Garmin Autoland: Erste autonome Notlandung eines Flugzeugs

Erstmals ist das autonome Flugsystem Emergency Autoland von Garmin im realen Flugbetrieb aktiviert worden und hat ein Flugzeug ohne manuelle Eingriffe sicher gelandet – in einem echten Notfall, außerhalb von Test- oder Demonstrationsflügen.
Am 20. Dezember 2025 setzte eine Beechcraft Super King Air (B200) am Rocky Mountain Metropolitan Airport in Broomfield (nahe Denver) automatisch auf, nachdem das System ausgelöst wurde.
Garmin bestätigte die Aktivierung und sprach gegenüber AV News(öffnet im neuen Fenster) von der ersten Autoland-Auslösung dieser Art.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA teilte mit, das Flugzeug sei nach einem Kommunikationsverlust mit der Flugsicherung sicher gelandet. An Bord seien zwei Personen gewesen, die FAA ermittle.
Zu den Hintergründen gibt es widersprüchliche Angaben. Während der Funkverkehr und erste Berichte auf eine Handlungsunfähigkeit der Piloten hindeuten, erklärte der Betreiber Buffalo River Aviation laut US-Medien wie Fox 31(öffnet im neuen Fenster) später, es habe einen Druckabfall gegeben.
Die beiden Piloten hätten daraufhin Sauerstoffmasken aufgesetzt; die im Flugzeug vorhandenen Garmin-Sicherheitsfunktionen (Emergency Descent Mode und Autoland) hätten wie vorgesehen automatisch reagiert.
Die Crew habe sich dann bewusst dafür entschieden, das System die Landung durchführen zu lassen, sei aber grundsätzlich in der Lage gewesen, wieder zu übernehmen.
Das Autoland-System übernahm die vollständige Kontrolle über das Flugzeug. Es analysierte Wetter, Treibstoff und Gelände, wählte selbstständig einen geeigneten Flughafen aus und leitete den Anflug ein.
Parallel dazu nahm das System über Funk Kontakt mit der Flugsicherung auf. In einer computergenerierten Durchsage informierte es den Tower darüber, dass der Pilot nicht mehr handlungsfähig sei, und kündigte die automatische Landung an. Die King Air setzte anschließend planmäßig auf der vorgesehenen Landebahn auf.



