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Garmin Cirqa: Verfügbarkeit und Fazit

Garmins Schlafanalyse gehört für mich trotzdem nicht zu den Stärken des Herstellers. Oura Ring und Whoop liefern bei mir insgesamt nachvollziehbarere Ergebnisse und erkennen Ein- und Aufwachzeiten zuverlässiger. Cirqa macht Garmins Analyse zwar nicht schlechter, hebt sie aber auch nicht auf ein neues Niveau.

Cirqa trägt sich angenehm und fällt im Alltag kaum noch auf. Das Komfortniveau von Whoop erreicht Garmin aus meiner Sicht ungefähr, an den außergewöhnlich hohen Tragekomfort des Fitbit Air kommt Cirqa aber nicht heran. Die Akkulaufzeit gibt Garmin mit bis zu zehn Tagen an, was ziemlich genau hinkommen dürfte.

Garmin bewirbt Cirqa als Smart Band ohne verpflichtendes Abonnement. Das stimmt, auch wenn der Hersteller mit Connect+ inzwischen ein kostenpflichtiges Zusatzangebot (9 Euro/Monat) für Garmin Connect anbietet. Alle für Cirqa wichtigen Gesundheits- und Trainingsfunktionen stehen jedoch kostenlos zur Verfügung.

Garmin hat sogar ein ursprünglich für Connect+ vorgesehenes Dashboard-Widget wieder aus dem Bezahlmodell herausgenommen, weil es für Nutzer des Smart Bands eine recht große Rolle spielt.

Schlauer Aufwachen

Ich nutze Connect+ zwar selbst (privat bezahlt), allerdings nur für das Ernährungstagebuch. Für die eigentlichen Gesundheits- und Trainingsfunktionen von Cirqa bot das Abo im Test dagegen keinen spürbaren Mehrwert. Damit bleibt Garmin einer der wenigen Hersteller, bei denen sich ein modernes Wearable tatsächlich sinnvoll und ohne laufende Zusatzkosten nutzen lässt.

Cirqa hat einen Smart-Wecker, der innerhalb eines frei wählbaren Zeitfensters möglichst in einer leichten Schlafphase weckt. Per langem Druck auf die Taste lässt sich außerdem die Herzfrequenz an kompatible Garmin-Geräte senden, sofern die Funktion zuvor in Garmin Connect aktiviert wurde. Kontaktloses Bezahlen unterstützt das Smart Band nicht.

Garmin(öffnet im neuen Fenster) Cirqa kostet 200 Euro. Es gibt austauschbare Bänder in vier Farben und in zwei Größen, wir raten im Zweifel zur größeren Version (selbst bei schmalen Handgelenken). Ein nur in Schwarz erhältliches Band für die Befestigung am Oberarm kostet 60 Euro. Dank 5 ATM Wasserdichtigkeit kann Cirqa auch beim Schwimmen oder unter der Dusche getragen werden.

Fazit

Das Beste an Cirqa ist die Taste. Das klingt banal, ist für Sportler aber ein echter Gewinn. Kein Wischen und kein Hoffen, dass die Auto-Erkennung funktioniert. Ein Druck zu Beginn eines Radtrainings, einer am Ende – und die Aktivität ist auf die Minute genau aufgezeichnet. Dazu kommen sinnvolle Vibrationsrückmeldungen.

Gleichzeitig steckt hier noch viel Potenzial: Nachträgliche Anpassungen an die tatsächlich ausgeübte Sportart, eine Auto-Pause oder eine bessere Erkennung von Krafttraining wären Funktionen, die ich mir wünsche. Ob und wann Garmin hier nachliefert, ist völlig offen.

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Ein bisschen kurios ist das Produkt allerdings. Wer bereits im Garmin-Ökosystem steckt und vielleicht sogar eine Fenix besitzt, bekommt in erster Linie einen Ersatz für die Uhr am Handgelenk – beim Schlafen, im Alltag oder bei bestimmten Sportarten. Mit den genannten Tricks und manuellen Schritten kann man außerdem etwas Uhr-Akku sparen.

Für Neukunden ist das Smart Band dagegen ein erstaunlich günstiger Einstieg in Garmins Gesundheits- und Trainingswelt. Die Analysen gehören zu den besten am Markt und werden in der App hervorragend aufbereitet.

Einsteiger sollten allerdings wissen, dass Garmin sehr sportlich tickt: Nach einem langen Lauf kann die Analyse durchaus "Unproduktiv" melden, weil laut Trainingsplan eigentlich Intervalle vorgesehen gewesen wären. Das muss man mögen.

Tragekomfort, Verarbeitung und Akkulaufzeit überzeugen, und unter dem Strich bleibt für mich vor allem ein Eindruck: Cirqa ist weniger ein klassisches Fitnessband als vielmehr eine Fenix ohne Display. Und genau das macht seinen Reiz aus.


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