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Gaming Disorder: WHO stuft Spielesucht endgültig als Krankheit ein

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Computerspielsucht auf ihrer Jahresversammlung abschließend als Krankheit anerkannt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass die Krankenkassen künftig Behandlungskosten übernehmen.

Artikel veröffentlicht am ,
Gaming Disorder gilt als Krankheit.
Gaming Disorder gilt als Krankheit. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat auf ihrer Jahresversammlung 2019 in Genf endgültig die elfte Version der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) verabschiedet und damit auch Computerspielesucht als Krankheit anerkannt. Eigentlich handelt es sich dabei um eine weitere Formalie: Gaming Disorder wurde bereits 2018 nach langen Diskussionen in den Katalog der Krankheitsbilder aufgenommen.

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ICD-11 tritt zwar erst 2022 in Kraft, dient aber schon jetzt als Grundlage, wenn es um Behandlungen und die Übernahme von Therapiekosten geht. Laut einem Bericht von Tagesschau.de geht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) davon aus, dass sich für Süchtige viel ändere: Wenn die Onlinespielsucht in einem amtlichen, internationalen Verzeichnis der Erkrankungen sei, dann hieße das automatisch, dass eine entsprechende Behandlung in Deutschland möglich sei, sagte der Minister dem Onlineportal zufolge. Und fügte hinzu, dass Therapien nun durch "die gesetzlichen Krankenkassen finanziert würden".

Gaming Disorder gehört zu den sogenannten Impulskontrollstörungen. Die ICD-11 unterscheidet zwischen einer Online-, einer Offline- und einer nicht näher bestimmten Spielesucht. Konkret wird Gaming Disorder definiert als "Muster anhaltenden oder wiederkehrenden Spielverhaltens" mit einer gleichzeitig "beeinträchtigten Kontrolle von Häufigkeit, Intensität oder Dauer" sowie der "Fortsetzung von Spielen trotz des Auftretens von negativen Folgen".

Es gibt derweil Experten, die exzessives Gaming eher als Folge einer anderen Krankheit sehen, etwa einer Angststörung oder einer Depression. Die Befürchtung: Künftig könnte sich die Therapie zu sehr mit dem Symptom, also dem Spielen, beschäftigen und die eigentlichen Probleme vernachlässigen. Nachdem im Zusammenhang mit exzessivem Gaming erst vor allem über World of Warcraft diskutiert wurde, machen sich viele Eltern und Lehrer derzeit eher Sorgen wegen Fortnite Battle Royale und dessen Suchtwirkung.

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Schattenwerk 25. Mai 2019

Unterschied zwischen passivem Konsum und aktivem Konsum existiert jedoch sehr wohl.

Schattenwerk 25. Mai 2019

Lesen und verstehen aller Terms of Service, von denen Spielen, welche er spielen will.

McWiesel 25. Mai 2019

Was gibt es an diesen Spielen zu verstehen? Ich behaupte, dass 90% der Spiele von einem...

Gonzfred 25. Mai 2019

Geht das mit der Behandlung auch Online ? Sowas wie ambulante Reha ? :)

Kay_Ahnung 24. Mai 2019

Das hat die WHO anscheinend in ICD-10 definiert. https://www.drugcom.de/?id=drogenlex...


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