Galaxy-Smartphones: Verbraucherschützer wollen Samsung verklagen

Die australische Verbraucherschutzorganisation ACCC (Australian Competition and Consumer Commission) will den südkoreanischen Elektronikhersteller Samsung verklagen, wie Cnet berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Grund ist der Vorwurf irreführender Werbung: Samsung soll seine Smartphones wasserfester dargestellt haben, als sie eigentlich sind.
Konkret geht es um den Schutz nach IP68, der Geräten eine Wasserfestigkeit für 30 Minuten bei einer maximalen Tiefe von 1,5 Metern bescheinigt - unter anderem ist das Galaxy S10+ derart zertifiziert. Wichtig ist der Zusatz, dass dieser Schutz nur für Frischwasser definiert ist, nicht also für das Eintauchen in Meerwasser oder auch Poolwasser, das meistens mit Chemikalien versetzt ist. Der ACCC zufolge soll Samsung dies in seiner Werbung nicht deutlich genug dargestellt haben.
"Die ACCC wirft Samsung vor, die Galaxy-Smartphones in der Werbung falsch und irreführend als geeignet für die Nutzung in allen Arten von Wasser dargestellt zu haben, inklusive Meerwasser und Poolwasser, und dass dies den Smartphones im Laufe ihrer Nutzungszeit nicht schaden würde" , erklärt der ACCC-Vorsitzende Rod Sims.
Nutzern soll Garantie wegen Wasserschäden verweigert worden sein
Die ACCC hat nach Angaben von Cnet über 300 Samsung-Werbungen untersucht, die ihre Behauptung untermauern. Samsung soll zahlreichen Nutzern die Garantie verweigert haben, weil diese das Gerät unsachgemäß im Wasser verwendet hätten.

Samsung hat auf die Vorwürfe geantwortet und sei bereit, sich vor Gericht zu verteidigen. "Samsung steht hinter seiner Werbung, dass die Galaxy-Smartphones wasserfest sind" , sagt das Unternehmen in einer Mitteilung.



