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Game Monitor: Windows 10 bekommt offenbar ein eigenes Anti-Cheat-System

Nach dem ressourcenschonenden Game Mode folgt der Game Monitor in Windows 10 : Unter diesem Namen ist erstmals ein Eintrag in einer Insider Preview zu finden. Offenbar handelt es sich um ein Anti-Cheat-System.
/ Peter Steinlechner
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Auch im Microsoft-Spiel Forza 6 könnte der Game Monitor zum Einsatz kommen. (Bild: Microsoft)
Auch im Microsoft-Spiel Forza 6 könnte der Game Monitor zum Einsatz kommen. Bild: Microsoft

"Spielen macht mehr Spaß, wenn jeder fair spielt" – mit diesen Worten stellt Microsoft in der Insider Preview Build 16199 von Windows 10 den Game Monitor vor, einen neuen Eintrag im Optionenmenü. Der Hersteller hat den Game Monitor noch nicht anderweitig vorgestellt, aber es kann sich dabei nur um ein Anti-Cheat-System handeln.

Game Mode (Herstellervideo)
Game Mode (Herstellervideo) (01:38)

Möglichkeiten zum Konfigurieren gibt es laut Wccftech.com(öffnet im neuen Fenster) nicht, sondern lediglich einen Ein- und Aus-Schalter. Und den Hinweis, dass das Deaktivieren des Game Monitor dazu führt, dass die Anzahl der Spiele, die der Nutzer verwenden kann, möglicherweise verringert wird – Erläuterungen dazu gibt es zumindest im aktuellen Preview Build nicht.

Microsoft hatte mit dem kürzlich veröffentlichten Creators Update bereits einen Game Mode in Windows 10 integriert, mit dem PC-Spieler ein paar mehr Ressourcen für leistungshungrige Games reservieren können. Schon bei der Vorstellung des Game Mode hieß es, dass weitere Systeme für Spieler folgen sollten.

Ein Anti-Cheat-System ist aber nun eine kleine Überraschung. Einige der Anbieter von Multiplayerpartien verfügen natürlich über eine eigene Software, mit der Betrügereien in Wettkämpfen mehr oder weniger erfolgreich unterbunden werden. Valve etwa hat Valve Anti-Cheat (VAC) in Titel wie Counter-Strike integriert.

Eine Sache der Ehre

Solche Systeme funktionieren aber nur dann zuverlässig, wenn sie auf die Spiele und vor allem auf deren Netzwerkarchitektur abgestimmt sind. Ein Peer-to-Peer-Titel wie For Honor etwa hat es schwer, sich vor Verbindungsabbrüchen durch die Spieler selbst zu schützen. Ubisoft versucht es seit kurzem unter anderem mit Zeitsperren von ein paar Minuten, bevor die nächste Partie begonnen werden kann; ein Anti-Cheat-System auf Betriebssystemebene bringt da wenig.

Es könnte sein, dass Microsoft den Game Monitor in den nächsten Tagen auf der E3 näher vorstellt. Das Unternehmen möchte seine Neuigkeiten ab Sonntag, dem 11. Juni 2017 vorstellen. Dabei dürfte es zwar vor allem um neue Spiele und die Xbox-Plattform gehen, aber zumindest am Rande eben auch um das Thema PC-Gaming.


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