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Das Smart Garden System vom Gardena ist sehr praktisch, wenn es denn funktioniert.
Das Smart Garden System vom Gardena ist sehr praktisch, wenn es denn funktioniert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Gardena Smart Garden: Serverabsturz macht den Garten dumm

Das Smart Garden System vom Gardena ist sehr praktisch, wenn es denn funktioniert.
Das Smart Garden System vom Gardena ist sehr praktisch, wenn es denn funktioniert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Cloudbasierte IoT-Dienste können für die Nutzer zum Problem werden. Das zeigt ein Vorfall bei Gardena, der für etliche Kunden gerade in der Urlaubszeit sehr ärgerlich sein könnte.

Aus der Ferne den Garten bewässern und den Rasenmäher starten: Dieses Versprechen für sein smartes Gartensystem hat Gardena ausgerechnet in der Haupturlaubszeit bei etlichen Kunden nicht halten können. "Leider sind Sie von unserem kurzen Serverabsturz vom Donnerstag 10. August 2017 betroffen", teilte der Gartengerätehersteller am Montag in einer E-Mail mit. Durch den "Absturz" waren die funkgesteuerten Ventile und Rasenmäher nicht mehr mit der Smartphone-App zu erreichen. Wer Pech hat, findet bei seiner Rückkehr zu Hause vertrocknete Pflanzen oder, was weniger schlimm wäre, eine ungemähte Wiese vor.

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Gardena hatte das cloudbasierte System im vergangenen Jahr für 500 Euro auf den Markt gebracht. Die Geräte wie Ventile, Sensoren oder Rasenmäher können über eine App angemeldet und in das System eingebunden werden. Die Kommunikation läuft dabei vom Smartphone über einen Clouddienst, der wiederum per Internet mit einem lokalen Router (Gateway) verbunden ist, der die Geräte drahtlos verbindet. Eine direkte Kommunikation zwischen App und Geräten ohne die Cloud ist daher nicht möglich.

Backup-Daten mitgelöscht

Durch die technischen Probleme am vergangenen Donnerstag seien die Router zeitweise für die Kommunikation mit der App nicht erreichbar gewesen, teilte Gardena auf Anfrage von Golem.de mit und fügte hinzu: "Bei weniger als 100 Kunden hat dies zudem leider dazu geführt, dass auch die Geräte im Benutzerkonto gelöscht wurden und neu eingebunden werden mussten." Das System habe den Fehler als eine reguläre Löschung der verbundenen Geräte interpretiert und diese Löschung somit konsequent auch auf dem Backup-System durchgeführt.

  • Die Platine des Gardena-Routers verfügt über ein WLAN-Modul und einen Chip für SRD-Kommunikation. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Anschlüsse für eine USB-Buchse sind vorhanden, werden aber nicht genutzt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die drei Geräte kosten zusammen 500 Euro. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zusätzlich lässt sich noch ein Rasenmähroboter anschließen. (Grafik: Gardena)
  • Der moderne Kleingärtner kann dank der Bewässerungs-App nun auch im Sommer auf Abenteuerurlaub gehen. (Foto: Gardena)
  • Die Gardena Water Control macht sich gut neben dem schicken Gasgrill. (Foto: Gardena)
  • Der Urgroßvater des smarten Bewässerungscomputers: der Gardena Watertimer electronic aus den 90er Jahren. (Foto:Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Über die App lassen sich die Sensordaten ablesen. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Tastatur verdeckt das Eingabefeld für die 37-stellige Geräte-ID. (Screenshot: Golem.de)
  • Für jeden Tag lassen sich mehrere Bewässerungszeiten programmieren. (Screenshot: Golem.de)
  • Einen solchen Hinweis sieht man bei der Installation einer App nur selten. (Screenshot: Golem.de)
  • Gibt es Probleme mit der Internetverbindung, geht beim Gardena Smart Garden gar nichts mehr. (Screenshot: Golem.de)
Gibt es Probleme mit der Internetverbindung, geht beim Gardena Smart Garden gar nichts mehr. (Screenshot: Golem.de)

Allerdings speichert das Ventil den per App eingegebenen Bewässerungsplan auch lokal. Bei einem Stromausfall des Routers kann das Ventil daher weiterhin arbeiten. Doch in diesem Fall kann der Serverabsturz laut Gardena dazu geführt haben, dass die Daten auch im Ventil gelöscht wurden und gar nicht mehr bewässert wird. Wer seinen Garten manuell per App bewässert oder die Pläne neu eingeben, beziehungsweise ändern möchte, kann dies aber erst nach einer Neuanmeldung tun, wozu jedoch ein physischer Zugang zum Gerät erforderlich ist. Vom Urlaubsort aus dürfte das schwierig sein.

Der Vorfall macht deutlich, dass cloudbasierte IoT-Dienste zwar komfortabel sein können, jedoch von den digitalen Dienstleistungen abhängig sind, die ein Hardwareanbieter nun jahre- oder jahrzehntelang zur Verfügung stellen muss. Die Gefahr, dass Server abstürzen oder gar abgeschaltet werden, besteht dabei immer. Für einen solchen Fall sollte auch der Nutzer möglichst eine Backup-Lösung parat haben: Ein netter Nachbar, der die Pflanzen per Hand gießen kann.


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Nethlem 17. Aug 2017

Nur wenn man remote von Ausserhalb zugreifen will, das ist zwar eine schöne Spielerei...

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Eheran 16. Aug 2017

Es war eine Anforderung, dass das alles in 2min fertig sein soll? Wie schnell hat Bosch...

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protogeek 16. Aug 2017

Auch im Cluster-Bereich spricht man von Backup, also mehr im Sinn von Verstärkung, indem...

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dantist 16. Aug 2017

Ich nutze Homematic selbst gerne, aber seien wir mal ehrlich: Auch die neuen sehen wie...

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Lebenszeitverme... 16. Aug 2017

Warum treffen eigentlich in den meisten Unternehmen diejenigen die Entscheidung, die am...

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