Garmin Edge Explore 2: Verfügbarkeit und Fazit

Überhaupt klappt das Navigieren teils spürbar besser: Ich habe wesentlich seltener den Hinweis "Bitte wenden" gesehen. Offenbar kann die Hardware nun mehr Streckenoptionen durchrechnen. Das Solar 1040 schafft das allerdings noch etwas besser.

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Was es nicht gibt: Garmin bietet keine Solar-Version des Edge Explore 2 - gemeint ist ein Display, das bei Sonnenschein einen Teil des Akkus lädt und so die Laufzeit verlängert. Auch mobiler Datenfunk wird nicht unterstützt. Stattdessen muss, etwa für den Notfallkontakt bei einem Unfall, das Smartphone per Bluetooth gekoppelt sein.

In Sachen Software gibt es eine neue, meiner Meinung nach gelungene Benutzeroberfläche - das Ganze sieht gleich aus wie beim Solar 1040. Außerdem hat Garmin einen Teil der Sportfunktionen aus früher höherwertigen Serien in den Explore 2 integriert.

Mit Abstand am wichtigsten finde ich Climb Pro, das die Anstiege und Abfahrten bei Touren anzeigt. So weiß man immer sehr genau, wie lange man sich noch nach oben kämpfen muss, und wann der verdammte Berg endlich wieder eine Straße nach unten bietet.

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Für das Routing können wir wie bisher zwischen zwei Modi wählen: Entweder geben wir eine Adresse ein oder wir wählen aus einer sehr umfangreichen Liste ein Restaurant, einen Park oder einen Fahrradladen in der Nähe - wie schon gesagt, klappt das alles offline.

Alternativ können wir unter anderem mit Komoot oder Garmin Connect eine eigene Strecke basteln und diese auf das Gerät übertragen, um sie dann abzufahren. Verkehrsberuhigtes Routing gibt es in diesem zweiten Modus nicht - schließlich haben wir selbst die ganze Tour angelegt.

Ärgerlich: Bei der Eingabe von Orten gibt es einen Bug, den wir schon vom 1040 Solar kennen. Bei der Eingabe von Adressen finde ich keine Option, Orte mit Umlauten einzugeben, also "München" oder "Köln".

Eigentlich müsste man dazu "Munchen" oder "Koln" eintippen, nur folgt dann eine Fehlermeldung. Einer von mehreren Workarounds ist die Eingabe der Postleitzahl, was aber ziemlich umständlich sein kann.

  • Links der Garmin Edge Explore 2, rechts der Vorgänger Edge Explore (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Rot schraffierte Straßen sind verkehrsreich - das gibt es nur auf dem Explore 2. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Hier kann man gut sehen, wie der Explore 2 einen Umweg um ein verkehrsreiches Gebiet vorschlägt. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Beim Explore 2 sehen wir "Bitte wenden" viel seltener als beim Vorgänger. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Das neue Hauptmenü des Garmin Edge Explore 2 (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Explore 2 (links) und Explore sind fast gleich groß, das Display ist identisch. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Detailverbesserung: Die aktive Strecke (lila) hat nun kleine Pfeilmarkierungen - sie sind hilfreicher, als man meinen könnte. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Beim Routing gibt es eine Vielzahl an Optionen. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Die Trainingsseiten lassen sich individuell einstellen. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Das Optionenmenü des Edge Explore 2 (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Die Rückseite besteht vollständig aus Kunststoff. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Das Ladekabel wird in eine USB-C-Buchse gesteckt. (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)
  • Am Gerät, aber auch in Garmin Connect haben wir mehrere GPS-Optionen. (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
  • Die Widgets im Hauptmenü können wir auch über Garmin Connect auswählen. (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
  • Für Notfälle und Live Track benötigt das Edge Explore 2 eine Verbindung zum Smartphone. (Bild: Garmin/Screenshot: Golem.de)
Links der Garmin Edge Explore 2, rechts der Vorgänger Edge Explore (Foto: P. Steinlechner/Golem.de)

Der Garmin Edge Explore 2 kostet rund 300 Euro. Neben dem hier getesteten Gerät gibt es für 400 Euro eine zweite Version mit dem Namenszusatz Power. Die beiden Varianten unterscheiden sich durch Ladepins an der Unterseite des Power-Modells, das primär für E-Biker gedacht ist.

Der Computer kann somit an Systeme von Bosch und Shimano sowie an Smart Sense von Cannondale angeschlossen werden, um ihn über den Akku des Rads zu laden.

Fazit

Es ist erstaunlich, wie groß die Auswirkungen einer scheinbar nebensächlichen Neuerung wie die verkehrsberuhigte Navigation auf eine Fahrradtour sein können - im Guten wie im Schlechten. Was überwiegt, hängt extrem von der konkreten Umgebung und dem Zeitbudget ab.

Bei meinen Touren in Großstadtnähe werde ich die Funktion meist deaktivieren. In ländlicheren Umgebungen werde ich sie dagegen sicher immer wieder mal ausprobieren und hoffen, dass ich nicht auf der Rennstrecke des örtlichen Motorsportclubs lande.

Garmin Edge Explore 2 - GPS-Fahrradnavi für Tourenradfahrende & E-Bikende

Davon abgesehen ist das Edge Explore 2 ein richtig gutes Navi fürs Rad. Selbst wer nur das Routing nach Beliebtheit und nicht auch die verkehrsberuhigte Version verwendet, wird ganz wunderbar durch die Landschaft geführt.

Gegenüber dem direkten Vorgänger gibt es sinnvolle Neuerungen wie Climb Pro, die längere Akkulaufzeit, die allgemein bessere Navigation und die gute Benutzeroberfläche. Das Display ist der Punkt, wo ich mir am ehesten etwas mehr wünschen würde - aber in der Praxis, beim Radfahren, denke ich da gar nicht dran.

Für Freizeitradler und für die meisten Rennradfahrer reicht das Gerät völlig aus. Lediglich sehr ambitionierte Athleten, MTB'ler (wegen spezieller Karten) sowie Fans von sehr langen Akkulaufzeiten und größeren Displays sollten prüfen, ob sie nicht doch besser zum teuren Edge 1040 Solar für 750 Euro greifen.

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 Garmin Edge Explore 2 im Test: Fahrradnavigation als verkehrsberuhigtes Abenteuer
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Brian Kernighan 25. Aug 2022 / Themenstart

Die 955er soll tatsächlich von einer großen Menge Bugs geplagt sein. Das dürfte sich aber...

Brian Kernighan 24. Aug 2022 / Themenstart

Tatsächlich? Wo finde ich die Begründung? In diesem Thread jedenfalls nicht. Meine...

Brian Kernighan 24. Aug 2022 / Themenstart

Naja, wenn es nur darum geht, was ihn selbst betrifft, stellt sich die Frage, warum er...

Brian Kernighan 24. Aug 2022 / Themenstart

Das habe ich zuletzt beim Edge 705 gesehen, da hat es mich auch genervt. Der hatte...

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