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Game Development: "Bei Procedural Content Generation geht mir das Herz auf"

Tobias Kopka ist verantwortlich für das Programm des Tech Summit, dem technisch orientierten Teil der Entwicklerkonferenz in Berlin. Golem.de hat mit Kopka im Vorfeld der Veranstaltung über die Zusammenstellung und das Programm gesprochen.

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Tobias Kopka, Conference Director der Quo Vadis
Tobias Kopka, Conference Director der Quo Vadis (Bild: Tobias Kopka)

Am 21. April 2015 ist es so weit: Dann beginnt in Berlin die Entwicklerkonferenz Quo Vadis und gleichzeitig auch das gemeinsam von Golem.de und Aruba Events veranstaltete Tech Summit. Als Conference Director ist Tobias Kopka für die Zusammenstellung des Programms verantwortlich. Golem.de hat mit ihm über die aktuellen Entwicklungen in der Branche gesprochen.

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Golem.de: Auf welche der Sessions des Tech Summit freuen Sie sich ganz persönlich?

Tobias Kopka: Mir als altem Demoszener, der das Osterwochenende auf der Revision verbracht hat, geht bei Grafikprogrammierung und Procedural Content Generation das Herz auf. Also freue ich mich sehr auf die Talks zu "Procedural Voxel Terrains" von Upvoid und zu "GPU supported 3D Landscapes" von Gaming Minds Studios. Aus Gamer-Sicht werden der Workshop zu 3D-Audio und der Talk zu "Scaling Assassins's Creed to fit for the pocket" für mich nicht minder spannend.

Golem.de: Werden technische Themen, wie sie beim Tech Summit auf der Agenda stehen, wichtiger für Entwickler?

Kopka: Grundsätzlich spielt die Technik bei der Spieleproduktion schon immer eine zentrale Rolle. Eine effiziente Programmierung, Grafikeffekte oder perfekte Asset-Workflows müssen technisch gewährleistet sein.

Die Herausforderungen, die sich für Entwickler erweitert haben, sind die Vielzahl möglicher Plattformen und deren technische (und kreative) Integration und Bespielung, aktuell in Form von VR, AR und Wearables in Ergänzung zum schon vorher komplexen Zusammenspiel von Konsole, PC und Mobile.

Golem.de: Vor welchen neuen Herausforderungen stehen Spieleentwickler derzeit?

Kopka: Für viele Entwickler ergeben sich neue Herausforderungen dadurch, dass wir immer mehr hybride Firmen sehen, die sich als Developer und Publisher verstehen. Dazu kommen Themen wie Kommunikation, Data Mining and Analytics, Hosting und CDN's.

Als dritte, auch technische Herausforderung, kommen Longterm-Runner dazu. Also Games as a Service, die jahrelange oder jahrzehntelange Investments in Serverinfrastrukturen und Contententwicklung nach sich ziehen - ganz gleich, ob es sich um Social-, Casual- oder Coregames handelt, ganz zu schweigen von den technischen Anforderungen an dediziert als E-Sports-Titel entwickelte Spiele.

Grundsätzlich gibt es natürlich nichts Neues unter der Sonne. Aber die Anzahl der Entwickler, die sich nicht nur als Indies in diese Felder begeben, nimmt gegenwärtig deutlich zu und so auch die technischen Herausforderungen an die Teams.

Golem.de: Welche zwei, drei Schwerpunkte sind Ihnen als Veranstalter des Tech Summit besonders wichtig?

Kopka: Am wichtigsten ist mir immer, viele verschiedene Themen und Perspektiven in einer Konferenz zusammenzubringen. Innovationen, Fortschritt und Kooperationsmöglichkeiten entstehen sehr oft an der Grenze dessen, wo man sich noch gerade noch so auskennt und umso mehr von anderen lernen kann.

Beim Tech Summit sehe ich drei Schwerpunkte: einerseits Entwicklungsumgebungen, Technologien und Asset Pipelines wie bei den Talks zu Unity, Havok oder zu Erfahrungen mit WebGL. Zweitens sind die Vorträge von Innogames, Exozet und Blue Byte zu Mobile- und Crossplattform-Entwicklung herauszuheben und drittens das, was ich als "new lessons learnt" zusammenfassen würde: also Vorträge zu Erfahrungen im technischen Design von VR, und das nicht nur im Gameskontext. Dann auch die Vorträge zum Design von Physical Interfaces oder zu "Real"-3D-Audio auf herkömmlichen Kopfhörern.

Ich kann leider nicht alle Themen erwähnen, die wir dieses Jahr abdecken, aber Themen wie die Bezüge zwischen akademischer Ausbildung und Games-Entwicklung, Game-Jams als Innovationsorte und - nicht zuletzt - die Frage, welche technischen Herausforderungen an den Studioaufbau zu bedenken sind, ergänzen die Kernthemen.

Golem.de: War es schwierig, die Redner für den Tech Summit zu gewinnen?

Kopka: Glücklicherweise hat sich die Quo Vadis im Laufe der Jahre einen sehr guten Ruf erarbeitet, was die Ernsthaftigkeit der Programmgestaltung betrifft. So waren wir in der glücklichen Lage, dass die meisten Entwickler sofort begeistert von der Idee waren, den Summit mitzugestalten und sich direkt bereiterklärten.

Auch im regulären Programm der Quo Vadis treten Vertreter von Studios aus aller Welt auf. Unter anderem sind Glen Schofield und Michael Condrey von Sledgehammer Games (Call of Duty: Advanced Warfare) dabei, dazu kommen Dorian Kieken von Bioware und Matias Myllyrinne von Remedy Entertainment. Auch Vertreter deutscher Teams - darunter Crytek aus Frankfurt und Yager aus Berlin - sind unter den Sprechern.

Aruba Events gehört wie Golem.de zu Computec Media.



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