Game-Entwickler: Valve will mit Open Source zu besserem Steam-Sound

Als Teil der Veröffentlichung der aktuellen Version 4.5.2 des Steam Audio SDKs hat Hersteller Valve die Software erstmals als Open Source veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Eine direkte Auswirkung auf Spieler hat das zwar zunächst nicht, das Unternehmen erhofft sich aber indirekt Verbesserungen. Dazu heißt es in der Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) : "Mit dieser Version wollen wir den Entwicklern mehr Kontrolle geben, was zu besseren Erfahrungen für ihre Benutzer und hoffentlich zu wertvollen Beiträgen für die größere Gemeinschaft der Entwickler führen wird, die Steam Audio verwenden."
Die Entscheidung, das gesamte Steam Audio SDK unter einer Open-Source-Lizenz zur Verfügung zu stellen, folgt laut Valve auf zahlreiches Feedback und auf Beiträge von verschiedenen Entwicklern, die bereits die Plug-ins für Game-Engines verwenden wie Unity oder Unreal oder FMOD Studio für den Sound. Die Plug-ins selbst sind dabei bereits seit längerem als Open-Source-Software verfügbar. Die damit verbundenen Vorteile will Valve nun auch für das SDK selbst bereitstellen.
Weiter schreibt der Hersteller, die Offenlegung des Codes "wird es Entwicklern ermöglichen, das SDK an ihre Bedürfnisse anzupassen und ebenso ermöglichen, jedem, der die Technologie nutzt, ein verbessertes Erlebnis zu bieten. Wir werden auch unsere laufende Arbeit an Steam Audio fortsetzen, einschließlich der Veröffentlichung von Fehlerbehebungen und neuen Funktionen."
Die Spiele-Entwickler sollen dank des Open-Source-Codes explizit die Möglichkeit bekommen, sich auf ihre Prioritäten fokussieren zu können, die für Valve selbst nicht so wichtig sind, wie etwa Spatial Audio. Auch größere Umbauarbeiten, die einen Zugriff auf den Kern des SDKs voraussetzen, sollen möglich werden, wie etwa die Portierung der Software auf neue Konsolen-Plattformen. Dem Vernehmen nach will es Valve den anderen Entwicklern dabei ermöglichen, eine wirkliche Community rund um das SDK aufzubauen und bittet explizit um externe Beiträge. Die Entscheidung darüber, ob diese aufgenommen werden oder nicht, will Valve aber weiter allein treffen.