• IT-Karriere:
  • Services:

Game of Thrones: Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen

Wenn Daenerys Targaryen am Ende der sechsten Staffel von Game of Thrones mit ihrer Flotte nach Westeros segelt, dann sollen die Schiffe aussehen, als seien sie echt. Dabei stammen sie, wie auch die Starfighter in der gleichnamigen RTL-Produktion, aus den Computern des Stuttgarter Unternehmens Mackevision.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Der Koloss von Braavos: Recherche-Ausflug zum Hermannsdenkmal
Der Koloss von Braavos: Recherche-Ausflug zum Hermannsdenkmal (Bild: HBO/Mackevision)

Was ist echt an der Aufnahme von Königsmund? Die Straßen? Die Menschen, die die Straßen bevölkern? Der Rote Bergfried im Hintergrund? Die Vögel, die ihn umkreisen? Der dramatische Himmel? Game of Thrones setzt, was die Bilder und visuelle Effekte angeht, neue Maßstäbe. Mit dafür verantwortlich ist Mackevision.

Inhalt:
  1. Game of Thrones: Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
  2. Alles muss in den Game-of-Thrones-Look passen
  3. Ein Spezialist für Segeltuch
  4. Nicht einmal die Familie weiß Bescheid

Die Artists des Unternehmens haben aus Dubrovniks Altstadt Königsmund, die Hauptstadt der Sieben Königslande, gemacht, karge Landschaften mit Soldaten bevölkert oder eine riesige Flotte über die Meerenge segeln lassen. "Die Kunst besteht darin, Fiktion mit Wirklichkeit verschmelzen zu lassen und ein imposantes Bild zu erzeugen", sagt Jan Burda, Senior Compositor und seit der zweiten Staffel der Serie mit dabei.

Mackevision arbeitete an aktueller Staffel mit

Auch an der aktuellem Staffel hat Mackevision wieder mitgearbeitet. Die letzten Shots für die siebte Staffel, die in Deutschland auf Sky zu sehen ist, wurden am Tag vor unserem Besuch abgenommen. So haben er und Heiko Burkardsmaier Zeit für ein Gespräch mit Golem.de. Burkardsmaier ist Gründer und Leiter von Mackevisions Abteilung für Computertricks oder visuelle Effekte (VFX).

  • Jan Burda von Mackevision an seinem Arbeitsplatz. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die bekannteste Arbeit der Stuttgarter: der Braavos-Establisher aus der vierten Staffel von Game of Thrones. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Mackevision bekommt als Vorlage eine Prävisualisierung des Shots. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Oft werden real gedrehte Szenen mit am  Computer generierten Bildern montiert. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Ziel sei, ein realistisches Bild zu erzeugen, das den Zuschauer täuscht, sagt Burda. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Mackevision erzeugt für die Fernsehserie auch Schiffe - ... (Bild: HBO/Mackevision)
  • ... Wasser zu animieren, gilt als schwierig - ... (Bild: HBO/Mackevision)
  • ... und Burgen wie hier Hohenehr... (Bild: HBO/Mackevision)
  • ... oder die Hauptstadt Königsmund mit dem Roten Bergfried. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Für ihre Arbeit wurden die Mackevision-Künstler mit dem Award der Visual Effect Society ausgezeichnet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Rückseite zeigt den Visual Artist, der hinter den Kulissen arbeitet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Alexander Wlk hat zudem die Burg Peik... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... mit dem 3D-Drucker nachgebaut. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Jan Burda von Mackevision an seinem Arbeitsplatz. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Hauptsächlich arbeitet das Stuttgarter Unternehmen allerdings für die großen Automobilhersteller, erstellt Visualisierungen und Animationen oder entwickelt Lösungen, um den Designprozess mit Hilfe von virtueller Realität zu beschleunigen. "Ich bearbeite die Bilder künstlerisch, für mich ist das kein Unterschied, ob ich an einem Auto oder Film arbeite", sagt Burda. "Beides bietet die gleiche Herausforderung: dass ich ein realistisches, echtes Bild erzeuge, was den Zuschauer täuscht"

Autobilder und Spielfilme

Stellenmarkt
  1. Dataport, verschiedene Einsatzorte (Home-Office möglich)
  2. Stadtverwaltung Eisenach, Eisenach

Seit vier Jahren erzeugen die Illusionisten nicht mehr nur Autobilder: Er habe, zusammen mit Mackevision-Chef Armin Pohl, die Idee gehabt, zusätzlich VFX für Film anzubieten, sagt Burkardsmaier. Über die Kontakte von VFX-Supervisor Jörn Großhans, der bereits bei seinem vorherigen Arbeitgeber Pixomondo an Game of Thrones mitgearbeitet hatte, kam der Kontakt zum US-Sender HBO zustande, der die Serie produziert. "Das war der Ansatzpunkt, in Season 4 etwas zu bekommen. Das haben wir offensichtlich gut gemacht, und deswegen sind wir seit Season 4 bei Game of Thrones dabei", erzählt Burkardsmaier.

Damit ist unter anderem die Eröffnungsszene der sechsten Folge in Staffel vier gemeint: eine 20-sekündige Sequenz in der die freie Stadt Braavos eingeführt wird, deren Zugang von einer 200 Meter hohen Bronzestatue bewacht wird. Wenig an der Szene ist real: lediglich die Schiffskulisse, auf der die Schauspieler waren. Der Rest entstand an den Rechnern von Burda und seinen Kollegen. Die "offensichtlich gut gemachte" Szene brachte den Künstlern den Award der Visual Effect Society ein, die höchste Auszeichnung in dem Bereich.

Und eine Belohnung für viel Arbeit.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Alles muss in den Game-of-Thrones-Look passen 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 11,49€
  2. (u. a. Far Cry 5 für 14,99€, Far Cry New Dawn für 17,99€, Far Cry für 3,99€)
  3. 3,74€
  4. (-70%) 2,99€

DrFeinbiber 19. Apr 2019

Danke für diese Diskussion. Ich bin gern auf Golem unterwegs und war das bisher mit...

katze_sonne 17. Apr 2019

Ist mir schon klar. Aber ärgert dann doch, wenn man 2 Minuten seiner Lebenszeit...

Duke83 17. Apr 2019

correct. heutzutage läuft Alles durch den WEichzeichner, um ienfach mehr automatisch zu...

Duke83 17. Apr 2019

Der Gang liegt daran, dass er halt kein Hetero ist.

b.mey 16. Apr 2019

Es sind einfach Künstler die mit ihrer Kunst Geld verdienen. Finde das OK.


Folgen Sie uns
       


Cirrus7 Incus A300 - Test

Wir testen den Incus A300 von Cirrus7, einen passiv gekühlten Mini-PC für AMDs Ryzen 2000G/3000G.

Cirrus7 Incus A300 - Test Video aufrufen
Dreams im Test: Bastelwastel im Traumiversum
Dreams im Test
Bastelwastel im Traumiversum

Bereits mit Little Big Planet hat das Entwicklerstudio Media Molecule eine Kombination aus Spiel und Editor produziert, nun geht es mit Dreams noch ein paar Schritte weiter. Mit dem PS4-Titel muss man sich fast schon anstrengen, um nicht schöne Eigenkreationen zu erträumen.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Ausdiskutiert Sony schließt das Playstation-Forum
  2. Sony Absatz der Playstation 4 geht weiter zurück
  3. PS4-Rücktasten-Ansatzstück im Test Tuning für den Dualshock 4

Unitymedia: Upgrade beim Kabelstandard, Downgrade bei Fritz OS
Unitymedia
Upgrade beim Kabelstandard, Downgrade bei Fritz OS

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia stellt sein Netz derzeit auf Docsis 3.1 um. Für Kunden kann das viel Arbeit beim Austausch ihrer Fritzbox bedeuten, wie ein Fallbeispiel zeigt.
Von Günther Born

  1. Hessen Vodafone bietet 1 GBit/s in 70 Städten und kleineren Orten
  2. Technetix Docsis 4.0 mit 10G im Kabelnetz wird Wirklichkeit
  3. Docsis 3.1 Magenta Telekom bringt Gigabit im Kabelnetz

Leistungsschutzrecht: Drei Wörter sollen ...
Leistungsschutzrecht
Drei Wörter sollen ...

Der Vorschlag der Bundesregierung für das neue Leistungsschutzrecht stößt auf Widerstand bei den Verlegerverbänden. Überschriften mit mehr als drei Wörtern und Vorschaubilder sollen lizenzpfichtig sein. Dabei wenden die Verlage einen sehr auffälligen Argumentationstrick an.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht Memes sollen nur noch 128 mal 128 Pixel groß sein
  2. Leistungsschutzrecht Französische Verlage reichen Beschwerde gegen Google ein
  3. Leistungsschutzrecht Französische Medien beschweren sich über Google

    •  /