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Die Sojus-Rakete mit den beiden Satelliten vor dem Start
Die Sojus-Rakete mit den beiden Satelliten vor dem Start (Bild: www.esa.int)

Galileo-Debakel: Russischer Software-Fehler soll schuld sein

Die Sojus-Rakete mit den beiden Satelliten vor dem Start
Die Sojus-Rakete mit den beiden Satelliten vor dem Start (Bild: www.esa.int)

Die falsche Positionierung zweier Satelliten für das Galileo-Projekt geht möglicherweise auf einen Softwarefehler in der Raketenoberstufe zurück. Die ESA erwägt eine Bergung der Satelliten.

Während die Europäische Raumfahrtagentur ESA immer noch überlegt, wie die beiden falsch positionierten Galileo-Satelliten genutzt werden können, spekulieren russische Medien über die Ursache des Debakels. Wie die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti unter Berufung auf die Zeitung Iswestija berichtete, könnte die Falschpositionierung von einem Softwarefehler in der obersten Raketenstufe Fregat MT herrühren, die in der russischen Sojus-Trägerrakte verwendet wird.

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"Die nicht regelkonforme Funktion des integrierten Managementsystems wurde wahrscheinlich durch einen Fehler in der Embedded Software verursacht. Als Resultat erhielt die Oberstufe eine falsche Fluganweisung. In voller Übereinstimmung mit der Embedded Software vorgehend, wurden die Einheiten zum falschen Zielpunkt gebracht", sagte ein anonymer Mitarbeiter der russischen Raumfahrtagentur Roskosmus der Zeitung. Sowohl die Raketenstufe als auch die Software würden von dem in Moskau ansässigen, regierungseigenen Academician Pilyugin Center entwickelt.

Arianespace hatte mit VS09 am 22. August 2014 die ersten beiden Galileo-Satelliten für das gleichnamige Navigationssystem gestartet. Es steht in Konkurrenz zum russischen Glonass- und zum US-amerikanischen GPS-System und soll der Europäischen Union damit ein eigenes Navigationssystem bieten. Die Rakete starteten vom Guiana Space Center, dem europäischen Raumfahrtbahnhof in Französisch Guayana.

Einer ESA-Mitteilung vom Donnerstag zufolge haben die Satelliten inzwischen ihre Solarmodule komplett ausgefahren und können damit Strom erzeugen. Sie seien unter völliger Kontrolle des Darmstädter ESA-Kontrollzentrums. ESA-Teams arbeiteten daran, wie die Satelliten trotz ihrer falschen Umlaufbahn genutzt werden könnten. Verschiedene Szenarien würden durchgespielt, bevor eine Entscheidung über eine Bergungsmission gefällt werde.


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psycho_vogel 01. Sep 2014

Naja, eigentlich gibt es solche Raketen bei der ESA bereits (Ariane 5?!). Die russischen...

Anonymer Nutzer 31. Aug 2014

IT-Experte halt.

Anonymer Nutzer 31. Aug 2014

Warum Qualitätskontrolle, wenn andere zahlen?

furanku1 30. Aug 2014

Was ist mit der im Artikel genannten "Bergung" gemeint? Bergung im Sinne von Einfangen...

eizi 30. Aug 2014

Wieso bitte Domains? Du meinst IP-Adressen? Ich verstehe diesen Absatz auch nach...



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