Game Boy Macro: Schritt für Schritt vom Nintendo DS zum Retro-Game-Boy

Manchmal sind die einfachen Mods die effizienten: Ein Bastler hat den Nintendo DS in eine große Version des Game Boy Micro umgewandelt.

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Der Game Boy Macro sieht nicht mehr aus wie der Nintendo DS.
Der Game Boy Macro sieht nicht mehr aus wie der Nintendo DS. (Bild: Joshua Guess)

Bei der Hardware-Modding-Community sind Umbauten älterer Game Boys beliebt. Der Bastler Joshua Guess hat eine nach seiner Meinung sehr leichte Modifikation vorgestellt: den Game Boy Macro. Dabei handelt es um einen größtenteils kosmetischen Mod, bei dem ein Nintendo DS Lite in eine große Version des Game Boy Micro aus dem Jahr 2005 umgewandelt wird. Die ziegelförmige Spielkonsole verwirft einen der zwei Bildschirme des DS Lite und erinnert auch ein wenig an den Game and Watch, Nintendos erste Handheld-Konsole von 1980.

Den Bau präsentiert Guess in einem bebilderten Blogbeitrag (via Hackaday). Was es dazu braucht: einen Nintendo DS, DS Lite oder DSi XL, einen Lötkolben, einen 330-Ohm-Widerstand, Draht und Epoxy-Modelliermasse wie Milliput. Optional kann der Build auch mit USB-C-Port und Nintendo-Switch-Speakern für besseren Sound erweitert werden.

Guess nimmt das komplette System zunächst bis auf die Hauptplatine und Displaykomponenten auseinander. Der obere Displayteil des Nintendo DS spielt bei diesem Projekt keine Rolle und kann für Ersatzteile behalten werden. Die Frontschale des Gehäuses kann anschließend nach Belieben eingefärbt oder etwa durch einen Metalldeckel ersetzt werden - CNC-Maschine vorausgesetzt.

Widerstand statt zweites Display

Der Bastler gibt weitere Alternativen an, 3D-gedruckte Schalen sind genauso machbar wie Deckel mit aktiver LED-Beleuchtung. Je nach Vorliebe kann der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Anschließend hat Guess die Oberseite des Gehäuses mit den Scharniersockeln abgefeilt und mit Milliput aufgefüllt. Das Ziel ist es, ein kantiges und ebenes Gehäuse zu schaffen.

Der einzig essenzielle Teil ist das Verbinden eines 330-Ohm-Widerstandes. Andererseits würde das System nicht booten, da es stets versucht, sich mit dem oberen Display zu verbinden. Ein Widerstand an der richtigen Stelle täuscht das System, so dass es denkt, ein Display sei angeschlossen.

Guess fügt anschließend einige weitere Modifikationen an. So können ein Lautsprecher hinzugefügt und die Stylus-Halterung entfernt werden. Bevor das Gerät zusammengeschraubt wird, erhält es zunächst einen Farbanstrich nach Wahl. Auch hat Guess es sich nicht nehmen lassen, ein zusätzliches Transferbild mit der Aufschrift Game Boy Macro zu erstellen und dieses auf der Rückseite anzubringen. Die Datei dazu hat der Bastler zum Download bereitgestellt.

Fertig ist der Game Boy Macro, ein Retro-Handheld, der auf Zusatztasten und -Funktionen des Nintendo DS verzichtet und ein eigenes Design vorweist.

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