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Gaming: Russland plant eigene Spielkonsole auf Elbrus-Basis

Ein Tflops-Monster wird das eher nicht: Es gibt erste Details über die russische Antwort auf Playstation und Xbox .
/ Peter Steinlechner
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2018 FIFA World Cup Russia (2017 in Berlin) (Bild: Boris Streubel/Getty Images For Adidas)
2018 FIFA World Cup Russia (2017 in Berlin) Bild: Boris Streubel/Getty Images For Adidas

Bereits im März 2024 hatte Russland angekündigt, auf Anweisung des Machthabers Wladimir Putin eine eigene Spielkonsole zu produzieren, nun gibt es erste Details. Offenbar befinden sich sogar zwei Geräte in Planung: eine klassische Konsole in der Art von Playstation und Xbox sowie eine besonders günstige Plattform für Cloud Gaming.

Bei dem stationären Gerät soll ein in Russland entwickelter und gefertigter Elbrus-Prozessor zum Einsatz kommen. Er soll eine Very-Long-Instruction-Word-Mikroarchitektur (VLIW) verwenden und entweder auf Aurora OS oder auf ALT Linux aufsetzen, berichtet unter anderem Tom's Hardware(öffnet im neuen Fenster) .

Welcher Chip konkret verwendet wird, ist offenbar noch nicht bekannt. Allerdings dürfte das System kaum mit aktuellen Geräten von Sony oder Microsoft mithalten können.

Allerdings soll die offenbar noch namenlose Konsole eine Überraschung bieten. Welche, ist allerdings noch unklar. Spekulativ könnte man sich einen Tablet-Modus wie bei der Nintendo Switch vorstellen.

Im Westen gefertigte Chips dürfen wegen der Sanktionen nicht nach Russland exportiert werden. Ebenso stehen dort keine modernen Architekturen oder Fertigungsverfahren zur Verfügung. Russland hatte 2022 geplant , eine eigene 90-nm-Produktion aufzubauen. Bis 2030 sollen 28 nm erreicht werden.

Günstiges Gerät für Spielestreaming

Neben der Elbrus-Konsole soll es ein zweites Gerät für umgerechnet rund 50 US-Dollar geben. Das entsteht beim Technologiekonzern MTS und verwendet dessen Plattform Fog Play für Cloud Gaming.

Die dafür benötigen schnellen Internetzugänge gibt es vielerorts in Russland: Gerade in den größeren Städten stehen oft Glasfaserverbindungen zur Verfügung. Bis auf Weiteres dürfte es dort aber keine aus dem Westen lizenzierten Spiele geben – ebenfalls wegen der Sanktionen.


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