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Galaxy-Smartphone: Samsung-Besitzer werden durch Ghost-Admin ausgesperrt

Nutzer von Samsung-Smartphones haben nach einem Reset festgestellt, dass ihr Gerät von einer dubiosen Firma verwaltet wird.
/ Tobias Költzsch
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Betroffen ist das Galaxy S22 Ultra - auf dem Bild vorne zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Betroffen ist das Galaxy S22 Ultra - auf dem Bild vorne zu erkennen. Bild: Martin Wolf/Golem

Einige Besitzer von Samsungs Smartphone Galaxy S22 Ultra haben in den vergangenen Monaten eine unangenehme Entdeckung gemacht: Nach einem Reset mussten sie feststellen, dass ihr Smartphone von einem Firmenadmin verwaltet wurde – obwohl sie eigenen Angaben zufolge das Gerät direkt bei Samsung oder anderen Händlern gekauft haben.

Nach einem Reset konnten die Betroffenen die Geräte nicht wie gewohnt einrichten, wie Android Authority(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf verschiedene Threads bei Reddit(öffnet im neuen Fenster) und in Samsungs Hilfeforum(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Stattdessen erschien ein Hinweis, dass das Smartphone kein Privatgerät sei, sondern einer Firma gehöre.

Diese kann über einen Remote-Zugang alle Aktivitäten auf dem Smartphone einsehen und hat auch Zugang zu allen Daten. Zudem kann der Zugriff auf Apps und Funktionen wie die Kamera eingeschränkt werden. Als Besitzer der Telefone wird das Unternehmen Numero LLC angegeben, das Android Authority bis nach Südkorea verfolgen konnte.

Telefone wurden neu gekauft

Die Telefone waren den Besitzern zufolge nie Teil einer Firmenflotte, und schon gar nicht der von Numero LLC. Es gibt einige Hinweise darauf, dass es bei der Verknüpfung zu dem Unternehmen nicht mit rechten Dingen zuging. Die App, mit der die Smartphones überwacht und verwaltet werden, heißt einfach nur "Samsung Admin", im Logo erscheint neben dem Samsung-Logo der Schriftzug "FRP Unlock".

Die Betroffenen stehen also vor der Wahl, ein Smartphone zu benutzen, auf das Unbekannte jederzeit zugreifen können, oder das Gerät nicht zu verwenden. Offenbar wurde in Samsungs Knox-Datenbank Numero LLC als Besitzer der betroffenen Smartphones eingetragen. Die Verknüpfung zu den Geräten erfolgt über die IMEIs. Wie das geschehen konnte, ist unklar.

Samsung ist den Betroffenen bislang offenbar keine große Hilfe. Wie ein Nutzer beschreibt, werde man zwischen dem Samsung- und dem Knox-Kundendienst hin und her gereicht. Ein anderer Betroffener berichtet, dass ein Reparaturladen ihm gesagt habe, dass nur Samsung helfen könne.


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