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Galaxy S24 im Hands-on: Samsungs KI-Phones kosten ab 900 Euro

Samsung betont das Thema KI bei der neuen Galaxy-S24 -Serie stärker als zuvor. Neu sind zahlreiche KI-Funktionen, unter anderem im Kamerabereich.
/ Tobias Költzsch
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Das Galaxy S24 Ultra, Galaxy S24+ und Galaxy S24 (v. l. n. r.) (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Galaxy S24 Ultra, Galaxy S24+ und Galaxy S24 (v. l. n. r.) Bild: Martin Wolf/Golem.de

Samsung hat seine neue Galaxy-S24-Serie vorgestellt. Der südkoreanische Hersteller betonte bei der Präsentation das Thema künstliche Intelligenz: Die Smartphones kommen mit einer Reihe von Funktionen, die sowohl KI auf dem Gerät als auch in der Cloud verwenden. Damit soll Nutzern in vielerlei Hinsicht der Alltag erleichtert werden. Samsung verwendet dabei Googles Gemini-Modell.

Golem.de konnte sich die drei neuen Geräte vor dem Marktstart bereits in einem ersten Hands-on anschauen. Äußerlich gesehen sind die drei Modelle – das Galaxy S24, das Galaxy S24+ und das Galaxy S24 Ultra – ohne Probleme als Samsung-Smartphones zu erkennen: Sie folgen im Design den Modellen aus dem Vorjahr. Das Galaxy S24 Ultra unterscheidet sich wie die vorigen Ultra-Modelle von den beiden anderen Geräten nicht nur in der Ausstattung, sondern auch im Design.

Der Rahmen aus Titan ist abgerundet, während die Aluminiumrahmen des Galaxy S24 und S24+ flach sind. Das Galaxy S24 Ultra hat jedoch keine abgerundeten Displayränder mehr: Samsung hörte auf die Nutzer der vorigen Modelle, die der abgerundete Rand bei der Nutzung des S-Pens störte. Der Eingabestift ist auch beim neuen Modell im Smartphone integriert.

Drei verschiedene Größen für jeden Geschmack

Das Galaxy S24 hat ein 6,2 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixeln und einer maximalen Bildrate von 120 Hz (LTPO). Das Galaxy S24+ kommt mit einem 6,7 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 3.120 x 1.440 Pixeln und ebenfalls 120 Hz.

Das Galaxy S24 Ultra ist mit einem 6,8 Zoll großen Bildschirm ausgestattet, der eine Auflösung von 3.120 x 1.440 Pixeln und 120 Hz hat. Alle drei Bildschirme machen auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck: Sie reagieren schnell und haben die von Samsung gewohnt hervorragende Blickwinkelstabilität.

Bei den drei Smartphones kommen unterschiedliche SoCs zum Einsatz: Das Galaxy S24 und das Galaxy S24+ kommen mit Samsungs Exynos 2400, das Ultra-Modell hingegen mit dem Snapdragon 8 Gen 3 for Galaxy, dessen Prime Core mit 3,39 GHz eine etwas höhere Taktrate hat. Samsung zufolge soll der Exynos 2400 eine vergleichbare Leistung haben, die deutlich über der des Snapdragon 8 Gen 2 aus dem vergangenen Jahr liegt. Ohne Benchmark-Tests können wir diesbezüglich keine Aussagen treffen.

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Auf der Rückseite des Galaxy S24 und S24+ kommt eine Dreifachkamera zum Einsatz, die aus einer Hauptkamera mit 50 Megapixeln, einer Superweitwinkelkamera mit 12 Megapixeln und einer 3x-Telekamera mit 10 Megapixeln besteht. Das Galaxy S24 Ultra hat eine Vierfachkamera: Neben der Hauptkamera mit 200 Megapixeln und der Superweitwinkelkamera mit 12 Megapixeln gibt es eine 3x-Telekamera mit 10 Megapixeln und eine 5x-Telekamera mit 50 Megapixeln.

Samsung Galaxy-S24-Serie – Hands on
Samsung Galaxy-S24-Serie – Hands on (01:39)

Beim Ultra-Modell gibt es anders als bei den Vorgängern keine 10x-Telekamera mehr. Die zehnfache Vergrößerung soll digital erfolgen, die Qualität soll dank KI-Berechnungen vergleichbar gut sein. Aufnahmen mit zehnfacher Vergrößerung sind in der Tat scharf und detailliert; im schnellen direkten Vergleich mit dem Pixel 8 Pro sind die mit dem Galaxy S24 Ultra gemachten Bilder besser. Maximal ist mit dem Ultra-Modell wieder eine 100-fache Vergrößerung möglich, die qualitativ aber eher dokumentarischen Charakter hat.

KI-Bearbeitung und KI-Zeitlupe

Samsung verwendet im Bereich Fotografie nicht nur bei der Aufnahme selbst KI-Algorithmen. Nutzer können auch bei der Bildbearbeitung künstliche Intelligenz verwenden; einige der Funktionen erinnern an das, was Google beim Pixel 8 Pro anbietet. So können Nutzer bei allen neuen Galaxy-S24-Modellen Bildinhalte markieren und nicht nur löschen, sondern auch verschieben sowie in der Größe ändern.

Die freiwerdenden Bereiche im Bild füllt die KI aus, was in unserem Test gut funktioniert. Wie beim Pixel 8 Pro darf man allerdings nicht allzu genau hinschauen – dann fällt auf, dass die aufgefüllten Flächen mit KI befüllt wurden. Interessant finden wir den Crop-Modus in der KI-Bildbearbeitung: Anders als beim herkömmlichen Crop-Werkzeug können wir dort beispielsweise ein Bild drehen und die Größe beibehalten. Die fehlenden Bildinhalte am Rand füllt ebenfalls die KI auf.

Die KI-Bildbearbeitung ist wie bei den Pixel-Smartphones nur nutzbar, wenn das Galaxy S24 über eine Onlineverbindung verfügt. Jedes so bearbeitete Bild bekommt automatisch ein kleines Wasserzeichen, das auf die Nutzung einer KI hinweist. Die KI soll auch für eine bessere HDR-Vorschau beim Fotografieren sorgen und Spiegelungen aus Aufnahmen entfernen, was wir nicht ausprobieren konnten.

KI generiert für jedes aufgenommene Video eine flüssige Zeitlupe

Gut funktioniert auch die neue Zeitlupenfunktion beim Schauen von mit den Smartphones aufgenommenen Videos. Bei jedem Video können wir beim Anschauen durch langes Halten auf dem Display eine Zeitlupe aktivieren – auch, wenn der Film nicht im Zeitlupenmodus aufgenommen wurde. Die KI berechnet Zwischen-Frames, die ein ruckelfreies Abspielen ermöglichen. Bei sich schneller bewegenden Objekten ist dann allerdings eine leichte Bewegungsunschärfe sichtbar, grundsätzlich funktioniert die KI-Zeitlupe aber äußerst gut.

Einige der neuen KI-Funktionen lassen sich auch offline verwenden. So können die drei neuen Smartphones beispielsweise bei Telefonaten in für die Nutzer unbekannten Sprachen eine Live-Übersetzung anbieten. Das funktioniert in der von uns ausprobierten Demo gut, wenngleich die Konversation durch die entstehenden Pausen für die Übersetzung nicht besonders natürlich ist.

Auch Unterhaltungen per Text, etwa in Chat-Apps, können direkt von der KI auf dem Smartphone übersetzt werden. Neu ist auch eine automatische Niederschrift von Audioaufnahmen, bei der die KI auch die Sprecher unterscheiden kann. Nutzer können auf den neuen Galaxy-Smartphones außerdem Inhalte auf dem Bildschirm einkreisen und direkt danach suchen lassen, etwa nach Bildern – auch das funktioniert nur online über die Cloud.

Interessant ist auch die neue Circle-to-Search-Suche . Mit dieser lassen sich Bildschirminhalte nach einem Druck auf die Home-Taste oder bei Gestensteuerung auf den Navigationsbalken einkreisen und anschließend danach suchen. In den Systemeinstellungen können Nutzer alle cloudbasierten KI-Funktionen systemweit deaktivieren. So kann sichergestellt werden, dass die Daten nicht das Smartphone verlassen. Auch eine Freischaltung nur von bestimmten Funktionen ist möglich.

Ausgeliefert werden die drei neuen Smartphones mit Android 14. Samsung hat sich angesichts Googles jüngst angekündigten sieben Jahren Softwareunterstützung für die Pixel-8-Serie offenbar genötigt gefühlt, gleichzuziehen: Die Galaxy-S24-Serie kommt ebenfalls mit sieben Jahren Updates. Die Aktualisierungen schließen auch Systemupgrades ein.

Fazit

Unser erster Eindruck der neuen Galaxy-S24-Serie ist gut. Samsung hat sich zwar auch dazu hinreißen lassen, das aktuelle Hype-Thema KI sehr stark zu betonen – die Umsetzung der KI-Hilfen ist aber durchaus gelungen. Vor allem im Kamerabereich dürften Nutzer davon profitieren.

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Das Galaxy S24 kommt in der Basisversion mit 128 GByte Speicher und 8 GByte RAM und kostet ab 900 Euro. Das Galaxy S24+ ist ab 1.150 Euro erhältlich und hat in der Basisversion 256 GByte Speicher und 12 GByte RAM. Das Galaxy S24 Ultra kostet ab 1.450 Euro und kommt in der preiswertesten Variante mit 256 GByte Speicher und 12 GByte RAM.

Die Smartphones können ab sofort vorbestellt werden. Bis zum 30. Januar 2024 bekommen Kunden ohne Zuzahlung die jeweils höhere Speichervariante. Das 256-GByte-Modell des Galaxy S24 beispielsweise kostet dann 900 Euro, also so viel wie die Basisversion mit 128 GByte.

Ein spezielles Angebot gibt es bei Vodafone: Wird beim Kauf des Galaxy S24 Ultra ein altes Smartphone bei Vodafone abgegeben, werden mindestens 500 Euro gutgeschrieben. Das Ultra-Modell gibt es dann also fast zum Preis des normalen Galaxy S24.


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