Gaming: Esports World Cup schüttet 75 Millionen Dollar Preisgeld aus
Der Esports World Cup 2026(öffnet im neuen Fenster) ist beendet. Bei dem siebenwöchigen Großereignis in Paris traten mehr als 2.000 Spieler aus über 100 Ländern für rund 200 Clubs an. In 25 Turnieren und 24 Spielen wurden insgesamt 75 Millionen US-Dollar Preisgeld ausgeschüttet – laut dem Veranstalter mehr als bei jedem bisherigen E-Sport-Event.
Den Gesamtsieg in der sogenannten Club Championship holte AG.AL. Hinter dem Namen steht die chinesische E-Sport-Organisation All Gamers, die für den internationalen Wettbewerb mehrere Teams und Marken unter einem gemeinsamen Dach bündelt.
Dazu gehört unter anderem Anyone's Legend, das vor allem aus League of Legends bekannt ist. AG.AL sammelte über die verschiedenen Wettbewerbe hinweg 5.300 Punkte und erhält dafür 7 Millionen Dollar. Dahinter folgen Team Falcons mit 4.600 und Team Vitality mit 3.300 Punkten.
Entschieden wurde der Gesamtsieg erst am letzten Wochenende von einem einzelnen Rennen in Trackmania – eigentlich kein Schwergewicht der E-Sport-Szene. Titelverteidiger Team Falcons führte vor den Playoffs noch die Gesamtwertung.
Nachdem Carl-Antoni "Carl Jr." Cloutier im Viertelfinale ausgeschieden war, benötigte AG.AL mindestens einen dritten Platz. Gwendal "Gwen" Duparc gewann schließlich das komplette Turnier und sicherte seinem Club damit die Gesamtwertung.
Angeblich 850 Millionen Zuschauer weltweit
AG.AL war zuvor bereits in mehreren Disziplinen erfolgreich. Der Club gewann unter anderem das Tekken-8-Turnier und belegte zweite Plätze in Chess, Free Fire und Honor of Kings sowie Rang drei in Teamfight Tactics.
Die Dimensionen des Esports World Cup gehen inzwischen weit über einzelne Turniere hinaus. Nach Angaben des Veranstalters wurden 175.000 Tickets für die Wettbewerbe verkauft, 94 Prozent mehr als im Vorjahr. Weltweit seien 850 Millionen Zuschauer erreicht und insgesamt 440 Millionen Stunden Inhalte angesehen worden.
Bei der Abschlussveranstaltung im Grand Palais waren Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman anwesend. Saudi-Arabien investiert seit Jahren massiv in Games und E-Sport. Bin Salman steht wegen der Menschenrechtslage in seinem Land und insbesondere wegen der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi international in der Kritik.
Der Esports World Cup fand 2026 erstmals außerhalb Saudi-Arabiens statt – allerdings ungeplant. Wegen des Kriegs mit Iran wurde das ursprünglich für Riad vorgesehene Turnier erst wenige Wochen vor dem Start nach Paris verlegt. 2027 soll der Cup wieder in Riad stattfinden.
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