Ergänzung als ein Kaufgrund.


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