Gaming-Displays: 4K mit 144 Hz braucht Lüfter und Chroma-Subsampling
Zwei Monitore mit 4K-UHD samt HDR bei 144 Hz befinden sich kurz vor der Markteinführung: der Predator X27 von Acer und der ROG Swift PG27UQ von Asus. Beide kosten rund 2.500 Euro und sind in Nordamerika bereits verfügbar. In Deutschland gibt es einen Test des PG27UQ von PC Games Hardware(öffnet im neuen Fenster), welcher sich mit den Vor- und Nachteilen des Displays beschäftigt. Die Kollegen kommen zum Fazit, dass der Lüfter und das 4:2:2-Subsampling vergleichsweise wenig stören, dafür aber die HDR-Darstellung überzeugt.
Acer und Asus verwenden jeweils ein 4K-UHD-Panel vom AU Optronics mit 3.840 x 2.160 Pixeln und bis zu 144 Hz. Die klappen aber nur, wenn die Farbtiefe bei 8 Bit liegt und eine 4:2:2-Farbunterabtastung eingestellt ist. Wer 10 Bit (via 8 Bit mit Framerate Control) wünscht, muss auf 98 Hz herunterschalten oder 120 Hz mit 8 Bit nutzen. Hintergrund ist die Displayport-1.4-Schnittstelle, die nur rund 32 GBit/s überträgt. Statt Chroma-Subsampling wäre auch Display Stream Compression (DSC) eine Idee gewesen, offenbar wurde der Kompressionsstandard aber nicht implementiert. PCGH findet, dass 4:2:2 statt 4:4:4 kaum auffällt.

Dafür überzeugt die Hintergrundbeleuchtung, die mit 384 Zonen arbeitet und eine sehr hohe Helligkeit von bis zu 1.000 cd/m² erreicht. Andere HDR-Monitore wie der Samsung C27HG70 haben gerade einmal acht Zonen und 600 cd/m², was mit ein sichtbar schlechteres Resultat abliefert. Mit einem OLED-Fernseher ist der ROG Swift PG27UQ aber nicht vergleichbar – Computerbase(öffnet im neuen Fenster) bemängelt Ghosting bei Destiny 2.
Neben 4K und HDR unterstützen der Predator X27 von Acer und der ROG Swift PG27UQ von Asus auch Nvidias G-Sync. Weil der Controller/Scaler und das Panel recht viel Wärme erzeugen, verbauen beide Hersteller einen Lüfter. Laut PCGH ist dieser aus Sitzabstand nicht wahrnehmbar, ein Käufer des Acer-Modells(öffnet im neuen Fenster) hat aber wohl einen ratternden Propeller erwischt. Zumindest ist der Lüfter also eine Problemquelle, entweder durch einen Defekt oder eventuell weil er mit der Zeit verstaubt und lauter wird.
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