Wenn das Mitspracherecht der Spieleentwickler fehlt

Warum die meisten Filme, die auf große Spiele-Franchises setzen, nicht erfolgreich waren, sagt Thomas Tull, Produzent des kommenden Warcraft-Films: "Geht's nur darum, die Spieler irgendwie in die Kinos zu locken, die Frage, wie viel Geld man mit einem Film zum Spiel machen kann, dann ist das Unterfangen zum Scheitern verdammt." Ein aktuelles Paradebeispiel, das Tulls These unterstützt, ist die schwache Verfilmung der Rennspielreihe Need for Speed.

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Bislang war es in der Vergangenheit zudem die Regel, dass die Spielemacher kein Mitspracherecht an der Leinwandumsetzung hatten, sie vergaben nur die Lizenz. Regisseure und Autoren kannten die Spiele in vielen Fällen nicht einmal, hatten sie nie ausprobiert oder ihre Charaktere verstanden, ihre Essenz verinnerlicht. Sie sahen sie nicht als vollwertiges Medium, respektierten sie nicht als wertvolle Vorlage, sondern lediglich als zugkräftigen Namen, der mit gänzlich eigenen Ideen auszustatten sei.

Auf Augenhöhe mit anderen narrativen Kunstformen

Videospiele können jedoch schon seit langem auf dem narrativen Niveau von Film, Buch und Theater liegen. Adventure-Klassiker wie Maniac Mansion erzählten schon in den Achtzigerjahren eine Geschichte, wie sie heute von Pixar stammen könnte. Bei jüngeren Werken wie Bioshock oder Metal Gear Solid sind gar philosophisch aufgeladene und gesellschaftskritische Denkkonzepte angelegt. Fiktive Welten werden erschaffen, in denen die Folgen eines objektivistisch geprägten Soziotops oder entfesselten privat-militärisch geprägten Sektors exerziert werden.

Reihen wie Uncharted, Call of Duty und Assassin's Creed stehen für cineastische Actionunterhaltung in Videospielform. Und hinter Produktionen wie Watch Dogs, Mass Effect und auch World of Warcraft verbergen sich fein ausgestaltete Welten und Universen, die mit unglaublichen Details, spannenden Charakteren und erzählenswerten Geschichten, Themen und Thesen ausstaffiert sind.

Hollywood erkennt die Kreativität der Spiele

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In Videospielen gibt es viele kreative Ideen, frische Handlungen und originelle Helden, die Hollywood allmählich als achtenswert anerkennt. Rund 20 Realfilmumsetzungen mit Multimillionen-Budget sind derzeit zu Videospielen angesetzt. Alleine 2016 sollen Warcraft, Uncharted, Assassin's Creed und Metal Gear Solid in die Kinos kommen. Zu Angry Birds und der Pikmin-Reihe soll es Animationsfilmumsetzungen geben.

In den Jahren darauf wird geplant, Just Cause, Deus Ex, Splinter Cell, The Last of Us und Shadow of the Colossus filmisch umzusetzen. Sogar ein Film zum Klötzchen-Klassiker Minecraft ist in Vorbereitung, wie auch zum simplen Reaktionstest Temple Run.

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 Games-Verfilmungen: Videospiele erobern HollywoodDie Spielehersteller werden selbst zu Filmemachern 
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tibrob 20. Dez 2014

Du kannst nie die Details eines Buches in einen 90-Minuten-Film quetschen. Hat selbst...

tibrob 16. Dez 2014

Ich meine die Neuverfilmung mit den Gummipflanzendingern als Zweiteiler, die über den...

Chatlog 16. Dez 2014

Ja Mass Effect: Paragon Lost sieht nicht toll aus, die Animationen wirken altbacken wie...

The_Soap92 15. Dez 2014

Die leider zu spät kam. Aber gut war sie allemal :D

TheUnichi 15. Dez 2014

Kommt doch jetzt die Halo-Serie :)



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