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Galileo: Großbritannien plant eigenes Satellitennavigationssystem

Die Europäische Union will Großbritannien nach dem Brexit vom wichtigsten Dienst von Galileo ausschließen. Die Regierung in London will deshalb ein eigenes Satellitennavigationssystem aufbauen.

Artikel veröffentlicht am ,
Großbritannien plant einen eigenen Raketenstartplatz im Norden Schottlands.
Großbritannien plant einen eigenen Raketenstartplatz im Norden Schottlands. (Bild: UK Space Agency/Screenshot: Golem.de)

Die Briten wollen wissen, wo es langgeht: Die Regierung in London plant den Aufbau eines eigenen globalen Satellitennavigationssystems (Global Navigation Satellite System, GNSS). Die offizielle Ankündigung soll im Laufe dieser Woche erfolgen.

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Premierministerin Theresa May habe angeordnet, ein Konkurrenzsystem zum europäischen Satellitennavigationssystem Galileo zu schaffen, berichtet die Wochenzeitung Sunday Telegraph. Die Regierung wolle zunächst 100 Millionen britische Pfund, umgerechnet gut 110 Millionen Euro, bereitstellen, um die entsprechenden Pläne für ein solches System zu erarbeiten.

Die Europäische Kommission sieht in einer weiteren Beteiligung Großbritanniens an Galileo ein Sicherheitsproblem. So soll das Land keinen Zugriff auf den regulierten Dienst (Public Regulated Service, PRS) bekommen, wenn der Brexit im März kommenden Jahres vollzogen ist.

Der PRS ist verschlüsselt und gilt als ein Schlüsselelement des Navigationssystems. Der Dienst ist für sicherheitsrelevante Anwendungen gedacht, nutzen sollen ihn unter anderem Behörden wie Polizei oder Zoll, das Militär und Rettungsdienste. Der PRS steht nur den EU-Mitgliedern zur Verfügung. Nach dem 2016 durch einen Volksentscheid beschlossenen Austritt wird Großbritannien nach Ansicht der EU ein Drittstaat sein. Der unverschlüsselte öffentliche Dienst steht den Briten auch weiterhin zur Verfügung

Im wirtschaftlichen Bereich bekommen britische Unternehmen bereits die Folgen des Austritts aus der Europäischen Union (EU) zu spüren: Die verbleibenden EU-Mitgliedstaaten haben kürzlich angekündigt, dass keine Aufträge für Galileo mehr an britische Unternehmen vergeben werden sollen.

Großbritannien arbeitet bereits an einem eigenen Raumfahrtprogramm. Dazu gehört die Entwicklung eigener Raketen sowie die Errichtung eines Raketenstartplatzes in der Grafschaft Sutherland im Norden Schottlands. Dort sollen in den 2020er Jahren erstmals Raketen abheben.

Galileo ist praktisch komplett

Das Satellitennavigationssystem Galileo ist seit Dezember 2016 in Betrieb, wenn auch nur eingeschränkt. Im vergangenen Monat hat die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) vier weitere Satelliten für das System ins All geschossen. Wenn sie in Betrieb sind, ist Galileo voll einsatzfähig.

Britische Unternehmen waren entscheidend am Aufbau des Systems beteiligt. Der britische Staat hat einen nicht unerheblichen Anteil der Kosten von Galileo getragen. Die Regierung soll erwägen, von der EU etwa eine Milliarde britischer Pfund, etwa 1,1 Milliarden Euro, zurückzufordern. Die Kosten für ein britisches GNSS werden auf etwa drei Milliarden britische Pfund geschätzt.



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dummzeuch 30. Aug 2018

Bei den bei uns (Straßenzustandserfassung) eingesetzten "GPS"en wird GPS, Glonass...

Anonymer Nutzer 28. Aug 2018

Interessiert keine sau was sie nun neu abstimmen bei sich. Wird es ganz sicher nicht. Nö.

Kay_Ahnung 28. Aug 2018

Oder Politiker/Behörden von Ideen überzeugen wie gesagt ich bin für einen gesunden Mix...

Kay_Ahnung 28. Aug 2018

1. das EU Parlament ist Demokratisch gewählt "Die Europawahl ist eine seit 1979 in der...

scretchy 28. Aug 2018

Nunja aber die privaten Anwendungen funktionieren ja auch mit dem "offenen" System von...


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