#gamedevpaidme: Spieleentwickler legen ihre Gehälter offen

Erst Mindestlohn, später 150.000 US-Dollar im Jahr oder mehr: Es gibt extreme Unterschiede bei den Gehältern in der Spielebranche.

Artikel veröffentlicht am ,
Entwickler auf der Branchentagung Game Developers Conference (GDC)
Entwickler auf der Branchentagung Game Developers Conference (GDC) (Bild: David McNew/Getty Images)

Auf Twitter veröffentlichen seit ein paar Tagen viele Spieleentwickler ihre Gehälter. Unter dem Hashtag #gamedevpaidme ist in den meisten entsprechenden Beiträgen die mehr oder weniger vollständige Lohnentwicklung seit Beginn der Karriere nachlesbar.

Stellenmarkt
  1. IT-Architektin (m/w/d)
    Techniker Krankenkasse, Hamburg
  2. IT-Administrator/IT-Kaufmann (m/w/d)
    Elektrizitätswerk Mittelbaden AG & Co. KG, Lahr
Detailsuche

Dabei zeigen sich teils extreme Gehaltsunterschiede. Entwickler berichten, dass sie in den ersten ein oder zwei Jahren als Praktikant oder im Qualitätsmanagement als Tester gerade mal den Mindestlohn erhalten haben.

Lediglich ein paar Karriereschritte später gibt es dann aber oft Jahresverdienste von 150.000 US-Dollar oder mehr.

Es ist ein bisschen schwierig, die Angaben in deutsche Gehälter umzurechnen, weil Steuern und sonstige Abgaben (insbesondere die Krankenversicherung) in den USA vollständig anders geregelt sind als hierzulande. Als ganz grobe Faustregel kann man wohl so kalkulieren, dass 100.000 US-Dollar etwa einem Einkommen von 60.000 bis 70.000 Euro in Deutschland nahekommen.

Eine Veröffentlichung von Entwicklerverdiensten unter #gamedevpaidme gab es schon mehrfach in den vergangenen Jahren. Warum die Aktion gerade wieder mehr Interesse auf sich zieht, ist nicht richtig klar.

Press Reset könnte Grund für Lohnoffenlegungen sein

Es könnte sein, dass es mit der viel beachteten Veröffentlichung des Sachbuchs Press Reset des Journalisten Jason Schreier am 11. Mail 2021 zu tun hat, das sich mit den Arbeitsbedingungen in der Spielebranche beschäftigt.

Die auf Twitter veröffentlichten Gehälter sind zwar sehr unterschiedlich, ein paar wenig überraschende Gemeinsamkeiten gibt es aber. Die Angestellten der bekannten großen Firmen wie Blizzard, Riot Games und Ubisoft melden so gut wie immer wesentlich höhere Löhne als die Mitarbeiter kleinerer Firmen - jedenfalls bei vergleichbaren Posten und Erfahrung.

Individuelle Gehalts- und Karriereberatung bei Shifoo, dem Video-Beratungsservice von Golem.de

Kleinere und unabhängige Entwickler veröffentlichen oft keine Gehälter, sondern geben ihrer Betroffenheit über die eigenen, zumindest aus finanzieller Sicht wesentlich schlechteren Lebensverhältnisse mit traurigen oder nachdenklichen Memes Ausdruck.

Die meisten Beiträge mit dem genannten Hashtag erfolgen unter Klarnamen. Wir haben für diesen Artikel absichtlich auf die Nennung oder Verlinkung von exemplarischen Tweets verzichtet, um keine einzelnen Personen hervorzuheben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
Astra startet mit großen Ambitionen Billigraketen in Alaska

Mit 250.000 US-Dollar sollen die Raketen von Astra zum Preis eines Sportwagens hergestellt werden können. Wie will die Firma das schaffen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Raumfahrt: Astra startet mit großen Ambitionen Billigraketen in Alaska
Artikel
  1. Ubisoft: Avatar statt Assassin's Creed
    Ubisoft
    Avatar statt Assassin's Creed

    E3 2021 Als wichtigste Neuheit hat Ubisoft ein Spiel auf Basis von Avatar vorgestellt - und Assassin's Creed muss mit Valhalla in die Verlängerung.

  2. Fifa, Battlefield und Co.: Der EA-Hack startete mit Cookies für 10 US-Dollar
    Fifa, Battlefield und Co.
    Der EA-Hack startete mit Cookies für 10 US-Dollar

    Die Hacking-Gruppe erklärt dem Magazin Motherboard Schritt für Schritt, wie der Hack auf EA gelang. Die primäre Fehlerquelle: der Mensch.

  3. Onlinetickets: 17-Jähriger betrügt Bahn um 270.000 Euro
    Onlinetickets
    17-Jähriger betrügt Bahn um 270.000 Euro

    Mit illegal erworbenen Onlinetickets soll ein 17-Jähriger die Bahn um 270.000 Euro geprellt haben. Entdeckt wurde er nur durch Zufall.

amagol 13. Mai 2021 / Themenstart

Erstmal ist wichtig zu wissen, das viele Steuern nicht von der Bundesregierung erhoben...

FerdiGro 12. Mai 2021 / Themenstart

Das hat einzig und allein damit zu tun dass es sehr viele Menschen gibt die deutlich mehr...

Hallonator 12. Mai 2021 / Themenstart

Das ist ja noch weit entfernt von dem, was man sonst so hört. Ich dachte die fangen um...

Trollversteher 12. Mai 2021 / Themenstart

So, ist das so? Woher kommt die Erkenntnis? Eigene Erfahrung mit mehreren solcher...

Trollversteher 12. Mai 2021 / Themenstart

Zudem ist der Entwickler ja nur am Ende einer längeren Kette - Publisher die in...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Alternate (u. a. MSI Optix 27" WQHD/165 Hz 315,99€ und Fractal Design Vector RS Blackout Dark TG 116,89€) • Fractal Design Define S2 Black 99,90€ • Intel i9-11900 379€ • EPOS Sennheiser GSP 600 149€ • Amazon: PC-Spiele reduziert (u. a. C&C: Remastered Collection 9,99€) [Werbung]
    •  /