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Garmin Enduro 2 vs Fenix 7X: Mehr Licht, mehr Rückseite und mehr Akku

Die Enduro 2 von Garmin ist eine Art Fenix 7X Plus mit noch mehr Akkulaufzeit. Golem.de hat die Sportuhr ausprobiert.
/ Peter Steinlechner
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Garmin Enduro 2 (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)
Garmin Enduro 2 Bild: Peter Steinlechner/Golem.de

Um die Enduro 2 von Garmin richtig zu testen, müsste ich eine 150 Stunde lange Radtour, Laufeinheit oder Wanderung absolvieren – das wird in diesem Leben nicht mehr passieren. Die Sportuhr erlaubt aber tatsächlich unter optimalen Bedingungen eine Aktivität mit GPS-Daten von bis zu 150 Stunden.

Unter optimalen Bedingungen heißt: Die Sonne muss halbwegs direkt auf die Zifferblattabdeckung aus Saphir scheinen, damit die integrierten Solarpanels möglichst viel Energie umwandeln können.

Ohne Sonne (oder schlicht, wenn ich ein Shirt mit Manschette trage) schafft die Enduro 2 immerhin 111 Stunden mit GPS – immer noch wesentlich mehr als ich.

Außerdem hält die Enduro 2 länger durch als die sehr ähnliche, im Frühjahr 2022 veröffentlichte Fenix 7X, die im GPS-Modus auf 89 Stunden (mit Solar: 122 Stunden) kommt. Die Daten stammen vom Hersteller, in der Vergangenheit haben sich solche Angaben als verlässlich erwiesen.

Enduro 2: Smartwatch mehr als ein Monat ohne Ladekabel

Ich habe bei zwei Laufeinheiten von jeweils etwas mehr als einer Stunde in der Sonne einmal keinen und einmal einen Prozentpunkt Akku verloren, was die Sache bestätigt.

Im Alltag (Smartwatch-Modus) schafft die Enduro 2 laut Garmin 34 Tage (mit Solar: 46 Tage), also fast eine Woche mehr als die Fenix 7X mit ihren 28 Tagen (mit Solar: 37 Tage).

Die Enduro 2 hat zwar mit 51 Millimetern den gleichen Durchmesser wie die Fenix 7X, ist aber etwas dicker: nämlich 15,6 Millimeter statt 14,9 Millimeter. Das klingt nach sehr wenig, aber beim Tragen kann man das durchaus spüren.

Der Zuwachs ist an der Gehäuserückseite erfolgt, so dass die Flanken etwas höher stehen. Das sieht man von der Seite, zumal der Boden der Enduro heller als die meisten Versionen der Fenix 7X ( Test auf Golem.de ) und dadurch leichter zu sehen ist. Die drei Gramm mehr an Gehäusegewicht habe ich nicht gespürt.

Eine funktionale Verbesserung der Enduro 2 ist das hellere Licht der eingebauten Taschenlampe. Wenn man sie bei Nacht einschaltet und nicht darauf gefasst ist, kommt einem das Ding wie ein Flutlicht vor – jedenfalls auf maximaler Helligkeitsstufe. Auch beim aktuellen Fast-Vollmond kann ich damit im Freien noch wesentlich besser erkennen, wo genau der Hund gerade etwas verloren hat.

Eine weitere Neuerung ist eine neue Technologie namens SatIQ, die den Satelliten-Modus dynamisch so einstellt, dass das bestmögliche Verhältnis zu Akkulaufzeit und Empfang gewählt wird. Das klingt sehr spannend und war deshalb bei meinen beiden Läufen aktiviert.

Garmin Enduro 2 – Trailer
Garmin Enduro 2 – Trailer (00:59)

Allerdings kann ich nicht sagen, ob irgendwas passiert ist – ich war schlicht nicht in engen Felstälern oder in Wolkenkratzerschluchten unterwegs. Die Blogger DC Rainmaker(öffnet im neuen Fenster) und Des Fit(öffnet im neuen Fenster) haben die Funktion in solchen Umgebungen ausprobiert, ihr Fazit ist positiv.

Sonst gibt es keine nennenswerten Unterschiede zur Fenix 7X. Vom Display über das Gehäuse bis zu den Tasten sind die Wearables identisch. Die meisten Änderungen an der Software sollen inklusive SatIQ per Firmware auch auf die Fenix 7 kommen. Anders als die erste Enduro bietet das aktuelle Modell Offlinekarten und Musik.

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Die Garmin Enduro 2 ist in einer Farbversion für rund 1.100 Euro erhältlich. Neben dem Nylonband liegt der Verpackung auch ein schwarzes Silikonband bei, außerdem das bekannte USB-A-Ladekabel.

Fazit

Wer sich nicht so richtig zwischen der Fenix 7X Solar und der Enduro 2 entscheiden kann: Ich würde im Zweifel zur Enduro 2 raten – schlicht wegen der spürbar nochmals besseren Akkulaufzeit. Die hellere Taschenlampe ist dann, wenn man sie braucht, eine große Hilfe, aber das ist normalerweise nur in sehr wenigen Situationen der Fall.

Allerdings finde ich schon, dass man das Mehr an Höhe der Enduro 2 sieht und spürt. Wer schon die Fenix 7X am Handgelenk grenzwertig findet, dürfte das noch dickere Wearable als wirklich zu viel des Guten empfinden.


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