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Der Koloss von Braavos: Recherche-Ausflug zum Hermannsdenkmal
Der Koloss von Braavos: Recherche-Ausflug zum Hermannsdenkmal (Bild: HBO/Mackevision)

Ein Spezialist für Segeltuch

Gearbeitet wird mit sehr starker Spezialisierung: Der Digital-Matte-Painter etwa malt digitale Landschaften oder Gebäude, etwa den Roten Bergfried. Der 3D-Artist modelliert 3D-Elemente der Burg, ein Schiff oder Figuren wie den Titan von Braavos, ein anderer versieht das 3D-Modell mit Texturen. Ein weiterer Artist baut das Licht, das Königsmund beleuchtet, so nach, wie es auch in Dubrovnik war, wo die Realszenen gedreht wurden. Die Spezialisierung geht soweit, dass sich einer ausschließlich damit beschäftigt, die Stoffe der Segel zu gestalten.

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  • Jan Burda von Mackevision an seinem Arbeitsplatz. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die bekannteste Arbeit der Stuttgarter: der Braavos-Establisher aus der vierten Staffel von Game of Thrones. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Mackevision bekommt als Vorlage eine Prävisualisierung des Shots. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Oft werden real gedrehte Szenen mit am  Computer generierten Bildern montiert. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Ziel sei, ein realistisches Bild zu erzeugen, das den Zuschauer täuscht, sagt Burda. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Mackevision erzeugt für die Fernsehserie auch Schiffe - ... (Bild: HBO/Mackevision)
  • ... Wasser zu animieren, gilt als schwierig - ... (Bild: HBO/Mackevision)
  • ... und Burgen wie hier Hohenehr... (Bild: HBO/Mackevision)
  • ... oder die Hauptstadt Königsmund mit dem Roten Bergfried. (Bild: HBO/Mackevision)
  • Für ihre Arbeit wurden die Mackevision-Künstler mit dem Award der Visual Effect Society ausgezeichnet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Rückseite zeigt den Visual Artist, der hinter den Kulissen arbeitet. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Alexander Wlk hat zudem die Burg Peik... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... mit dem 3D-Drucker nachgebaut. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
... oder die Hauptstadt Königsmund mit dem Roten Bergfried. (Bild: HBO/Mackevision)

Alle Bilder - sowohl die vor einer grünen oder blauen Leinwand gedrehten als auch die digital bearbeiteten - laufen schließlich bei Burda zusammen. Auf seinem Bildschirm erscheinen sie als Stapel kleiner Kästchen. Jedes steht für eine Operation: Bilder werden übereinander gelegt, die Farbe wird verändert, die Bildstimmung angepasst. "Ich füge alle Elemente so zusammen, dass zum Schluss ein Bild herauskommt, das so aussieht, als ob es direkt durch die Kamera gedreht wurde", beschreibt er.

Die Artists arbeiten am PC

Burda und seine Kollegen arbeiten an PCs, die mit Xeon Prozessoren und 64 bis 128 GByte Arbeitsspeicher bestückt sind. Objekte mit harten Oberflächen wie Schiffe und Gebäude modellieren die Artists mit dem Animationsprogramm 3ds Max von Autodesk, komplexe oder organische Modelle mit ZBrush von Pixologic. Texturen und Matte Paintings werden mit dem Bildbearbeitungsprogramm Photoshop erstellt. Die Software Golaem macht aus Scans von Menschen animierte digitale Soldaten.

Die digitalen und gedrehten Sequenzen fügt Burda in der Software Nuke von The Foundry zusammen. Gerendert schließlich wird mit der Engine Chaosgroup V-Ray. An Hardware steht eine Renderfarm mit etwa 130 Renderknoten mit 24 bis 48 Prozessorkernen zur Verfügung.

4K ist die Zukunft

Zwar werde die Hardware, mit der er arbeite, immer leistungsfähiger, sagt Burda. Dennoch scheine sich die Rechnergeschwindigkeit nicht zu verändern. Grund seien die gestiegenen Anforderungen. Hätten sie anfangs noch in PAL produziert, sei HD jetzt Standard und in nicht allzu ferner Zukunft 4K.

Bei diesen Datenmengen - ein Einzelbild ist 200 bis 300 MByte groß - sind Speicher und vor allem das Rendering nicht so einfach. Für sehr große Szenen werden unter Umständen so viele Geräte benötigt, dass der Stromanschluss überlastet ist. Ein Londoner VFX-Unternehmen sei inzwischen dazu übergegangen, in der Cloud zu rendern, weil sie an ihrem Standort nicht genug Strom bekommen, um eine ausreichend große Renderfarm zu betreiben.

Aber trotz aller Technik: "Bei uns geht es um Artists, nicht um Rechner", sagt Burkardsmaier. "Wir sind People's Business." Die Artists seien diejenigen, die Bilder erzeugten, nicht die Maschinen, und das werde sich auch so schnell nicht ändern.

 Alles muss in den Game-of-Thrones-Look passenNicht einmal die Familie weiß Bescheid 

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Bluejanis 17. Aug 2017

Warum sollte es mich jucken? Das ist ja auch nur deine Meinung.

Achranon 16. Aug 2017

Finde ich witzig das sie mit Rendereffekte für Autowerbung angefangen haben und...

MrTuscani 14. Aug 2017

.. für den, für mich, wirklich interessanten Bericht. Zumal ich vom Teuto nicht weit weg...

DieSchlange 14. Aug 2017

Klingt nach Fanatikern, und die kann man in der Regel nie gebrauchen. Ein echter Künstler...

Umaru 13. Aug 2017

Was mich an den 90ern fasziniert, ist dass die Effekte tatsächlich mit der Umgebung...



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