Kreative Impulse durch die KI
Auch in der internen Entwicklung gelte eine klare Linie: KI dürfe allenfalls ausprobiert werden, aber nicht produktiv in Projekten zum Einsatz kommen, für die Deck 13 als Publisher verantwortlich sei.
Etwas offener, aber vorsichtig zeigt sich der Interactive-Bereich von Deck 13. Dort werde KI ausschließlich in frühen Konzeptionsphasen genutzt, etwa für Brainstormings oder Moodboards. Phil Pradel beschreibt den Nutzen vor allem bei der Visualisierung von Ideen ohne künstlerische Vorkenntnisse.
Cribster: vorsichtiger Einsatz auch beim Coden
Gleichzeitig sieht das Team klare Grenzen: Generierte Inhalte seien rechtlich unsicher und qualitativ schwer kontrollierbar. Für den eigentlichen Entwicklungsprozess blieben von Menschen geschaffene Assets unersetzlich, auch, weil KI-Outputs sich kaum präzise weiter bearbeiten und iterieren ließen.
Deutlich technischer klingt der Ansatz bei Cribster(öffnet im neuen Fenster) aus München. Geschäftsführer Oliver Hengstenberg berichtet, dass KI bereits in der Konzepterstellung, bei Designentwürfen, in der Asset-Produktion mit umfangreicher Nachbearbeitung sowie im Code eingesetzt wird – allerdings nur mit entsprechendem Fachwissen.
Gerade beim Programmieren warnt er vor unwartbaren Sackgassen durch unkritisches Arbeiten mit KI-Vorschlägen. Gleichzeitig sieht Cribster große Chancen beim Lernen für Einsteiger, bei schneller Prototypenentwicklung und bei automatischer Dokumentation, auch wenn viele Zusammenfassungen derzeit noch unzuverlässig seien.
Achtung, Datenschutz!
Besonders kritisch bewertet das Studio Datenschutzfragen, mögliche Sicherheitslücken durch KI-Anbindungen und die Tendenz großer Sprachmodelle, falsche Inhalte überzeugend darzustellen. Den weiteren Ausbau hält Cribster dennoch für unvermeidlich: Wer sich nicht damit beschäftige, werde langfristig ins Hintertreffen geraten.
Beim Publisher Rokaplay(öffnet im neuen Fenster) aus Darmstadt bleibt KI bislang ein rein internes Hilfsmittel. Sie komme für Präsentationen, E-Mail-Automatisierung und frühe Konzeptphasen zum Einsatz, außerdem entstehe ein eigenes KI-Tool für administrative Prozesse wie Abrechnungen mit Entwicklerteams.
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