Sehr unauffällige Falze
Wie beim Galaxy Z Fold 7 sind auch beim Trifold die Falze auf dem inneren Bildschirm sehr unauffällig – vielleicht sogar noch unauffälliger. Sie sind kaum mit dem Auge zu erkennen und auch kaum zu ertasten. Samsung hat in den vergangenen zwei Generationen seiner faltbaren Smartphones starke Fortschritte beim Thema Display-Falz gemacht, was man auch am Trifold bemerkt.
Dass die drei Flügel leicht unterschiedlich dick sind (3,9, 4,0 und 4,2 mm), merken wir im aufgeklappten Zustand: Das mittlere Segment ist etwas dicker als die anderen beiden. Stören tut uns das allerdings nicht. Auch die beiden Scharniere sind unterschiedlich breit, was daran liegt, dass ein Flügel über dem anderen liegt.
Beim Zusammenklappen ist es wichtig, dass der linke Flügel zuerst eingeklappt wird und erst dann der rechte. Aus Versehen falsch machen kann man das eigentlich nicht: Samsung hat eine Warnfunktion eingebaut, die die Nutzer kaum ignorieren können. Klappen wir zuerst den rechten Flügel ein, fängt das Trifold an zu vibrieren; außerdem wird ein Warnhinweis auf dem verbleibenden Bildschirm angezeigt.
Drei Kameras mit 200-Megapixel-Hauptkamera
Auf der Rückseite hat das Trifold drei Kameras eingebaut: Die Hauptkamera hat 200 Megapixel, die Superweitwinkelkamera 12 Megapixel und die Telekamera mit dreifachem optischen Zoom 10 Megapixel. Die Bildqualität der Aufnahmen konnten wir in dem kurzen Zeitraum, in dem wir das Telefon zur Verfügung hatten, noch nicht abschließend testen. Auf der Außenseite ist eine 10-Megapixel-Frontkamera verbaut, auch die Kamera innen hat 10 Megapixel.


























Als SoC kommt Qualcomms Snapdragon 8 Elite for Galaxy zum Einsatz, also das gleiche Chipset wie auch in der aktuellen Galaxy-S25-Reihe. Entsprechend leistungsfähig dürfte das Trifold sein – inwieweit die geringe Dicke der Flügel die Kühlung des SoCs negativ beeinflusst, können wir nach unserem Hands-on noch nicht sagen. In unserem kurzen Test lief das Trifold flüssig.
Der Akku ist auf alle drei Flügel aufgeteilt und hat insgesamt eine Nennladung von 5.600 mAh. Ausgeliefert wird das Trifold mit Android 16 und Samsungs Benutzeroberfläche One UI 8. Wir können bis zu drei Anwendungen gleichzeitig auf dem Bildschirm verwenden, wofür im Tabletmodus mehr als genug Platz ist.
Beim Trifold lässt sich auch Samsungs Desktop-Oberfläche Dex verwenden – und zwar ohne angeschlossenes externes Display. Stattdessen wird Dex anstelle von One UI geladen, das Tablet kann entsprechend mit einer Bluetooth-Tastatur und -Maus wie ein PC verwendet werden. Apps werden unter Dex in verschiebbaren Fenstern geöffnet, was angesichts des 10-Zoll-Displays gut funktioniert.
Das Trifold ist nach IP48 zwar gegen dauerhaftes Eintauchen in Wasser geschützt, aber nicht staubdicht. Dies ließ sich angesichts der beiden Scharniere offenbar nicht anders lösen – auch das Galaxy Z Fold 7 ist nur nach IP48 geschützt.
Samsungs Galaxy Z Trifold: Fazit und Verfügbarkeit
Samsungs Galaxy Z Trifold ist das faltbare Smartphone, das wir uns wünschen: Zusammengeklappt ist es nur etwas dicker und schwerer als ein herkömmliches Mobiltelefon, aufgeklappt hingegen ein vollwertiges Tablet.
Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, der Faltmechanismus schützt zudem den innen liegenden empfindlichen Bildschirm. Die Qualität beider Displays ist sehr gut; beim Innenbildschirm hat Samsung die Falze auf ein Minimum reduziert, zudem ist das Display plan. Auch Scharniere machen auf uns einen guten Eindruck.
Bereits beim Huawei Mate XT fanden wir, dass die logische Weiterentwicklung von Falt-Smartphones im Buchformat ein ausklappbares Tablet ist; mit dem Trifold gelingt dies nun auch Samsung, und das für unseren Geschmack sogar noch besser als Huawei. Das Trifold ist allerdings bislang nur in ausgewählten Märkten verfügbar – etwa in Südkorea, wo es umgerechnet ab 2.120 Euro kostet. Wann es auch nach Deutschland kommt, ist aktuell noch unklar.



