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War die Game-Stop-Rallye nur ein teurer Selbstbetrug?

Doch war die Rallye wirklich nicht mehr als ein teurer Selbstbetrug für viele Klein- und eine Manipulation des Marktes durch Großanleger? Wäre dem so, wäre nichts an der Geschichte neu.

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"Große institutionelle Anleger wie Pensionsfonds haben schon immer viel Marktmacht ausgeübt, bis hin zur Manipulation", erklärt Robert Peres, Vorstandsvorsitzender der Initiative Minderheitsaktionäre.

Im Fall von Gamestop trieben allerdings auch Kleinanleger den Markt an. "In Onlineforen und mit Trading-Apps konnten sie sich wie ein Schwarm organisieren und den Markt für die Gamestop-Aktie manipulieren", so Peres. Das war in diesem Ausmaß nur durch die Digitalisierung möglich.

Da soziale Netzwerke und Neobroker eine so große Dynamik entfalten können, werden sich Kursentwicklungen, die durch keine realwirtschaftlichen Daten gerechtfertigt sind, künftig zudem wohl häufiger wiederholen. Das könnte irgendwann auch gesunden Unternehmen schaden sowie Menschen, die ihre Altersvorsorge auf Aktien aufbauen. Zugleich schwächt es die Funktion der Börse als Marktplatz, auf dem sich Unternehmen Kapital für zukunftsträchtige Ideen besorgen können.

Digitalisierung macht eine Regulierung der Börsen wohl unerlässlich

"Zugleich prägen Gamifizierung und Casino-Kapitalismus zunehmend die Börse, wenn sich der Handel mit einer Aktie und ihr Kurs wie bei der Gamestop-Rallye immer weiter vom realistischen Unternehmenswert abkoppeln", warnt Wirtschaftswissenschaftler Dobusch.

Damit das nicht passiert, muss der Finanzmarkt dringend reguliert werden. "Wir sind weit von einem Regulierungsniveau entfernt, das größere Übertreibungen und Krisen an den Börsen verhindern könnte", stellt Dobusch fest. Er fordert daher, kreditfinanzierte Aktienkäufe einzuschränken und Anleger nicht noch dadurch zu belohnen, dass sie derartiges Fremdkapital von ihrem zu versteuernden Spekulationsgewinn abziehen dürfen.

Aktien Komplett-Anleitung: Alles, was Sie als Börsen-Einsteiger unbedingt über Wertpapiere wissen müssen. Genau so investieren Sie mit wenig Kapital und bauen sich ein krisensicheres Vermögen auf

Außerdem sollte das Investmentgeschäft der Banken klar von deren Kreditvergabe getrennt werden. So ließe sich verhindern, dass an der Börse eingegangene Risiken das Kerngeschäft der Geldhäuser gefährden. "Das wichtigste wäre aber eine Finanzmarkttransaktionssteuer", fordert Professor Dobusch, "weil dies eine Abgabe auf kurzfristige, spekulative und damit wirtschaftlich sinnlose Transaktionen ist." Mit den Einnahmen könnte der Staat Schäden abmildern, die Spekulanten verursachen.

"Wir brauchen außerdem mehr Bildung über Aktien, ihre Chancen und Risiken und die Funktionsweise des Kapitalmarkts", wünscht sich Robert Peres von der Initiative Minderheitsaktionäre. Deshalb bewirken Neobroker vielleicht auch etwas Positives, hofft er. Denn durch sie könnten mehr Menschen Aktionäre werden. Dann wären Trading-Apps doch mehr als nur ein neuer Teufel am Aktienmarkt.

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Liberalala 04. Mär 2021 / Themenstart

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Tubes 04. Mär 2021 / Themenstart

Du hast natürlich recht aber Du vergisst, dass die Schattenseite Ihre Misserfolge...

Tubes 04. Mär 2021 / Themenstart

Solange wir ein planwirtschaftliches Geldsystem einsetzen (Basel 1-4), welches durch...

Emulex 04. Mär 2021 / Themenstart

Deshalb investiert man nie alles auf einmal. Hättest du 2008 einfach angefangen einen...

elidor 04. Mär 2021 / Themenstart

In der Schweiz zahlst du auf Aktiengewinne aber bspw. keine weiteren Steuern. In...

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