Gaojing-2: Autonome Ausweichmanöver mit chinesischen Satelliten
Am 25. November 2024 wurden zwei autonome Satelliten(öffnet im neuen Fenster) mit einer Langen-Marsch-2C-Trägerrakete ins All befördert. Sie sollen vollkommen selbstständig in der Erdumlaufbahn navigieren können und auch Ausweichmanöver fliegen, wenn es etwa durch eine drohende Kollision notwendig ist .
Die beiden neuen Satelliten gehören zum Modell Siwei Gaojing-2. Es sind die ersten beiden Satelliten einer neuen Generation, die zukünftig eine Konstellation namens Super-View-Neo, bestehend aus 28 künstlichen Objekten, bilden sollen. Mit dem aktuellen Launch befinden sich nun sechs dieser Himmelskörper im All.
20 dieser kommerziellen Satelliten sollen für optische Aufnahmen eingesetzt werden, wovon vier mit Weitwinkelkameras ausgestattet sind. Die acht übrigen künstlichen Objekte der Konstellation sind mit Radartechnologien ausgestattet.
Mit Radartechnologie ausgestattete Satelliten
So auch Gaojing-2 03 und Gaojing-2 04, die mittlerweile eine sonnensynchrone Umlaufbahn eingenommen haben. Sie drehen sich damit innerhalb eines Jahres nur einmal um die Erde und haben eine planetensynchrone Umlaufbahn um die Sonne.
Laut einer Pressemitteilung der Shanghai Academy of Spaceflight Technology (SAST) soll das Gaojing-2-Paar tägliche Vermessungs- und Kartierungsdaten mit einer Auflösung von 0,5 Metern pro Pixel liefern können. Dabei können die hochauflösenden Radare durch die Wolkendecke der Erde blicken.
Einsatzmöglichkeiten können militärischer Natur sein. Die Satelliten könnten aber auch für den Katastrophen- und Umweltschutz eingesetzt werden, das Meer beobachten, Daten für den urbanen Raum liefern oder für die Landwirtschaft nützlich sein.
- Anzeige Hier geht es zu Die Geschichte der Raumfahrt bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.