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Game of Thrones: Auf der Mauer weht ein eisiger Wind

Einmal auf dem Eisernen Thron sitzen und die Schwarze Festung betreten: Golem.de hat die Berliner Ausstellung von Game of Thrones besucht und in der virtuellen Realität den Aufzug hoch auf die Mauer genommen. Trotz veralteter Technik ist das ein tolles Erlebnis.
/ Marc Sauter
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Die Mauer von Süden her betrachtet (Bild: HBO)
Die Mauer von Süden her betrachtet Bild: HBO

In über 200 Metern Höhe ist es ganz schön kalt – besonders wenn man wie wir auf der Mauer im Norden der Sieben Königslande steht. Unter uns liegt die berühmte Schwarze Festung, hinter uns der von den Wildlingen bewohnte Norden von Westeros. Wie aber sind wir so hoch hinausgekommen?

Vom 13. bis zum 17. Mai 2015 findet in Berlin eine kostenlose Ausstellung zu Game of Thrones(öffnet im neuen Fenster) statt. HBO Home Entertainment und Sky Deutschland zeigen rund 70 Original-Requisiten auf mehreren Hundert Quadratmetern. Egal ob die Banner aller Häuser, Kleider von Daenerys Targaryen und Sansa Stark, eine Waffensammlung inklusive Jaime Lennisters Schwert Eidwahrer, die Rüstung von Gregor Clegane, die Halsbänder der Drachen oder ein lebensgroßer Weißer Wanderer: alles vorhanden – anfassen ist allerdings verboten.

Game of Thrones Ausstellung – Angesehen
Game of Thrones Ausstellung – Angesehen (00:45)

Wem Angucken nicht reicht, der verwandelt sich dank zweier Green Screens selbst in einen Weißen Wanderer oder wird virtuell von Drachenfeuer geröstet. Ungefähr in der Mitte der Ausstellung steht eine Nachbildung des Eisernen Thrones. Der besteht jedoch nicht aus Metall, sondern aus knarzendem Kunststoff – schade, wir hätten uns lieber auf kaltem Stahl niedergelassen.

Es rumpelt und pfeift

Am hinteren Ende der Ausstellung wartet der Aufzug der Schwarzen Festung: Wir steigen ein, bekommen ein Head-mounted Display und einen Kopfhörer aufgesetzt und spüren, wie hinter uns die schwere Tür dröhnend ins Schloss fällt. Auf dem Weg die Mauer hinauf rumpelt der Aufzug unter unseren Füßen, mit steigender Höhe pfeift der eisige Wind von allen Seiten immer stärker. Die Immersion ist durch den Vibrationsmotor und Ventilatoren hoch, das erste Dev Kit des Oculus Rift verhindert aber ein Gefühl von echter Präsenz.

Das fehlende Positional Tracking und die niedrige Auflösung stören, die mittels einer 3D-Engine gerenderte Eiswand samt der Schwarzen Festung hingegen gefällt uns gut. Anstatt vom Aufzug an den Rand der Mauer teleportiert zu werden, schwebt die Kamera aber dorthin – ein Unding für Virtual Reality. Wie unser Aufstieg endet, verraten wir an dieser Stelle nicht, schreckhafte Naturen sollten aber besser die Augen schließen und tief durchatmen.

Ungeachtet des DK1-Rifts und des Teleport-Fauxpas: Da die Aufzugfahrt neben einer optischen und akustischen Komponente auch eine haptische bietet, ist die Erfahrung nicht nur für Fans von Game of Thrones richtig gelungen. Hoch hinaus kommen aber nur jene, welche eine der rund 10.000 Karten ergattern konnten – denn die waren in weniger als einer halben Stunde weg.


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