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Nicht einmal die Familie weiß Bescheid

Es ist aber nicht Kreativität allein, die zählt. Qualität und Verlässlichkeit sind ebenso wichtig. Deshalb würden täglich die Arbeitsschritte mit den Beteiligten besprochen und von eigenen VFX-Supervisoren abgenommen. So gebe es keine bösen Überraschungen, wenn der Kunden die fertigen Shots bekomme, sagt Burkardsmaier. Was aber nicht heißt, dass es nicht auch im letzten Moment nochmal hektisch werden kann: "Es gibt schon Regisseure, die sehr spät nochmal ihre Meinung ändern."

  • Jan Burda von Mackevision an seinem Arbeitsplatz. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die bekannteste Arbeit der Stuttgarter: der Braavos-Establisher aus der vierten Staffel von Game of Thrones. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Mackevision bekommt als Vorlage eine Prävisualisierung des Shots. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Oft werden real gedrehte Szenen mit am  Computer generierten Bildern montiert. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Ziel sei, ein realistisches Bild zu erzeugen, das den Zuschauer täuscht, sagt Burda. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Mackevision erzeugt für die Fernsehserie auch Schiffe - ... (Bild: HBO/Mackevision)
  • ... Wasser zu animieren, gilt als schwierig - ... (Bild: HBO/Mackevision)
  • ... und Burgen wie hier Hohenehr... (Bild: HBO/Mackevision)
  • ... oder die Hauptstadt Königsmund mit dem Roten Bergfried. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Für ihre Arbeit wurden die Mackevision-Künstler mit dem Award der Visual Effect Society ausgezeichnet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Rückseite zeigt den Visual Artist, der hinter den Kulissen arbeitet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Alexander Wlk hat zudem die Burg Peik... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... mit dem 3D-Drucker nachgebaut. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
... mit dem 3D-Drucker nachgebaut. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
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Doch auch dann gilt: Fehler sind nicht erlaubt. "Dann sind wir weg vom Fenster. Da gibt es meistens auch keine zweite Chance mehr", sagt Burkardsmaier. "Man verliert lieber Geld, als dass man einen Bock schießt."

HBO wurde gehackt

Zur Verlässlichkeit schließlich zählt auch die Sicherheit, vor allem nachdem kürzlich ein Skript sowie eine ganze Folge der aktuellen Staffel von Game of Thrones im Netz aufgetaucht sind. Inzwischen, erzählt Burkardsmaier, verlangten die Auftraggeber genaue Angaben über die Rechnerausstattung und Sicherheitsvorkehrungen.

Dass auf Sicherheit mehr Wert gelegt werde, habe angefangen, nachdem im Jahr 2009 eine Arbeitskopie des Films X-Men Origins: Wolverine im Netz aufgetaucht sei. Erst habe es gereicht, die Maßnahmen schriftlich darzulegen. Doch mit den Jahren - und vor allem nach weiteren spektakulären Hacks wie etwa bei Sony Pictures 2014 - seien diese sogenannten Audits strenger geworden.

Rechner müssen vom Netz genommen werden

Disney schickte sogar einen Sicherheitsbeauftragten nach Stuttgart, der die Büros besichtigte und sich von der IT-Abteilung über die Sicherheitsmaßnahmen aufklären ließ. Das gehe soweit, dass Rechner, an denen für bestimmte Projekte gearbeitet wird, vom Internet getrennt werden müssten.

Für die Menschen, die an den Filmen arbeiten, gilt Verschwiegenheit: "Alles, was Game of Thrones betrifft, wird nur in diesen Räumen behandelt", sagt Burda. Das gehe bis in die Familie: "Meine Frau hat keinerlei Ahnung, was bei Game of Thrones geschieht. Und sie weiß auch, es nützt nichts, mich zu fragen. Ich sage ihr eh nichts."

Mackevsion kennt keine ganzen Folgen

Den Inhalt der ganzen Staffel kennen die Stuttgarter ohnehin nicht. Sie wüssten nur, was in den Shots passiere, an denen sie arbeiteten. Das ist nicht viel: Ein Shot ist meistens um die vier Sekunden lang. Die 20 Sekunden lange Kamerafahrt um den Koloss von Braavos war eine Ausnahme. In der siebten Staffel arbeitete Mackevision an 60 Shots. Daraus könnten sie sich manches zusammenreimen, sagt Burkardsmaier. "Wenn bei uns einer abgemurkst wird, dann wissen wir es halt." Und das ist in der Serie, in der auch Hauptfiguren und Sympathieträger vor einem jähen Ende nicht sicher sind, eine wichtige Information für die Fans.

Aber von den beiden ist nichts zu erfahren - nur soviel: Ein großer Schiff-Shot am Anfang der neuen Staffel sei von Mackevision erstellt, verrät Burkardtsmaier. Außerdem hätten sie für große Schlachtszenen Soldaten animiert. Die Soldaten seien komplett digital erzeugt und nicht vor einer grünen Leinwand gedreht worden. Und zwar so, dass die Illusion die Wirklichkeit übertrifft: "Ich habe mal gemeckert und gesagt: Der Mensch sieht aber unecht aus. Er war gar nicht digital, sondern in echt gedreht."

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Bluejanis 17. Aug 2017

Warum sollte es mich jucken? Das ist ja auch nur deine Meinung.

Achranon 16. Aug 2017

Finde ich witzig das sie mit Rendereffekte für Autowerbung angefangen haben und...

MrTuscani 14. Aug 2017

.. für den, für mich, wirklich interessanten Bericht. Zumal ich vom Teuto nicht weit weg...

DieSchlange 14. Aug 2017

Klingt nach Fanatikern, und die kann man in der Regel nie gebrauchen. Ein echter Künstler...

Umaru 13. Aug 2017

Was mich an den 90ern fasziniert, ist dass die Effekte tatsächlich mit der Umgebung...


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