Gamepad: Scalper fordern Wucherpreise - Steam Controller nach Minuten ausverkauft
Der neue Steam Controller von Valve ist ein Opfer seines eigenen Erfolgs geworden: Das Gamepad ist rund 30 Minuten nach der Verfügbarkeit am 4. Mai 2026 komplett ausverkauft gewesen. Zeitweise brach der Shop unter der Last der Zugriffe(öffnet im neuen Fenster) ein, Nutzer berichteten von Fehlermeldungen und abgebrochenen Bestellvorgängen.
Der Ansturm kam wenig überraschend, fiel aber offenbar heftiger aus als erwartet. Viele Interessenten gingen leer aus, obwohl sie pünktlich zum Verkaufsstart bereitstanden.
Kurz nach dem Ausverkauf waren dann auch erste Angebote auf Zweitmarktplätzen zu finden. Dort verlangen Scalper teils drastische Aufpreise: Statt der offiziellen 100 Euro werden in ersten Listings häufig 180 bis über 250 Euro aufgerufen. Einzelne Angebote liegen sogar noch darüber.
Ob diese Preise tatsächlich bezahlt werden, ist wie immer bei solchen Angeboten offen. Es wird aber deutlich, wie stark die Nachfrage aktuell ist und wie gezielt Wiederverkäufer die Situation ausnutzen.
Das Interesse am zweiten Steam Controller speist sich aus mehreren Faktoren. Valve bleibt einem ungewöhnlichen Konzept treu und kombiniert Trackpads, Gyroskop und umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten mit moderner Technik wie TMR-Sticks.
Wohl kein Eingabegerät für jeden Spieler
Für viele PC-Spieler ist das Gerät damit eine potenziell flexible Alternative zu klassischen Gamepads – insbesondere für Strategietitel oder Aufbauspiele, die sonst Maus und Tastatur erfordern.
Wie schnell Nachschub verfügbar sein wird, ist bislang unklar. Valve hat sich dazu noch nicht konkret geäußert. Erfahrungsgemäß könnten weitere Verkaufswellen folgen, allerdings dürfte die Nachfrage auch dann hoch bleiben und damit das Risiko erneuter Engpässe.
In ersten Tests und Einschätzungen zeigt sich der Controller als technisch spannend und vielseitig, aber auch als gewöhnungsbedürftig. Je nach Spiel kann er klassische Eingabegeräte sinnvoll ersetzen oder ergänzen, verlangt Nutzern aber eine gewisse Einarbeitung ab. Damit bewegt sich auch die neue Version zwischen innovativem Werkzeug und Nischenlösung.