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Games: Spielentwickler bangen weiter um Millionenförderung

Bei der Eröffnung der Messe in Köln haben die für Digitales zuständigen Bundespolitiker Andreas Scheuer und Dorothee Bär keine guten Nachrichten für die Branche gehabt: Sie wollten zwar eine weitere Millionenförderung zusagen - könnten dies aber nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Besucher auf der Gamescom 2019 in Köln
Besucher auf der Gamescom 2019 in Köln (Bild: Ina Fassbender/AFP/Getty Images))

Bei der Eröffnung der Gamescom am 20. August 2019 in Köln haben der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, und die Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär (beide CSU), die Spielebranche enttäuscht: Anders als allgemein erwartet oder zumindest erhofft, konnten die beiden Politiker keine weitere Förderung durch den Bund zusagen. Nun müssen Entwickler sich gedulden und abwarten, ob im weiteren parlamentarischen Verfahren noch Gelder eingeplant werden. Unter der Hand ist allerdings zu hören, dass dies eher nicht der Fall sein werde. Die Entscheidung dürfte im September 2019 fallen.

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Im Jahr 2019 sind für die Förderung der Spielentwickler in Deutschland erstmals Bundesmittel eingeplant, und zwar 50 Millionen Euro. Die Branche war davon ausgegangen, künftig jedes Jahr Geld in ähnlicher Höhe zur Verfügung gestellt zu bekommen. Stattdessen ist für 2020 bislang keine Förderung vorgesehen.

Scheuer machte auf der Gamescom aber klar, dass er die Spielebranche weiter fördern wolle. "Unser Ministerium setzt sich weiterhin stark dafür ein, dass die Förderung auch langfristig fortgeführt wird", sagte er. "Dafür fighten wir in der Bundesregierung und im Bundestag."

Bär sagte: "Ich setze mich persönlich dafür ein, dass Gaming auch als innovativer Wirtschaftszweig und deutsches Kulturgut noch weiter etabliert wird."

Für Spielentwickler ist allerdings schon die Planungsunsicherheit ein Problem. Das sagt der Branchenverband Game, aber auch Entwickler sind frustriert: "Startups laufen jetzt mit Ansage in ein hohes Insolvenzrisiko", schrieb Carsten Fichtelmann, Chef von Daedalic Entertainment, im Juni 2019 auf Facebook.

Benedikt Grindel von Ubisoft Blue Byte kritisierte im Interview mit der Süddeutschen Zeitung: "Deutschland bietet im Vergleich mit anderen Standorten nicht wenig, sondern im Prinzip nichts. Es gab klare Versprechen und Erwartungen wurden geschürt."

Grindel will trotzdem in die Studios investieren: Die Mitarbeiterzahl an den drei Standorten Mainz, Düsseldorf und Berlin solle bis "Ende 2023 auf mehr als 1.000 Entwickler" wachsen - was ungefähr eine Verdopplung wäre. Ubisoft Blue Byte arbeitet derzeit unter anderem an Erweiterungen für Anno 1800 und am Aufbauspiel Die Siedler, das 2020 erscheinen soll.

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Timo 22. Aug 2019

Um 30000 rum. Also eher 1600 pro Platz und Jahr. Aber immer im Kopf behalten das...

DebugErr 22. Aug 2019

Ich kenne noch "Das Erbe", ein ziemlich merkwürdiges Point&Click vom deutschen Umweltamt...

Anonymer Nutzer 21. Aug 2019

Meines Wissens nach gehört BlueByte zu 100% zu Ubi ...

ptepic 21. Aug 2019

Dann sollen die Jobs da gefördert werden, wo es wichtig ist. Schöner Nebeneffekt (ohne...

Lanski 21. Aug 2019

Naja, du beschwerst dich, dass die nich gegen die großen ankommen. Aber die Länder wo...


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