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Galaxy Z Trifold im Hands-on: So wünschen wir uns ein faltbares Smartphone

CES 2026
Samsungs Trifold hat das Format, das man sich von einem faltbaren Smartphone wünscht. Unser erster Eindruck ist gut – trotz des Gewichts.
/ Tobias Költzsch
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Das Galaxy Z Trifold von Samsung (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Das Galaxy Z Trifold von Samsung Bild: Tobias Költzsch/Golem

Mit dem Galaxy Z Trifold hat Samsung nach Huawei ein faltbares Smartphone auf den Markt gebracht, das sich nicht nur einmal, sondern zweimal klappen lässt. Dank zweier Scharniere lässt sich das zusammengeklappte 6,5 Zoll große Gerät auf Tabletgröße auffalten. Golem hat sich das Smartphone bei der CES 2026 genauer angeschaut – und ist vom Konzept weiterhin überzeugt.

Äußerlich wirkt das Trifold, das trotz des Namens nicht dreimal, sondern nur zweimal gefaltet wird, zunächst wie ein etwas aus dem Leim gegangenes Galaxy Z Fold 7. Mit knapp 13 mm ist das Smartphone wesentlich dicker als herkömmliche Geräte oder die bekannten Falter im Buchformat. Auch das Gewicht liegt mit offiziell 309 Gramm deutlich über dem, was ein normales Smartphone wiegt.

Und das merkt man bei der Nutzung: Schon beim ersten Anfassen fällt uns auf, was für ein Knochen das Trifold ist. Wir machen Samsung allerdings keinen Vorwurf daraus: Mit drei Flügeln, die zwischen 3,9 und 4,2 mm dick sind, ist das Trifold ausgeklappt sehr dünn. Irgendwo muss das Material beim Zusammenklappen ja bleiben, und für ein 10-Zoll-Tablet sind 309 Gramm nicht allzu viel.

Außendisplay mit guten Maßen

Ist das Trifold zusammengeklappt, lässt es sich wie ein herkömmliches Smartphone verwenden. Das 6,5 Zoll große Außendisplay hat eine Auflösung von 2.520 x 1.080 Pixeln, unterstützt Bildraten bis 120 Hz und hat eine maximale Helligkeit von 2.600 cd/m² – entsprechend sehen Bildinhalte sehr gut aus. Auch das Format stimmt: Das Display ist breit genug, um auch gut darauf tippen zu können.

Samsung Galaxy Z Trifold – erster Eindruck (CES 2025)
Samsung Galaxy Z Trifold – erster Eindruck (CES 2025) (01:26)

Der Hingucker ist aber das innere Display, das aufgeklappt 10 Zoll groß ist, sowie eine Auflösung von 2.160 x 1.584 Pixeln, eine maximale Bildrate von 120 Hz und eine maximale Helligkeit von 1.600 cd/m² hat. Das Aufklappen wird dadurch erleichtert, dass der untere Flügel etwas breiter als die anderen beiden ist, weshalb der Daumen ihn gut greifen kann. Bei der Nutzung im zusammengeklappten Zustand stört uns das nicht.

Das Aufklappen wird zusätzlich vereinfacht, da die Scharniere beim Öffnen regelrecht zurückschnellen – wir haben andere Foldables im Test gehabt, bei denen der Aufklappvorgang wesentlich umständlicher war. Geöffnet wird das Trifold nach links; anders als Huaweis Zweifach-Falter lässt es sich konstruktionsbedingt nicht im halb geöffneten Zustand verwenden.

Das finden wir nicht schlimm, ist das Trifold aufgeklappt doch ein vollwertiges Tablet – warum sollten wir es also mit einem kleineren Display verwenden? Zum Videoschauen und Browsen eignet sich das große Display sehr gut. Die Farbwiedergabe gefällt uns, der Sound ist auch anständig – soweit wir das in der lauten Testumgebung beurteilen konnten.

Sehr unauffällige Falze

Wie beim Galaxy Z Fold 7 sind auch beim Trifold die Falze auf dem inneren Bildschirm sehr unauffällig – vielleicht sogar noch unauffälliger. Sie sind kaum mit dem Auge zu erkennen und auch kaum zu ertasten. Samsung hat in den vergangenen zwei Generationen seiner faltbaren Smartphones starke Fortschritte beim Thema Display-Falz gemacht, was man auch am Trifold bemerkt.

Dass die drei Flügel leicht unterschiedlich dick sind (3,9, 4,0 und 4,2 mm), merken wir im aufgeklappten Zustand: Das mittlere Segment ist etwas dicker als die anderen beiden. Stören tut uns das allerdings nicht. Auch die beiden Scharniere sind unterschiedlich breit, was daran liegt, dass ein Flügel über dem anderen liegt.

Beim Zusammenklappen ist es wichtig, dass der linke Flügel zuerst eingeklappt wird und erst dann der rechte. Aus Versehen falsch machen kann man das eigentlich nicht: Samsung hat eine Warnfunktion eingebaut, die die Nutzer kaum ignorieren können. Klappen wir zuerst den rechten Flügel ein, fängt das Trifold an zu vibrieren; außerdem wird ein Warnhinweis auf dem verbleibenden Bildschirm angezeigt.

Drei Kameras mit 200-Megapixel-Hauptkamera

Auf der Rückseite hat das Trifold drei Kameras eingebaut: Die Hauptkamera hat 200 Megapixel, die Superweitwinkelkamera 12 Megapixel und die Telekamera mit dreifachem optischen Zoom 10 Megapixel. Die Bildqualität der Aufnahmen konnten wir in dem kurzen Zeitraum, in dem wir das Telefon zur Verfügung hatten, noch nicht abschließend testen. Auf der Außenseite ist eine 10-Megapixel-Frontkamera verbaut, auch die Kamera innen hat 10 Megapixel.

Als SoC kommt Qualcomms Snapdragon 8 Elite for Galaxy zum Einsatz, also das gleiche Chipset wie auch in der aktuellen Galaxy-S25-Reihe. Entsprechend leistungsfähig dürfte das Trifold sein – inwieweit die geringe Dicke der Flügel die Kühlung des SoCs negativ beeinflusst, können wir nach unserem Hands-on noch nicht sagen. In unserem kurzen Test lief das Trifold flüssig.

Der Akku ist auf alle drei Flügel aufgeteilt und hat insgesamt eine Nennladung von 5.600 mAh. Ausgeliefert wird das Trifold mit Android 16 und Samsungs Benutzeroberfläche One UI 8. Wir können bis zu drei Anwendungen gleichzeitig auf dem Bildschirm verwenden, wofür im Tabletmodus mehr als genug Platz ist.

Beim Trifold lässt sich auch Samsungs Desktop-Oberfläche Dex verwenden – und zwar ohne angeschlossenes externes Display. Stattdessen wird Dex anstelle von One UI geladen, das Tablet kann entsprechend mit einer Bluetooth-Tastatur und -Maus wie ein PC verwendet werden. Apps werden unter Dex in verschiebbaren Fenstern geöffnet, was angesichts des 10-Zoll-Displays gut funktioniert.

Das Trifold ist nach IP48 zwar gegen dauerhaftes Eintauchen in Wasser geschützt, aber nicht staubdicht. Dies ließ sich angesichts der beiden Scharniere offenbar nicht anders lösen – auch das Galaxy Z Fold 7 ist nur nach IP48 geschützt.

Samsungs Galaxy Z Trifold: Fazit und Verfügbarkeit

Samsungs Galaxy Z Trifold ist das faltbare Smartphone, das wir uns wünschen: Zusammengeklappt ist es nur etwas dicker und schwerer als ein herkömmliches Mobiltelefon, aufgeklappt hingegen ein vollwertiges Tablet.

Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, der Faltmechanismus schützt zudem den innen liegenden empfindlichen Bildschirm. Die Qualität beider Displays ist sehr gut; beim Innenbildschirm hat Samsung die Falze auf ein Minimum reduziert, zudem ist das Display plan. Auch Scharniere machen auf uns einen guten Eindruck.

Bereits beim Huawei Mate XT fanden wir, dass die logische Weiterentwicklung von Falt-Smartphones im Buchformat ein ausklappbares Tablet ist; mit dem Trifold gelingt dies nun auch Samsung, und das für unseren Geschmack sogar noch besser als Huawei. Das Trifold ist allerdings bislang nur in ausgewählten Märkten verfügbar – etwa in Südkorea, wo es umgerechnet ab 2.120 Euro kostet. Wann es auch nach Deutschland kommt, ist aktuell noch unklar.


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