Abo
  • Services:

Galileo: Großbritannien plant eigenes Satellitennavigationssystem

Die Europäische Union will Großbritannien nach dem Brexit vom wichtigsten Dienst von Galileo ausschließen. Die Regierung in London will deshalb ein eigenes Satellitennavigationssystem aufbauen.

Artikel veröffentlicht am ,
Großbritannien plant einen eigenen Raketenstartplatz im Norden Schottlands.
Großbritannien plant einen eigenen Raketenstartplatz im Norden Schottlands. (Bild: UK Space Agency/Screenshot: Golem.de)

Die Briten wollen wissen, wo es langgeht: Die Regierung in London plant den Aufbau eines eigenen globalen Satellitennavigationssystems (Global Navigation Satellite System, GNSS). Die offizielle Ankündigung soll im Laufe dieser Woche erfolgen.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

Premierministerin Theresa May habe angeordnet, ein Konkurrenzsystem zum europäischen Satellitennavigationssystem Galileo zu schaffen, berichtet die Wochenzeitung Sunday Telegraph. Die Regierung wolle zunächst 100 Millionen britische Pfund, umgerechnet gut 110 Millionen Euro, bereitstellen, um die entsprechenden Pläne für ein solches System zu erarbeiten.

Die Europäische Kommission sieht in einer weiteren Beteiligung Großbritanniens an Galileo ein Sicherheitsproblem. So soll das Land keinen Zugriff auf den regulierten Dienst (Public Regulated Service, PRS) bekommen, wenn der Brexit im März kommenden Jahres vollzogen ist.

Der PRS ist verschlüsselt und gilt als ein Schlüsselelement des Navigationssystems. Der Dienst ist für sicherheitsrelevante Anwendungen gedacht, nutzen sollen ihn unter anderem Behörden wie Polizei oder Zoll, das Militär und Rettungsdienste. Der PRS steht nur den EU-Mitgliedern zur Verfügung. Nach dem 2016 durch einen Volksentscheid beschlossenen Austritt wird Großbritannien nach Ansicht der EU ein Drittstaat sein. Der unverschlüsselte öffentliche Dienst steht den Briten auch weiterhin zur Verfügung

Im wirtschaftlichen Bereich bekommen britische Unternehmen bereits die Folgen des Austritts aus der Europäischen Union (EU) zu spüren: Die verbleibenden EU-Mitgliedstaaten haben kürzlich angekündigt, dass keine Aufträge für Galileo mehr an britische Unternehmen vergeben werden sollen.

Großbritannien arbeitet bereits an einem eigenen Raumfahrtprogramm. Dazu gehört die Entwicklung eigener Raketen sowie die Errichtung eines Raketenstartplatzes in der Grafschaft Sutherland im Norden Schottlands. Dort sollen in den 2020er Jahren erstmals Raketen abheben.

Galileo ist praktisch komplett

Das Satellitennavigationssystem Galileo ist seit Dezember 2016 in Betrieb, wenn auch nur eingeschränkt. Im vergangenen Monat hat die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) vier weitere Satelliten für das System ins All geschossen. Wenn sie in Betrieb sind, ist Galileo voll einsatzfähig.

Britische Unternehmen waren entscheidend am Aufbau des Systems beteiligt. Der britische Staat hat einen nicht unerheblichen Anteil der Kosten von Galileo getragen. Die Regierung soll erwägen, von der EU etwa eine Milliarde britischer Pfund, etwa 1,1 Milliarden Euro, zurückzufordern. Die Kosten für ein britisches GNSS werden auf etwa drei Milliarden britische Pfund geschätzt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

dummzeuch 30. Aug 2018

Bei den bei uns (Straßenzustandserfassung) eingesetzten "GPS"en wird GPS, Glonass...

Prinzeumel 28. Aug 2018

Interessiert keine sau was sie nun neu abstimmen bei sich. Wird es ganz sicher nicht. Nö.

Kay_Ahnung 28. Aug 2018

Oder Politiker/Behörden von Ideen überzeugen wie gesagt ich bin für einen gesunden Mix...

Kay_Ahnung 28. Aug 2018

1. das EU Parlament ist Demokratisch gewählt "Die Europawahl ist eine seit 1979 in der...

scretchy 28. Aug 2018

Nunja aber die privaten Anwendungen funktionieren ja auch mit dem "offenen" System von...


Folgen Sie uns
       


Touch-Projektoren von Bosch angesehen (CES 2019)

Die Projektoren von Bosch erlauben es, das projizierte Bild als Touch-Oberfläche zu verwenden. Das ergibt einige interessante Anwendungsmöglichkeiten.

Touch-Projektoren von Bosch angesehen (CES 2019) Video aufrufen
Padrone angesehen: Eine Mausalternative, die funktioniert
Padrone angesehen
Eine Mausalternative, die funktioniert

CES 2019 Ein Ring soll die Computermaus ersetzen: Am Zeigefinger getragen macht Padrone jede Oberfläche zum Touchpad. Der Prototyp fühlt sich bei der Bedienung überraschend gut an.
Von Tobias Költzsch

  1. Videostreaming Plex will Filme und Serien kostenlos und im Abo anbieten
  2. People Mover Rollende Kisten ohne Fahrer
  3. Solar Cow angesehen Elektrische Kuh gibt Strom statt Milch

Vivy & Co.: Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit
Vivy & Co.
Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

35C3 Mit Sicherheitsversprechen geizen die Hersteller von Gesundheitsapps wahrlich nicht. Sie halten sie jedoch oft nicht.
Von Moritz Tremmel

  1. Krankenkassen Vivy-App gibt Daten preis
  2. Krankenversicherung Der Papierkrieg geht weiter
  3. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche

Schwerlastverkehr: Oberleitung - aber richtig!
Schwerlastverkehr
Oberleitung - aber richtig!

Der Schwerlast- und Lieferverkehr soll stärker elektrifiziert werden. Dafür sollen kilometerweise Oberleitungen entstehen. Dass Geld auf diese Weise in LKW statt in die Bahn zu stecken, ist aber völlig irrsinnig!
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Softwarefehler Lime-Tretroller werfen Fahrer ab
  2. Hyundai Das Elektroauto soll automatisiert parken und laden
  3. Kalifornien Ab 2029 müssen Stadtbusse elektrisch fahren

    •  /