Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Gameworks: Nvidia rollt den Rasen aus

Nvidias Turf Effects soll künftig für die Grasdarstellung in PC-Spielen sorgen. Die einzelnen Büschel bestehen aus echter Geometrie, interagieren mit Objekten und verschatten sich gegenseitig.
/ Marc Sauter
56 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Turf Effects (Bild: Nvidia)
Turf Effects Bild: Nvidia

Während AMD kontinuierlich die eigene Mantle-Schnittstelle vorantreibt, erweitert Nvidia seit Monaten seine Gameworks genannte Sammlung von Bibliotheken, die Entwickler beispielsweise für die Darstellung von Haaren, Fell, Meereswellen oder Rauch verwenden können.

Neunter Zugang von Gameworks ist Turf Effects(öffnet im neuen Fenster): Das Modul setzt die DirectX-11-Schnittstelle voraus und wird exklusiv für PC-Spiele angeboten, denn in den aktuellen Spielekonsolen Playstation 4, Xbox One sowie Wii U stecken Grafikeinheiten von AMD – und nicht von Nvidia.

Nvidia Gameworks – Turf Effects
Nvidia Gameworks – Turf Effects (01:41)

Turf Effects bildet aus Tausenden von Grasbüscheln eine weitläufige Wiese, jeder Halm besteht aus mindestens drei bis hin zu mehreren Hundert Dreiecken. Die Büschel sind also anders als in den meisten Spielen – selbst in Crysis 3 – keine Texturen, sondern aus Geometrie.

Dadurch können die Grashalme mit Objekten, also auch hindurchlaufenden Spielfiguren, interagieren, womit Turf Effects laut Nvidia neue Möglichkeiten und Taktiken ermöglicht – wenngleich auch Crysis 3 das schon zeigt. Die Entwickler können bestimmen, ob und wie lange das Gras von den Objekten plattgedrückt bleibt.

Die einzelnen Halme von Turf Effects sollen sich durch entsprechendes Shading beleuchten lassen, sich gegenseitig verschatten und – wichtig für die Performance – nicht sichtbare Büschel schnell verdecken (Occlusion Culling).

Nvidia berichtet von weniger als einer Millisekunde pro Frame, die eine Geforce GTX 680 benötige, um eine Million Halme darzustellen. Dieser Wert berücksichtigt jedoch nicht das Kantenflimmern der Grasbüschel, das ohne Post-Processing- oder Multisampling-Kantenglättung zu erkennen ist.

Turf Effects soll im Frühjahr 2015 verfügbar sein.


Relevante Themen