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Gaming: Discord investiert 150 Millionen US-Dollar in Game-Store

Konkurrenz zu Valve und Co.: Nicht nur ist der Anteil am Umsatz den der Discord Game Store von Spieleentwicklern verlangt, vergleichsweise gering, der Dienst kann auch auf eine potentiell große Käuferschaft zurückgreifen. Eine große Geldsumme soll dabei helfen, den Onlineshop besser zu etablieren.
/ Oliver Nickel
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Discord investiert viel Geld in den Game Store. (Bild: Discord/Montage: Golem.de)
Discord investiert viel Geld in den Game Store. Bild: Discord/Montage: Golem.de

Der Community-Messagingdienst Discord unterstützt seinen kommenden PC-Game-Shop mit 150 Millionen US-Dollar, um das Geschäft offenbar möglichst schnell zu expandieren. Das Geld kommt aus Kapital, das Discord über Investoren erhält, berichtet das US-Onlinemagazin Venturebeat(öffnet im neuen Fenster) . Unter den Teilhabern ist auch das chinesische Unternehmen Tencent. Dieses verantwortet diverse Spiele, größtenteils für mobile Plattformen, aber etwa auch das beliebte Moba-Spiel League of Legends, dessen Entwicklerstudio Riot Games es besitzt. Weitere Investoren sind Firstmark, IVP, Index Ventures, Technology Opportunity Partners und Greenoaks Capital als Hauptgeldgeber.

Der Store und das Nitro-Abonnement sollen künftig die primären Einnahmequellen des Unternehmens werden. Zweiteres bietet Nutzern des Online-Chats diverse Vorteile wie eigene Avatare, Emojis und andere Dinge. Der Discord Store hingegen ist in dem Sinne recht besonders, als dass er von den Entwicklern nur zehn Prozent des Umsatzes von auf der Plattform verkauften Spielen verlangt. Valves Verkaufsportal Steam ist da wesentlich teurer und kostet je nach Umsatz des Entwicklers 20 bis 30 Prozent der Erlöse.

Zeit-exklusive Spiele auf Discord – Trailer
Zeit-exklusive Spiele auf Discord – Trailer (01:17)

Kaum bekannter Game Store mit potentiell großer Nutzerbasis

Allerdings ist der Discord Store bisher nicht sehr etabliert und kaum bekannt. Die 150 Millionen US-Dollar könnten das ändern, vor allem da Discord durch den relativ geringen Anteil am Spieleverkauf nicht so schnell an neues Geld kommt. Ein Vorteil ist allerdings die recht große Nutzerbasis des an sich kostenlosen Dienstes. Etwa 200 Millionen registrierte Nutzer verzeichnet er – primär PC-Spieler.

Discord hat sich als primäres Kommunikationstool zwischen Inhaltserstellern und der Community etabliert. Viele Youtuber, Twitch-Streamer und andere Persönlichkeiten verwenden das Programm. Aber auch Gilden, Clans, Organisationen und Corporations innerhalb von Spielen wie World of Warcraft, Destiny 2, Counter Strike: Global Offensive oder Star Citizen nutzen die Software. Daher ist es kein Wunder, dass das Unternehmen bereits auf einen Wert von 2 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Das Potential für Wachstum ist da.


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