Gaming: Steam lockert Regeln zur KI-Kennzeichnung

Valve lockert die Regeln zur Kennzeichnung von generativer KI auf Steam und präzisiert zugleich, was Entwickler tatsächlich offenlegen müssen. Frisch überarbeitete Abfragen im Steamworks-Backend zielen auf eine klarere Eingrenzung der Meldepflicht. Maßgeblich ist künftig allein, ob KI-generierte Inhalte für Spieler sichtbar oder hörbar sind.
Aus den neuen Formularen geht hervor, dass Studios angeben müssen, ob durch generative KI Inhalte erzeugt wurden, die im Spiel selbst, auf der Store-Seite oder in Marketing- und Community-Assets auftauchen.
Dazu zählen Grafiken, Texte, Audio oder narrative Elemente. Diese Angaben werden anschließend öffentlich im Bereich About This Game auf der jeweiligen Store-Seite angezeigt und sollen nachvollziehbar machen, wo KI tatsächlich Teil des Spielerlebnisses ist.
Gleichzeitig beseitigt Valve eine zentrale Grauzone früherer Regelungen. Der Einsatz von KI-Tools während der Entwicklung für Code-Assistenz, interne Workflows, Debugging oder andere Effizienzgewinne ist ausdrücklich nicht Teil dieser Offenlegung.
Live generierte Inhalte bleiben ein Problem
Valve stellt klar, dass es nicht um Produktionsmittel geht, sondern ausschließlich um Inhalte, die ausgeliefert und konsumiert werden. Branchenbeobachter wie Simon Carless(öffnet im neuen Fenster) werten das als gezielte Lockerung, weil Entwickler nicht mehr pauschal jeden KI-Bezug erklären müssen.
Unverändert streng bleibt Valve bei Inhalten, die potenziell während des Spielens live generiert werden. Solche Systeme können Ausgaben erzeugen, die weder Entwickler noch das Steam-Review-Team vorab vollständig prüfen können. Entsprechend liegt die Verantwortung für Schutzmechanismen, Filter und rechtliche Absicherung weiterhin klar bei den Studios.
Unzureichende Vorkehrungen können nach wie vor dazu führen, dass ein Spiel aus dem Store entfernt wird. Zusätzlich sollen Nutzer problematische oder mutmaßlich rechtswidrige Inhalte direkt über das Steam-Overlay melden können.
Für Entwickler bedeuten die neuen Regeln vor allem weniger Bürokratie und mehr Planungssicherheit, solange KI nur als internes Werkzeug dient. Für Spieler steigt zugleich die Transparenz darüber, wo KI tatsächlich Teil des Spiels ist – und wo nicht.



