Gaming: So gehen deutsche Spieleentwickler mit KI um
Inhalt
Künstliche Intelligenz ist in der Spielebranche längst angekommen, doch ihr Einsatz bleibt umstritten. Viele Gamer reagieren skeptisch bis ablehnend auf generative Inhalte, vor allem, wenn es um Grafiken, Texte oder gar spielrelevante Systeme geht.
International haben sich in den vergangenen Monaten mehrere bekannte Studios positioniert und betont, dass KI höchstens unterstützend, nicht aber für finale Inhalte genutzt werde.
Entwickler großer Rollenspiel- und AAA-Produktionen verweisen dabei immer wieder auf kreative Grundwerte, aber auch auf rechtliche Unsicherheiten rund um Trainingsdaten und Urheberrechte.
Eine im Rahmen der GDC 2026 durchgeführten Umfrage unter Spieleentwicklern zeigt, dass KI zwar zunehmend Einzug in die Workflows hält, zugleich aber kritisch gesehen wird. Rund die Hälfte der Befragten nutzt inzwischen KI-Tools in irgendeiner Form, vor allem für Ideensammlung, Prototyping oder als Programmierhilfe.
Deck 13 lehnt KI-Einsatz sehr kategorisch ab
Gleichzeitig äußert eine große Mehrheit Sorgen über rechtliche Risiken, Qualitätsprobleme und mögliche negative Reaktionen der Community. Insbesondere die direkte Verwendung KI-generierter Assets im fertigen Spiel bleibt die Ausnahme, viele Studios ziehen hier ihre Grenzen.
Wie unterschiedlich deutsche Entwickler mit dem Thema umgehen, zeigen die Rückmeldungen auf eine Anfrage von Golem. Besonders klar ist die Sache bei Deck 13(öffnet im neuen Fenster) aus Frankfurt: Hier wird generative KI im Publishing-Bereich komplett ausgeschlossen.
Michael Hoss, Head of Product, betont: "Wir glauben an schöpferische Werte von Künstlern, nicht an Diebstahl." Der Einsatz generativer KI sei sogar ein Grund, Geschäftsbeziehungen neu zu bewerten. Erlaubt seien höchstens Maschinenübersetzungen in Nischenfällen, allerdings nur ohne zugrunde liegende große Sprachmodelle.
- Anzeige Hier geht es zu Künstliche Intelligenz: Wissensverarbeitung bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.