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Komplette Galileo-Konstellation: 18 Salliten im All, elf einsatzbereit, vier warten, zwei falsch ausgesetzt, einer unbrauchbar
Komplette Galileo-Konstellation: 18 Salliten im All, elf einsatzbereit, vier warten, zwei falsch ausgesetzt, einer unbrauchbar (Bild: P. Carril/Esa)

Galileo: Europa weiß, wo es langgeht

Komplette Galileo-Konstellation: 18 Salliten im All, elf einsatzbereit, vier warten, zwei falsch ausgesetzt, einer unbrauchbar
Komplette Galileo-Konstellation: 18 Salliten im All, elf einsatzbereit, vier warten, zwei falsch ausgesetzt, einer unbrauchbar (Bild: P. Carril/Esa)

Freuen, aber nicht zu sehr: Die Europäische Kommission hat den Start von Galileo bekanntgegeben. Damit ist das umstrittene europäische Satellitennavigationssystem nach vielen Querelen und Verzögerungen endlich einsatzbereit. Zu viel Euphorie sei aber noch nicht angebracht, sagt ein Experte.
Von Werner Pluta

Ein System geht heute in Betrieb, an dessen Fertigstellung manche wohl schon gar nicht mehr geglaubt haben: das europäische Satellitennavigationssystem Galileo. Die Europäische Kommission hat es am 15. Dezember freigegeben - fast auf den Tag genau 17 Jahre, nachdem die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) den Aufbau eines eigenen globalen Satellitennavigationssystems (Global Navigation Satellite System, GNSS) beschlossen haben. Es soll Nutzern, Zügen, Schiffen oder autonomen Autos sagen, wo sie sich auf dem Erdball befinden. Aber noch nicht sofort.

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"Man sollte sich darüber freuen, aber es gibt noch viel zu tun", sagt René Kleeßen im Gespräch mit Golem.de. Er ist Galileo-Programm-Manager beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und vertritt als solcher die Interessen Deutschlands im Programmrat Navigation der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa). Denn: Das System ist zwar jetzt offiziell online, aber voll funktionsfähig ist es noch nicht.

Wer heute sein Smartphone nimmt und versucht, damit seine Position per Galileo zu bestimmen, wird erst einmal wahrscheinlich nichts sehen. Denn zum einen braucht er dafür ein ganz bestimmtes Smartphone. Zum anderen ist die Chance, keinen Kontakt zu einem Satelliten zu bekommen, ziemlich hoch.

18 Galileo-Satelliten kreisen um die Erde

Zwar kreisen derzeit bereits 18 Galileo-Satelliten um die Erde. Davon sind aber nur elf im Einsatz. Für eine Positionsbestimmung werden vier Satelliten benötigt. Damit ein Empfänger deren Signale empfangen kann, müssen genug Satelliten hoch genug über dem Horizont stehen. Die Chance, dass das nicht der Fall ist, ist momentan aber noch recht hoch.

Insgesamt soll die Galileo-Konstellation einmal aus 30 Satelliten bestehen, die auf drei Bahnen um die Erde kreisen. Damit soll eine Positionsbestimmung bis auf einen oder zwei Meter genau möglich sein, unter bestimmten Bedingungen sogar noch genauer. Mit dem US-Satellitennavigationssystem Global Positioning System (GPS) wisse ein Zug, in welchem Gebiet er sich befinde. Mit Galileo könne er das Gleis identifizieren, auf dem er stehe, verglich kürzlich Jean-Yves Le Gall, Leiter der französischen Raumfahrtagentur Centre national d'études spatiales (CNES).

Allerdings hat es recht lange gedauert, bis es so weit gekommen ist.

Querelen, die USA und Pech bremsten Galileo 

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Moe479 19. Dez 2016

das ding ist auch eine technologische übung für alle beteiligten, das dabei nicht alles...

bitlbee 18. Dez 2016

Sehr interessante Einblicke! Danke!

DG-82 17. Dez 2016

Wenn es eine systematische Ungenauigkeit ist, ist es durchaus so korrekt.

GITNE 16. Dez 2016

mit vielen Hintergrundinformationen und einer hinreichenden Zusammenfassung der...

Rulf 16. Dez 2016

naja...ich glaube die hatten da eher andere hintergedanken...so ein smartphone ist ja...



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