Gamesförderung: Weitere 5,6 Millionen Euro für deutsche Spieleentwickler

Das Wirtschaftsministerium investiert erneut in die Spieleentwicklung. Gefördert werden Projekte von Cipsoft, Daedalic und Studio Fizbin.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Mit einer Million Euro wird das Zombie-MMO Persist Online gefördert.
Mit einer Million Euro wird das Zombie-MMO Persist Online gefördert. (Bild: Cipsoft)

In einer neuen Förderrunde hat das Bundeswirtschaftsministerium erneut die Entwicklung deutscher Computerspiele finanziert, wie Gameswirtschaft berichtet. Millionenbeträge gehen dabei an Daedalic, Cipsoft und Studio Fizbin.

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Cipsoft betreibt seit den 90er-Jahren das MMO Tibia, scheiterte aber zuletzt mit der Entwicklung des Blockchain-Spiels Litebringer und verwies auf enttäuschende Spielerzahlen. Im Schatten des eines abflauenden Interesses an NFTs und dem anhaltenden Kurseinbruch der Kurse von Kryptowährungen wird das nun mit Fördergeldern unterstützte Projekt Persist Online ohne Blockchain auskommen.

Der höchste Einzelbetrag geht mit zwei Millionen Euro an den in Hamburg ansässigen Entwickler und Publisher Daedalic. Dessen gefördertes Projekt soll im Sommer 2024 fertiggestellt werden. Noch in diesem Jahr erscheint sein Lizenzspiel Gollum zur gleichnamigen Herr-der-Ringe-Figur. Das vor allem für die Deponia-Reihe bekannte Daedalic wurde Anfang des Jahres für 53 Millionen Euro nach Frankreich verkauft.

Das Magazin Gameswirtschaft hat überschlagen, dass das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen der Gamesförderung bislang 27 Millionen Euro in Spieleprojekte investiert hat. Mit 1,3 Millionen Euro für ein bislang unbetiteltes Action-Roguelike und weiteren 200.000 Euro für das Spiel Ice Dance Nomads gehört Studio Fizbin zu den 20 meistgeförderten Studios in Deutschland. Bislang war das von Ludwigsburg und Berlin aus arbeitende Studio auf Adventures wie Minute of Islands und The Inner World spezialisiert.

Deutsche Spielebranche bleibt förderbedürftig

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2021 veröffentlichte das damals noch für die Fördergelder zuständige Ministerium für Digitales und Verkehr eine Strategie zur Förderung des Spieleentwicklungs-Standortes Deutschland. Darin hieß es, Deutschland solle "Leitmarkt für Computerspiele werden und Deutschland fit machen für den internationalen Wettbewerb im Games-Sektor, um langfristig wirtschaftliche Potenziale und Technologien zu sichern sowie Kompetenzen auszubauen". Seit 2019 stehen zu diesem Zweck jährlich 50 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung.

Laut Zahlen des Branchenverbandes Game ist Deutschland zwar ein international wichtiger Absatzmarkt für PC-, Konsolen- und Mobile-Spiele. Inländische Produktionen spielen wirtschaftlich aber eine untergeordnete Rolle und machen seit Jahren weit weniger als fünf Prozent der aller in Deutschland erzielten Umsätze aus.

Schwindendes Interesse internationaler Publisher überschattete zuletzt auch die weltweit größte Spielemesse Gamescom. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Einschränkungen werden große Aussteller wie Sony, Blizzard und Nintendo dem Messegelände in Köln in diesem Jahr fernbleiben.

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