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Störende Reflexionen bei Nachtaufnahmen

Machen wir mit den beiden Galaxy-S9-Smartphone Aufnahmen in der nächtlichen Stadt, fällt uns ein nerviges Detail der neuen Kameras auf: Aufgrund fehlender oder ungenügender Entspiegelung des Glases, das die Kameras abdeckt, spiegeln sich Lichter von Straßenlaternen, Lampen, Leuchtreklamen und anderen hellen Objekten in den Aufnahmen wider. Fotografieren wir beispielsweise eine aus einzelnen Glühbirnen bestehende Leuchtschrift, sorgt die Reflexion dafür, daß die Schrift im fertigen Foto etwas nach oben verschoben erscheint.

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Smartphone-Kameras sind bei einfallendem Sonnenlicht wie normale Kameraobjektive nicht immer vor Lichtreflexionen gefeit; derartige Lensflares können mitunter sogar kreativ eingesetzt werden. Simple Lichtreflexionen sind aber einfach nur nervig und tragen nicht dazu bei, ein Bild zu verbessern. Bei den jüngst von uns getesteten Smartphones sind uns derartige Probleme nicht aufgefallen; wer häufig mit seinem Galaxy S9 und S9+ abends in Städten fotografieren will, sollte die Schwachstelle berücksichtigen.

  • Auf den ersten Blick sehen Bilder des Galaxy S9, die mit Blende f/2.4 ...
  • ... und Blende f/1.5 aufgenommen wurden, identisch aus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei Vergrößerung zeigt sich aber, dass die Kamera mit geschlossener Blende schärfere und detailreichere Bilder macht ...
  • ... als mit Offenblende. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine stockdunkle Szenerie, aufgenommen mit dem Galaxy S8. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der gleiche dunkle Raum, aufgenommen mit dem Galaxy S9. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In diesem Vergleich wird in der Detailvergrößerung deutlich, dass die Aufnahme des Galaxy S8 weitaus mehr Bildrauschen hat ...
  • ... als die Aufnahme des Galaxy S9. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Störend finden wir die Reflexionen, die beim Galaxy S9 auftreten können - wie hier die Neonlampen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf diesem Bild wird der komplette Schriftzug im Deckglas der Kamera reflektiert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Mit der Dual-Kamera des Galaxy S9+ können wir gute Porträtaufnahmen mit künstlich erzeugter Hintergrundunschärfe machen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Links das Galaxy S9+, rechts das Galaxy S9 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das größere Galaxy S9+ hat eine Dual-Kamera. Beide Geräte haben die neue variable Blendeneinstellung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Galaxy S9+ hat einen 6,2 Zoll großen Bildschirm. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Beide Smartphones haben einen Klinkenstecker für Kopfhörer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Dual-Kamera des Galaxy S9+ (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Dual-Kamera beim Galaxy S9+ ist anders als beim Galaxy Note 8 vertikal angebracht, nicht horizontal. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Galaxy S9 hat einen 5,8 Zoll großen Bildschirm.
  • Das Galaxy S9+ (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Galaxy S9 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Den Fingerabdrucksensor hat Samsung bei beiden Smartphones an eine ergonomisch bessere Stelle eingebaut: unterhalb der Kamera, und nicht daneben wie beim Galaxy S8. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Links das Galaxy S9, rechts das Galaxy S9+ (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Störend finden wir die Reflexionen, die beim Galaxy S9 auftreten können - wie hier die Neonlampen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Superzeitlupenaufnahmen mit 960 fps möglich

Die beiden Galaxy-S9-Modelle können Videos in 4K bei maximal 60 fps aufnehmen - Samsung hat verglichen mit den vorigen Modellen die Bildwiederholfrequenz erhöht. Zudem unterstützen die beiden Smartphones Superzeitlupenaufnahmen mit bis zu 960 fps bei 720p-Auflösung. Die hohe Bildfrequenz können die Geräte allerdings nur über einen Zeitraum von 0,2 Sekunden aufrechterhalten, die in der fertigen Aufnahme langsam abgespielt sechs Sekunden lang sind.

Um bei einer derartig kurzen Aufnahmezeit den richtigen Moment zu erwischen, hat Samsung eine automatische Auslösung für die Superzeitlupe in den Aufnahmemodus implementiert. Findet innerhalb eines in der Bildmitte positionierten Quadrats eine Bewegung statt, startet die 960-fps-Aufnahme. Nach 0,2 Sekunden wird diese wieder gestoppt und kann nach drei Sekunden Wartezeit erneut gestartet werden.

Die Bewegungserkennung funktioniert in unseren Tests sehr gut, überraschenderweise auch bei sich schnell bewegenden Objekten wie einem Nerf-Pfeil. Sobald der Pfeil in das Quadrat eintritt, wird in 960 fps aufgenommen - die Zeitlupenaufnahme startet, bevor der Pfeil das Gesicht des Kollegen trifft. Auch Ohrfeigen bildet die Superzeitlupe sehr anschaulich ab.

Aufnahmezeit für Superzeitlupe ist sehr kurz

Bei einer Aufnahmezeit von 0,2 Sekunden eignet sich die sehr langsame Zeitlupe der beiden neuen Samsung-Smartphones eher für kurze Clips mit sehr selektiv gesetzter Slow Motion. Eine längere Aufnahmezeit wie bei Sonys neuen Smartphones ist für den Nutzer sicherlich praktischer. Bei der Nutzung der Auslöseautomatik sollte das jeweilige Smartphone sehr ruhig gehalten werden, da die Zeitlupenaufnahme ansonsten aus Versehen gestartet werden könnte; ein Smartphone-Stativ ist hilfreich. Insgesamt betrachtet funktioniert die neue Superzeitlupe in unseren Tests tadellos, für die meisten Nutzer dürfte sie aber eine Spielerei bleiben. Für ernsthafte Aufnahme ist die fortlaufende Aufnahmezeit zu kurz.

Das Galaxy S9+ hat wie das Galaxy Note 8 eine Dualkamera und ist damit das erste Gerät der Galaxy-S-Klasse mit zwei Objektiven auf der Rückseite. Dank der zweiten Kamera kann das Smartphone ebenfalls Porträtaufnahmen mit unscharfem Hintergrund aufnehmen. Das zweite Objektiv hat wie beim Note 8 eine längere Brennweite, was sich für Porträts besser eignet als ein starker Weitwinkel, wie ihn die Hauptkamera des Galaxy S9+ aufweist.

Die Freistellung und Unschärfemaskierung ist beim Galaxy S9+ vergleichbar mit der des Galaxy Note 8. Der Hintergrund wird sauber von der porträtierten Person getrennt, die Übergänge sind nicht zu hart und nicht zu weich. Auf ein starkes Weichzeichnen der Kanten. wie es die Dual-Kamera-iPhones machen, verzichtet Samsung glücklicherweise. Das neue Smartphone hat zusätzlich noch eine Hauttoneinstellung, mit der die fotografierte Person etwas aufgehübscht werden kann. Der Effekt ist bereits bei niedriger Einstellung deutlich sichtbar: Im Vergleich mit den Bildergebnissen des Galaxy Note 8 werden Schlagschatten aufgehellt, die Haut wird etwas weichgezeichnet. Wem der Effekt nicht gefällt, kann ihn auch einfach ausschalten.

Animierte Emojis wirken etwas steif

Die Frontkameras beider Smartphones haben acht Megapixel und eine Anfangsblende von f/1.7. Damit lassen sich auch qualitativ gute Selbstporträts anfertigen. Mit animierten Emojis versucht Samsung zudem, Apples iPhone X nachzueifern: Wir können über Gesichtsbewegungen verschiedene Tierchen steuern oder auch ein Emoji von uns selbst anfertigen. Sie Steuerung ist nicht so genau wie die des iPhone X, der uns abbildende Avatar sieht uns zugegebenermaßen nicht besonders ähnlich.

Wie sich das Galaxy S9 und Galaxy S9+ gegenüber den Topsmartphones anderer Hersteller schlagen, untersuchen wir in einem in Kürze erscheinenden Kameravergleichstest. Dabei lassen wir Samsungs neue Geräte gegen das iPhone 8 Plus, das Mate 10 Pro und das Pixel 2 XL antreten.

Samsung hat bei seinen beiden neuen Smartphones nicht nur die Kamera verbessert, sondern auch das SoC.

 Neue Kameras mit variabler BlendeNeuer Exynos-Prozessor bringt Top-Benchmark-Werte 
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Niaxa 26. Mär 2018

Damit hast du recht ! xD

Xeo81 13. Mär 2018

2160p@60fps, 1080p@240fps, 720p@960fps https://www.gsmarena.com/samsung_galaxy_s9-8966.php

Apfelbaum 13. Mär 2018

Gear VR ist ein extrem gut umgesetztes Gimmick mit krassem WOW Effekt und viel Realismus...

NIELS ON 10. Mär 2018

Ich nutze seit ca. 6 Jahren nur iOS und überlege nun seit langem zum ersten mal...

happymeal 09. Mär 2018

Moment. Das ist mehr als eine Blende. Also z.B. ISO 6400 statt ISO 12800. Mehr als der...


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