• IT-Karriere:
  • Services:

Gamesbranche: Spielentwickler wollen mehr und einfacher Förderung

Eines der größeren Probleme von deutschen Spielentwicklern ist die vergleichsweise schlechte finanzielle Ausstattung. Der Branchenverband BIU hat nun ein Konzept vorgelegt, das den Studios besseren Zugang zu Fördermitteln bescheren soll - Golem.de stellt die wichtigsten Punkte vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Grafik des BIU zum Förderkonzept
Grafik des BIU zum Förderkonzept (Bild: BIU)

Im Rahmen eines Parlamentarischen Abends hat der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) in Berlin ein Konzept vorgestellt, mit dem deutsche Spielentwickler einfacher an mehr staatliche Fördermittel kommen würden. Auffällig ist, dass es Geld aus der Staatskasse erst für etwas größere Projekte geben soll, die über einen Umfang von mindestens 200.000 Euro verfügen. Das soll dafür sorgen, dass keine allzu nischigen Titel entstehen, die international keine Chance haben. Die Höchstgrenze liegt bei fünf Millionen Euro je Spiel in fünf Jahren.

  • Modellentwurf zur steuerlichen Gamesförderung (Grafik: BIU)
Modellentwurf zur steuerlichen Gamesförderung (Grafik: BIU)
Stellenmarkt
  1. LS telcom AG, Lichtenau (Baden)
  2. Blickle Räder+Rollen GmbH u. Co. KG, Rosenfeld

Der BIU nennt die Förderung "Kulturförderbonus", weil es - wie schon beim Deutschen Computerspielpreis - nur Geld für Games geben soll, die als "kulturell wertvoll einzustufen" sind. Das gilt unter anderem für Werke, deren Inhalt auf dem deutschen oder europäischen kulturellen und gesellschaftlichen Erbe basiert, die deutsche Hoch- oder Popkultur aufgreifen oder auf einer literarischen oder filmischen Grundlage aus dem deutschen Sprachraum basieren.

Außerdem muss ein bestimmter Teil der Mitarbeiter in Deutschland oder Europa seinen Wohn- und Steuersitz haben. Mindestens 50 Prozent der gesamten Entwicklungskosten müssen in Deutschland entstehen. All diese Punkte müssen in einem standardisierten Antragsverfahren belegt werden. Falls dessen Prüfung nicht innerhalb von drei Monaten abgeschlossen ist, gilt er als genehmigt - jedenfalls schlägt das der BIU so vor.

In einem längeren PDF geht der Verband im Detail darauf ein, wie die Gelder mit den jeweiligen Steuererklärungen verrechnet werden und welche konkreten Bedingungen erfüllt sein müssen. Das Konzept wird vom zweiten großen deutschen Verband, dem Bundesverband der deutschen Games-Branche (Game), begrüßt - allerdings arbeitet der Game derzeit an einem eigenen Vorschlag.

Viele Studios in schwieriger Lage

Ob die Konzepte von der Politik aufgegriffen werden und ob dann daraus Gesetze entstehen, ist derzeit schwierig einzuschätzen. Ganz grundsätzlich ist vielen maßgeblichen Entscheidern aber klar, dass die deutschen Entwickler ohne Förderung kaum eine Chance gegen die finanziell viel besser ausgestatteten Studios etwa in Großbritannien, Kanada und den USA haben.

Deutschland zählt zwar zu den weltweit größten Absatzmärkten für Games, der Anteil deutscher Produktionen am hierzulande erzielten Umsatz liegt derzeit aber bei nur 6,5 Prozent - und ist weiter rückläufig. Firmen wie Goodgames, Daedalic und Wooga mussten in den letzten Monaten Mitarbeiter entlassen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Samsung Xpress SL-C480 Farb-Laserdrucker für 149,99€, Asus VivoBook 17 für 549,00€, HP...
  2. (u. a. Red Dead Redemption 2 für 24,99€, Star Wars Jedi: Fallen Order für 44,99€, Borderlands...
  3. (u.a. Lenovo Tab E10 für 99,00€, Huawei MediaPad T5 für 179,00€)

non_sense 25. Nov 2016

Das kommt doch auf das verwendete Framework an. O/R-Mapper sind da schon sehr elegant...

b1n0ry 25. Nov 2016

Eine staatliche Förderung würde eh nur das fördern, was von Spielern nicht gefordert...

Kleine Schildkröte 24. Nov 2016

Das schlimme ist ja die Förderung. Die muss beantragt werden, da muss geprüft werden, da...

Kleine Schildkröte 24. Nov 2016

Jetzt mal ehrlich, wer will denn bitte Spielförderung? Dazu auch noch, um international...

dukki 24. Nov 2016

Lese ich es richtig? Es werden Steuergelder ab einem bestimmten Budget verteilt? Also...


Folgen Sie uns
       


Smarte Jeansjacke von Levis ausprobiert

Das Trucker Jacket mit Googles Jacquard-Technologie hat im Bund des linken Ärmels eingewebte leitende Fasern. Diese bilden ein Touchpad, das wir uns im Test genauer angeschaut haben.

Smarte Jeansjacke von Levis ausprobiert Video aufrufen
Arbeitsklima: Schlangengrube Razer
Arbeitsklima
Schlangengrube Razer

Der Gaming-Zubehörspezialist Razer pflegt ein besonders cooles Image - aber Firmengründer und Chef Tan Min-Liang soll ein von Sexismus und Rassismus geprägtes Arbeitsklima geschaffen haben. Nach Informationen von Golem.de werden Frauen auch in Europa systematisch benachteiligt.
Ein Bericht von Peter Steinlechner

  1. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  2. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch
  3. Tartarus Pro Razers Tastenpad hat zwei einstellbare Schaltpunkte

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


    Cloud Gaming im Test: Leise ruckelt der Stream
    Cloud Gaming im Test
    Leise ruckelt der Stream

    Kurz vor Weihnachten werben Dienste wie Google Stadia und Playstation Now um Kunden - mit noch nicht ganz perfekter Technik. Golem.de hat Cloud Gaming bei mehreren Anbietern ausprobiert und stellt Geschäftsmodelle und Besonderheiten vor.
    Von Peter Steinlechner

    1. Apple und Google Die wollen nicht nur spielen
    2. Medienbericht Twitch plant Spielestreaming ab 2020
    3. Spielestreaming Wie archiviert man Games ohne Datenträger?

      •  /