Game Dev Tycoon: Schwarzkopierer gehen bankrott - wegen Schwarzkopien

Die Entwickler der Simulation "Game Dev Tycoon" haben ihr Spiel selbst als Torrent bereitgestellt. In der vermeintlich geknackten Version kann der Spieler aber nicht gewinnen, er scheitert am Problem der Raubkopien.

Artikel veröffentlicht am ,
Game Over - wegen Schwarzkopien
Game Over - wegen Schwarzkopien (Bild: Greenheart Games)

Auf den ersten Blick handelt es sich bei dem Spiel Game Dev Tycoon, wie der Name schon nahelegt, um eine klassische Wirtschaftssimulation. Der Titel von Greenheart Games für Windows, Linux und Macs dient jedoch auch als Experiment, um auf das Problem von Schwarzkopien in der Spielebranche aufmerksam zu machen.

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Entwickelt wurde das Spiel von den Brüdern Daniel und Patrick Klug als Independent-Titel. Game Dev Tycoon wurde am 28. April 2013 für 8 US-Dollar auf der Webseite des Studios angeboten, später soll es auch per Steam erhältlich sein. Gleichzeitig stellte Patrick Klug aber eine veränderte Version über Torrent-Verzeichnisse zur Verfügung.

In dem Spiel geht es um den Aufbau eines Spielestudios, das in den 1980er Jahren gegründet wird. Im Verlauf der Simulation arbeitet sich der Spieler durch verschiedene Konsolengenerationen, das Studio wächst, wird erfolgreicher - aber irgendwann kommt in der Torrent-Version das Ende: Die Vertriebsabteilung erklärt den Bankrott der virtuellen Firma, weil das aktuelle Spiel zu häufig raubkopiert wird. Bis dahin hat der Spieler schon mehrere Stunden in Game Dev Tycoon investiert.

Wie Patrick Klug in seinem Blog schreibt, haben viele Spieler der illegalen Version mehrere Anläufe genommen und die beabsichtigte Ironie nicht erkannt. Statt auf die Idee zu kommen, sich das günstige Spiel zu kaufen, beklagten sich die realen Schwarzkopierer in Spieleforen lieber über die simulierten Schwarzkopierer.

Nur sechs Prozent der aktiven Spieler kauften die legale Version

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Da Klug durch den Direktvertrieb und als ursprünglich einziger Anbieter der veränderten Version per Torrent die Verbreitung des Titels genau messen kann, liefert er auch Zahlen über das Verhältnis von gekaufter zu schwarzkopierter Ausgabe seines Spiels. Einen Tag nach der Veröffentlichung hatte er 214 legale Kopien verkauft, 3104 Nutzer spielten die Torrent-Version. Klug gibt auch zu, dass das Spiel anonymisierte Daten an die Server seines Unternehmens schickt, um die Zahl tatsächlich gespielter Kopien zu erfassen, das war Teil des Experiments.

Die Erfahrungen von Greenheart Games sind umso bedrückender, da die Brüder im Vorfeld viele Forderungen von Spielern erfüllt hatten. Es gibt eine kostenlose Demoversion und keinen Kopierschutz. Die Entwickler haben sogar eine eigene Webseite mit einem Appell an Schwarzkopierer ins Netz gestellt, die auf der Suche nach dem Torrent gefunden werden sollte. Weil sie jedoch zu wenig Erfahrung mit Suchmaschinenoptimierung haben, so meint Patrick Klug, war dieser Teil der Aktion wohl nicht so erfolgreich wie gedacht.

Die Idee, selbst unlösbare Versionen eines Spiels zu verbreiten, ist nicht neu und wird von Studios schon seit langem immer mal wieder umgesetzt. Bei manchen Titeln erkennt der Kopierschutz auch eine tatsächlich von Crackern bearbeitete Version und baut neue Funktionen ein. Ein aufsehenerregendes Beispiel dafür ist ein unbesiegbares Monster in Serious Sam 3 BFE, gegen das der Spieler machtlos ist. Dieser rosafarbene Skorpion trotzt allen Waffen, bis der Spieler scheitert, wie in einem Youtube-Video zu sehen ist.

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AnonymerHH 18. Sep 2013

genau aus dem grund wurde hier nicht der download getrackt sondern das spiel selber hat...

neocron 05. Mai 2013

Dito ... Hypokrit? Who gives a crap?

Fuchs 03. Mai 2013

Touché ;D

Nolan ra Sinjaria 03. Mai 2013

*hust* und warum verschiebst du es dann nicht auf selbigen?



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