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Game Pass und Co.: Spieleabo-Modelle verlieren für Entwickler an Reiz

PC und Playstation dominieren weiter, das Steam Deck gewinnt. Abo- und Cloudangebote verlieren für Entwickler an Bedeutung.
/ Peter Steinlechner
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Logo des Xbox Game Pass (Bild: Christian Petersen/Getty Images)
Logo des Xbox Game Pass Bild: Christian Petersen/Getty Images

Viele Spieleentwickler richten ihren Fokus wieder auf klassische Plattformen wie PC und Playstation 5, während Abo-Modelle und Cloudangebote an Bedeutung verlieren. Das zeigt der aktuelle Report State of the Game Industry 2026(öffnet im neuen Fenster) der Game Developers Conference, für den mehr als 2.300 Branchenvertreter befragt wurden.

Demnach bleibt der PC mit großem Abstand wichtigste Entwicklungsplattform: 83 Prozent der Entwickler arbeiten aktuell an PC-Spielen, 80 Prozent wollen dies auch künftig tun.

Dahinter folgt die Playstation 5, für die 47 Prozent der Befragten entwickeln – deutlich vor der Xbox Series X/S mit 40 Prozent. Auch beim Interesse liegt Sonys Konsole klar vor Microsofts Hardware: Rund doppelt so viele Entwickler möchten künftig Spiele für die PS5 umsetzen wie für die aktuelle Xbox-Generation.

Auffällig ist der Aufstieg von Valves Steam Deck. Bereits 28 Prozent der Entwickler optimieren oder entwickeln Games für das PC-Handheld, 40 Prozent zeigen grundsätzlich Interesse an der Plattform. Damit liegt das Steam Deck in der Gunst der Entwickler auf Augenhöhe mit der neuen Nintendo Switch 2, die auf 39 Prozent kommt.

Deutlich schwächer schneiden dagegen Cloudgaming und Abo-Dienste ab. Nur noch acht Prozent der Entwickler arbeiten laut Umfrage an Projekten für Xbox Cloud Gaming – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr.

Spieleabos unter Druck

Auch die Stimmung zu Spiele-Abos wie Xbox Game Pass oder Playstation Plus ist verhaltener geworden. In offenen Antworten berichten Branchenvertreter von sinkendem wirtschaftlichem Nutzen. So heißt es etwa, die Rendite solcher Modelle falle und es sei "keine langfristige Strategie mehr" erkennbar.

Andere Entwickler kritisieren fehlende Transparenz bei Nutzerdaten oder warnen, dass Abo-Modelle vor allem für kleinere Studios langfristig problematisch sein könnten. Zwar sehen einige weiterhin Vorteile durch feste Einnahmen aus Plattformdeals, insgesamt wirkt die Branche jedoch deutlich vorsichtiger als in den vergangenen Jahren.

Insgesamt deutet der Report auf eine Rückbesinnung auf klassische Verkaufsmodelle und etablierte Plattformen hin – während Abos und Cloudangebote offenbar an Zugkraft verlieren und für viele Entwickler nicht mehr die erhoffte wirtschaftliche Sicherheit bieten.


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