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Game of Thrones: George R.R. Martin über schlechte Adaptionen großer Bücher

Der Game-of-Thrones-Schöpfer sprach über schlechte Film/Serien-Adaptionen großartiger Bücher - ob er auch die Finalstaffeln von Game of Thrones meint?
/ Peter Osteried
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Im Jahr 2013 saß George R.R. Martin auf dem eisernen Thron. (Bild: Alberto E. Rodriguez / Getty Images)
Im Jahr 2013 saß George R.R. Martin auf dem eisernen Thron. Bild: Alberto E. Rodriguez / Getty Images

In seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) hat sich George R.R. Martin darüber ausgelassen, dass Drehbuchautoren oft glauben, es besser zu wissen, als die eigentlichen Autoren. Sie versuchten, so Martin, sich die Geschichten zu eigen zu machen, schaffen aber selten etwas, das der Vorlage gerecht werde. Über das Thema diskutierte Martin schon im Jahr 2022 mit Neil Gaiman , der diesbezüglich auch reichlich Erfahrung hat. Nun legte er nach und erklärte, dass sich kaum etwas geändert habe. Wenn überhaupt, dann sei es noch schlechter geworden. "Überall gibt es Autoren und Produzenten, die großartige Geschichten nehmen und ihnen ihren eigenen Stempel aufdrücken wollen. Dabei ist es egal, wie groß der Autor oder das Buch ist, es gibt immer jemanden, der glaubt, dass er es besser kann."

Meistens schlechter

Die Argumentation, dass das Buch das Buch und der Film der Film sei, lässt Martin nicht gelten. Muss er auch nicht, weil es durchaus einige Adaptionen gibt, die der Vorlage gerecht werden, ihr aber auch treu bleiben. Nach Martins Meinung ist es aber so, dass in 999 von 1.000 Fällen die Drehbuchautoren und Produzenten die Geschichte schlechter machen.

Die Serie, die so gut wie die Vorlage ist

Er spricht nicht über Game of Thrones und erwähnt es auch nicht weiter. Was er von den letzten beiden Staffeln hält, ist deshalb unklar, denn Auslöser des Blogs war die grandiose Adaption von James Clavells Roman Shogun. Da sei er erst skeptisch gewesen, auch wenn es Jahrzehnte her sei, dass er den Roman gelesen habe, so Martin. Aber damals sei er immens beeindruckt gewesen und habe auch die Miniserie aus dem Jahr 1980 gut gefunden. "Ich bin froh, dass sie den Roman neu verfilmt haben. Das neue Shogun ist superb. Ich bin sicher, der Autor wäre sehr zufrieden gewesen. Die Drehbuchautoren haben sich an die Vorlage gehalten und eine grandiose Adaption abgeliefert. Sie haben dem Impuls widerstanden, dem Stoff ihren eigenen Stempel aufzudrücken."

Mit House of the Dragon ist Martin wohl auch sehr zufrieden.


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