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Sylvius Lack und Thomas Dlugaiczyk auf der Gamescom 2015
Sylvius Lack und Thomas Dlugaiczyk auf der Gamescom 2015 (Bild: Golem.de)

Anschluss zu anderen Studiengängen gesichert

Golem.de: Was passiert denn jetzt mit den Studierenden der GA Hochschule?

Dlugaiczyk: Wir haben sofort mit den Studierenden gesprochen und sehr viele Kollegen - vor allem an privaten Hochschulen - gefunden, die bereit waren, sie aufzunehmen. Einige wollen eine Ausbildung machen, andere gehen an unterschiedliche Hochschulen. Um ein Bild zu gebrauchen: Die Hochschule ist nicht havariert. Wir sind gut in den Hafen gekommen, jetzt besorgen wir für alle Passagiere ein Anschlussticket.

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Lack: Wir konnten zum Glück die Anschlussfähigkeit zu anderen Studiengängen herstellen. Außerdem haben wir insbesondere bei Digital Arts das Interesse etwa an Film und Fernsehen geweckt, so dass einige der Studierenden an Hochschulen in diesem Bereich weiterstudieren. Die Studienleistungen werden anerkannt.

Dlugaiczyk: Trotzdem ist das Ganze für mich sehr traurig. Und nicht nur für mich, sondern auch für zahlreiche andere Menschen, die sich in den letzten zehn Jahren mit dem Aufbau der Hochschule beschäftigt haben. Und jetzt sind wir damit gescheitert. Das gehört dazu, aber für uns ist das alles hart.

Immerhin konnten wir durch die GA Hochschule ungeheuer viel lernen, was Ausbildung und Lehre betrifft. Und wir haben schon ein paar Ideen, wie wir das in die Games Academy einbringen können, um das Angebot da weiter zu verbessern.

Lack: Die Anleitung zur kritischen Selbstreflexion, die Fähigkeit, auf Distanz zum eigenen Werk und Handeln gehen zu können, ist ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor bei der kreativen Arbeit.

Golem.de: Die Arbeit in der Spielebranche hat manchmal nicht das beste Image. Da geht es um schlechte Löhne und hohe Arbeitsbelastungen. War das ein Problem?

Lack: Gamedesign ist ein bisschen wie Rock 'n' Roll. Ich mache etwas, was ich liebe - und werde dabei vielleicht reich und berühmt. Das ist eine Triebfeder, die ich bei vielen sehe. Aber viele der Studierenden haben auch die Erwartungen, dass in der Branche noch viel passieren wird, etwa was Streaming angeht, und dass dies ihre Möglichkeiten auch beruflich erweitert.

Dlugaiczyk: Wir wissen durch eine aktuelle Untersuchung ganz gut, was unsere Absolventen durchschnittlich verdienen, und wie sich ihr Gehalt über Jahre entwickelt. Die konkreten Zahlen nennen wir natürlich nicht. Aber es ist ganz eindeutig, dass sich eine Ausbildung gut refinanzieren lässt. Es gibt Absolventen, die seit mehr als zehn Jahren in der Branche arbeiten, eine Familie mit zwei Kindern haben und wunderbar zurechtkommen. Wer zu einem Startup geht, findet da natürlich sehr unterschiedliche Gehälter, und die liegen eher unterhalb eines typischen Softwareentwicklers. Das wissen die Leute aber vorher ganz genau. Indie ist halt auch cool!

Golem.de: Gibt es etwas, was sich bei der Ausbildung in der Spielebranche unbedingt ändern sollte?

Lack: Ich würde mich sehr freuen, wenn die Industrie das Thema Ausbildung noch mehr als bisher als wichtigen Standortfaktor sehen und stärker fördern würde. Es gibt eine grundlegende Bereitschaft, aber die ist manchmal etwas zu punktuell ausgeprägt - also vor allem dann, wenn gerade wieder Leute gesucht werden.

Dlugaiczyk: Qualität statt Quantität, Klasse statt Masse.

 Spielebranche: GA Hochschule für Gamedesigner muss schließen

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Richterbern 17. Sep 2015

@DerVorhangzu ich kann dir in vielen Punkten nur zustimmen, was...

Maturion 09. Aug 2015

Ein Games-Studiengang an einer Hochschule für Games ist etwas sehr spezielles, was die...

humpfor 07. Aug 2015

In AT hat man den Numerus Clausus nicht, deswegen werden unsere Unis mit euren...

ubuntu_user 07. Aug 2015

solange es keine größeren Unternehmen gibt sehe ich da auch keinen bedarf. größeres...

ubuntu_user 07. Aug 2015

och da gibt es genug. germanistik, theologie, gender-studies,



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