• IT-Karriere:
  • Services:

Gaming Disorder: London plant staatlich finanziertes Zentrum für Onlinesucht

Nach der umstrittenen Einstufung von Spielesucht (Gaming Disorder) als Krankheitsbild durch die Weltgesundheitsorganisation WHO entsteht in London das erste staatlich unterstützte Zentrum, das Betroffenen helfen will. Später könnten weitere Formen der Onlinesucht dazukommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Computerspieler auf der Gamescom 2016
Computerspieler auf der Gamescom 2016 (Bild: Sascha Schuermann/Getty Images)

Der britische National Health Service (NHS) will in London das erste rein staatlich finanzierte Zentrum für Onlinesucht aufbauen. Wie die Zeitung The Guardian meldet, will der Central and North West London NHS Foundation Trust sich in der Einrichtung zuerst um Spielesucht kümmern - also die im Sommer 2018 von der Weltgesundheitsorganisation WHO offiziell als Krankheit eingestufte Gaming Disorder. Später sollen laut Guardian möglicherweise weitere Themen rund um Onlinesucht dazukommen, etwa exzessiver Konsum von Pornografie im Netz.

Stellenmarkt
  1. Hughes Network Systems GmbH, Griesheim
  2. Stadtverwaltung Eisenach, Eisenach

Mit der offizielle Einstufung von Spielesucht als Krankheitsbild durch die Weltgesundheitsorganisation haben es Krankenhäuser und Ärzte nun einfacher, Geld von staatlichen Stellen wie eben dem NHS für ihre Arbeit zu bekommen. Die Klassifikationen von Krankheiten der WHO haben so etwas wie offiziellen Charakter, sie gelten in vielen Ländern als Basis etwa dafür, wann Krankenkassen die Kosten von Behandlungen übernehmen.

Die offizielle Einstufung von Spielesucht ist umstrittenen. Gaming Disorder wird definiert als "Muster anhaltenden oder wiederkehrenden Spielverhaltens" mit einer gleichzeitig "beeinträchtigten Kontrolle von Häufigkeit, Intensität oder Dauer" sowie der "Fortsetzung von Spielen trotz des Auftretens von negativen Folgen".

Es gibt allerdings Experten, die exzessives Gaming eher als Folge einer anderen Krankheit sehen, etwa einer Angststörung oder einer Depression. Die Befürchtung: Künftig könnte sich die Therapien zu sehr mit dem Symptom, also dem Spielen, beschäftigen und die eigentlichen Probleme vernachlässigen.

Die Gründerin des neuen Zentrums sieht das anders. "Spielstörungen bekommen endlich die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Die Not und der Schaden, den sie verursachen können, sind extrem", sagt die Psychiaterin Henrietta Bowden-Jones. "Ich finde, es gibt eine moralische Pflicht, die evidenzbasierte Behandlung dieser jungen Leute und ihrer Familien über den NHS zu ermöglichen."

Die deutschen Krankenkassen haben sich bislang nicht offiziell zur Einstufung der Gaming Disorder durch die WHO geäußert. Der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV) hat erklärt, dass die "Anerkennung von Computerspielsucht als eigenständige Diagnose durch die Weltgesundheitsorganisation WHO keine Auswirkungen auf den Versicherungsschutz in der Privaten Krankenversicherung" habe.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,74€
  2. (-77%) 6,99€
  3. (-72%) 8,50€

thomas.pi 26. Jun 2018

Ich warte dann lieber drei Jahre und spiele das Spiel auf einem leisen und günstigen PC...

Hotohori 26. Jun 2018

Wie in dem Artikel schon steht: die Gefahr ist hoch das man an den Symptomen und nicht an...

Hotohori 26. Jun 2018

Alles was Menschen davon abhalten kann ein braves Gesellschafts-Schaf zu sein, wird eben...

theonlyone 26. Jun 2018

Ganz genau. Der einzige "Sinn" diese Sucht festzulegen ist damit man dafür extra Kohle...


Folgen Sie uns
       


Ninm Its OK - Test

Der It's OK von Ninm ist ein tragbarer Kassettenspieler mit eingebautem Bluetooth-Transmitter. Insgesamt ist das Gerät eine Enttäuschung, bessere Modelle gibt es auf dem Gebrauchtmarkt.

Ninm Its OK - Test Video aufrufen
Generationenübergreifend arbeiten: Bloß nicht streiten
Generationenübergreifend arbeiten
Bloß nicht streiten

Passen Generation Silberlocke und Generation Social Media in ein IT-Team? Ganz klar: ja! Wenn sie ihr Wissen teilen, kommt am Ende sogar Besseres heraus. Entscheidend ist die gleiche Wertschätzung beider Altersgruppen und keine Konflikte in den altersgemischten Teams.
Von Peter Ilg

  1. Frauen in der Technik Von wegen keine Vorbilder!
  2. Arbeit Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen
  3. Arbeit Was IT-Recruiting von der Bundesliga lernen kann

Verkehr: Das Kaltstart-Dilemma der Autos mit Hybridantrieb
Verkehr
Das Kaltstart-Dilemma der Autos mit Hybridantrieb

Bei Hybridautos und Plugin-Hybriden kommt es häufiger zu Kaltstarts als bei normalen Verbrennungsmotoren - wenn der Verbrennungsmotor ausgeht und der Elektromotor das Auto durch die Stadt schiebt. Wie schnell lässt sich der Katalysator vorwärmen, damit er Abgase dennoch gut reinigen kann?
Von Rainer Klose

  1. Renault Elektro-Twingo soll nicht schnellladefähig sein
  2. Elektromobilität Umweltbonus gilt auch für Jahreswagen
  3. Renault City K-ZE Dacia plant City-Elektroauto

Nitropad im Test: Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt
Nitropad im Test
Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt

Das Nitropad schützt vor Bios-Rootkits oder Evil-Maid-Angriffen. Dazu setzt es auf die freie Firmware Coreboot, die mit einem Nitrokey überprüft wird. Das ist im Alltag erstaunlich einfach, nur Updates werden etwas aufwendiger.
Ein Praxistest von Moritz Tremmel und Sebastian Grüner

  1. Nitropad X230 Nitrokey veröffentlicht abgesicherten Laptop
  2. LVFS Coreboot-Updates sollen nutzerfreundlich werden
  3. Linux-Laptop System 76 verkauft zwei Laptops mit Coreboot

    •  /