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Gaming: AMD bringt HDMI-2.1-Unterstützung in Linux-Treiber

AMD-GPUs waren wegen Lizenzproblemen unter Linux jahrelang künstlich eingeschränkt. Das ändert sich bald.
/ Johannes Hiltscher
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AMD-GPUs wie diese Radeon RX 9070 XT beherrschen HDMI 2.1 bald auch unter Linux. (Bild: Sapphire/Montage: Golem.de)
AMD-GPUs wie diese Radeon RX 9070 XT beherrschen HDMI 2.1 bald auch unter Linux. Bild: Sapphire/Montage: Golem.de

Wer unter Linux mit AMD-GPU spielt, kennt sicher den größten Nachteil gegenüber Windows: Der freie Radeon-Treiber unterstützt nur HDMI 2.0 und damit niedrigere Auflösungen und Bildwiederholraten als das Windows-Pendant.

Das führte etwa Valves Steam Machine vor Augen, die trotz HDMI-2.1-Hardware nur mit dem Vorgänger klassifiziert war. Doch AMD scheint diese Beschränkung nun anzugehen: Wie das Linux-Newsportel Phoronix bemerkte(öffnet im neuen Fenster), haben AMD-Entwickler erste Patches für den Linux-Kernel eingereicht, die HDMI 2.1 zumindest teilweise in den freien Treiber bringen.

Laut Commit-Nachricht(öffnet im neuen Fenster) erweitern die Patches den amdgpu-Treiber aber vorerst nur um Fixed Rate Link (FRL). FRL ermöglicht bei HDMI 2.1 höhere Datenraten, es ersetzt das zuvor genutzte TMDS (Transition-minimized Digital Signaling).

Schrittweise zur vollen HDMI-2.1-Unterstützung

Features wie Variable Refresh Rate (VRR) fehlen aktuell noch. Laut Kommentar eines AMD-Entwicklers im Phoronix-Forum(öffnet im neuen Fenster) ist aber eine volle HDMI-2.1-Unterstützung geplant.

Offenbar hat AMD nach Jahren Probleme mit dem HDMI Forum geklärt, das den Standard entwickelt und verwaltet. Das Forum stellte sich gegen den Open-Source-Treiber(öffnet im neuen Fenster), da es sein geistiges Eigentum gefährdet sah. Die HDMI-Standards sind nicht frei zugänglich.

Grund für Öffnung unklar

Wie es zu dem Sinneswandel kam, ist unklar. Denkbar ist, dass die Veröffentlichung von HDMI 2.2 Anfang 2025 die Bedenken bezüglich des Vorgängers schwinden ließ. HDMI 2.1 wurde vor über neun Jahren vorgestellt. Einen Teil der neuen Features implementierte zudem der Linux-Entwickler Tomasz Pakuła(öffnet im neuen Fenster).

Dass entsprechender Code bereits existierte, könnte es den AMD-Entwicklern einfacher gemacht haben, vom HDMI Forum das Okay für offizielle Unterstützung zu bekommen. Wann der neue Code in den Linux-Kernel übernommen wird, ist noch offen. Er muss zunächst noch den Review-Prozess durchlaufen. Phoronix erwartet, dass er frühestens im Kernel 7.2 eingepflegt wird.


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