Gamers Nexus: Asus verspricht Besserung bei Garantiefällen

Anscheinende Erpressungen, kostenpflichtige Reparaturen von Garantiegeräten und unklare Kommunikation: Der Asus-Konzern ist von Teilen der Käuferschaft als sehr schlecht kritisiert worden. Das Magazin Gamers Nexus hat die Fehltritte des Unternehmens aufgedeckt und mit vielen gesammelten E-Mails ein Bild vom maroden Zustand des Kundensupports zeichnen können. Asus hat sich deshalb vorgenommen, viele Besserungen vorzunehmen.
Einige Asus-Repräsentanten setzten sich dafür mit Steve Burke, dem Gesicht von Gamers Nexus, zusammen und stellten einen Plan auf(öffnet im neuen Fenster) . Der wurde auf Gamers Nexus geteilt, gilt offenbar aber erst einmal nur für US-Kunden. Inwiefern sich das auf den europäischen Kundendienst auswirkt, ist noch nicht ganz klar. Es soll unter anderem eine Taskforce geben, die sich alte Retour-Prozesse anschaut und dort nach weiteren Verbesserungen sucht.
Fehler eingestehen
Außerdem sollen künftige Reparaturanfragen mit dem Asus-Hauptquartier abgesprochen werden. So sollen Asus-Vertragspartner weniger motiviert werden, aus finanziellem Interesse Garantiefälle einfach abzulehnen und stattdessen viel Geld zu verlangen. Laut Gamers Nexus gibt es das Interesse weiterhin. Allerdings soll es durch die Zwischeninstanz nicht mehr ganz so häufig zum Vorschein kommen.
Kunden, die mit dem Support sehr unzufrieden sind, könnten sich zudem künftig an eine bestimmte E-Mail-Adresse wenden. Über eine E-Mail-Vorlage, die Gamers Nexus auf seiner Webseite veröffentlicht, können sich Kunden dabei mit ihrem Anliegen und ihrer Retour-Nummer an das Unternehmen wenden. Asus will dabei für eventuell zu viel entstandene Kosten aufkommen.
Im September 2024 will Asus zusätzlich einen möglichst transparenten Bericht über Reparaturen und Garantiefälle veröffentlichen. Außerdem will sich das Unternehmen der Kritik stellen, die mit kaputten SD-Kartenlesern im Asus ROG Ally (Test) zusammenhängt. Bisher verneinte das Unternehmen eher, dass sich der Leser durch Hitzeentwicklung selbst zerstört.



