Gaming Crackdown: China hält Probleme durch Spielesucht für gelöst

In China gibt es nach offiziellen Darstellungen keine Probleme mehr mit Computerspielesucht bei Jugendlichen. Das sagen laut einem Bericht von Reuters(öffnet im neuen Fenster) mehrere staatliche Stellen und Forschungseinrichtungen, darunter das China Game Industry Group Committee.
An welchen konkreten Details die offiziellen Stellen festmachen, dass es mit Spielesucht keine Probleme mehr gibt, ist nicht bekannt. Ebenfalls unklar ist, welche Folgen das Ergebnis hat.
Einerseits könnten bestimmte Beschränkungen für die Spieleindustrie gelockert werden, insbesondere was die Freigabe von neuen Games angeht. Selbst Konzerne wie Tencent und Netease hatten in den vergangenen beiden Jahren massive Schwierigkeiten, entsprechende Lizenzen zu bekommen.
Bereits Mitte November 2022 machte ein Journalist von Reuters auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) auf einen ungewöhnlich positiven Bericht über Gaming in den Staatsmedien aufmerksam. Das führte zu teils erheblichen Preissprüngen bei Aktien von Technologieunternehmen.
Genauso gut könnte es sein, dass die chinesischen Behörden den einmal eingeschlagenen Weg fortsetzen. Echte Lockerungen dürften schließlich rasch wieder zu mehr Spielekonsum führen.
Maximal drei Stunden Gaming pro Woche
In China dürfen Minderjährige seit August 2021 lediglich freitags, samstags und sonntags jeweils zwischen 20 und 21 Uhr spielen. Die Vorgaben werden strikt überprüft, etwa mit den Identifikationssystemen der Smartphones.
Dazu kommen Einschränkungen bei den Inhalten, etwa Verbote bei der Darstellung von Glücksspielelementen sowie bei Aberglauben, Horror und dem, was die Behörden als "Verweichlichung" bezeichnen, etwa betont feminine Darstellungen von männlichen Helden.
Auch für Spielestreamer gibt es massive Einschränkungen, etwa was Spenden betrifft. Auf diese Weise wurde das Ökosystem rund um Gaming in den vergangenen Jahren massiv verkleinert. Anfang 2022 gab es Berichte, laut denen rund 14.000 Entwicklerstudios sowie verbundene Marketing- oder Merchandisingfirmen aufgegeben hatten.



